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Bischofswerda

Rammenau: Barockschloss feiert Jubiläum

Vor 300 Jahren wurde der Grundstein für das Schloss gelegt. Deshalb wird am Sonntag an der Schlosstreppe gefeiert - aus einem besonderen Grund.

Das Barockschloss Rammenau gehört zu den schönsten Schlössern der Region. Am Sonntag gibt es dort ein kleines Fest.
Das Barockschloss Rammenau gehört zu den schönsten Schlössern der Region. Am Sonntag gibt es dort ein kleines Fest. © Steffen Unger

Rammenau. "Der erste grundstein ist geleget worden den 20. juni anno 1721" - so steht es auf jenem Grundstein, der bei der Restaurierung der Schlosstreppe in den 1990er-Jahren am Barockschloss Rammenau gefunden wurde. Deshalb gibt es am Sonntag zum 300-jährigen Jubiläum eine kleine Veranstaltung. "Das muss gefeiert werden - auch, weil das Schloss heute so schön erstrahlt wie nie zuvor", heißt es von Pressesprecherin Mareen Tzschoppe.

Stattfinden soll das kleine Fest ab elf Uhr an eben jener Schlosstreppe. "Geplant ist dafür eine feierliche Zeremonie mit einer symbolischen Grundsteinlegung. Der Erbauer des Schlosses, Ernst Ferdinand von Knoch, ist anwesend und hat sich Gäste eingeladen, die gewandet im Stile der Zeit erscheinen", erzählt Schlossleiterin Ines Eschler.

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Denn eben dieser Herr Knoch war es, der einst den Auftrag erteilte, das Schloss nach Plänen des sächsischen Baumeisters Johann Christoph Knöffel neu zu errichten. "Es gibt am Sonntag Informationen zur Grundsteinlegung vor 300 Jahren, einen Blick auf die 300 Jahre Schlossgeschichte und den Abschluss der Restaurierungsarbeiten", fügt Ines Eschler an.

Über 20 Jahre restauriert

Begonnen hat die aufwendige Restaurierung Ende des 20. Jahrhunderts. "Als das Schloss 1993 unter die Fittiche des Freistaates kam, erwarteten den Bauherrn abgenutzte Fußböden, beschädigte Türen und Täfelungen und lose Stuckdecken", erzählt Ines Eschler. Zuerst wurden die dringendsten Arbeiten an Baukonstruktion, Dächern, Fassaden und Teilen der Außenanlagen weitestgehend erledigt.

Ab 2000 begann eine systematische Restaurierung der kulturhistorisch bedeutenden Innenräume und ihrer Ausstattung. "Am aufwendigsten war es, die anspruchsvolle Malerei in den Räumen möglichst originalgetreu wiederherzustellen", sagt sie.

Die gesamten Arbeiten endeten erst vor wenigen Monaten, dauerten also über 20 Jahre. "Die historische Botschaft ist wieder zum Leben erwacht. Das Schloss erstrahlt heute so schön wie wahrscheinlich nie zuvor in der 300-jährigen Schlossgeschichte", betont Eschler.

Um sich selbst einen Eindruck davon zu machen, sind Schlossbesucher zur symbolischen Grundsteinlegung kostenlos in den Schlosspark eingeladen, denn es muss zum kleinen Fest kein Eintritt bezahlt werden. "Außerdem wartet eine kulinarische Überraschung auf die Gäste", kündigt die Schlossleiterin an.

Im Herbst dieses Jahren finden anlässlich des Jubiläums noch drei Vorträge statt. Unter anderem ein bei der Restauration beteiligter Architekt - Frank-Ernest Nitzsche - sowie ein Nachfahre des ehemaligen Schlossbesitzers Friedrich von Kleist - Hans-Henning von Kleist - werden dann zu Gast sein. Daneben wird es in einem dritten Vortrag um die Zukunft des Schlosses gehen.

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