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Bischofswerda: Ausfälle bei Internet und TV

Ab Montag wird das Kabelnetz in der Stadt schrittweise erneuert. Viele Haushalte müssen sich deshalb auf eine "Sendepause" einstellen.

Erik Wasner leitet das Teilprojekt Kabelnetz bei der SachsenEnergie und sorgt dafür, dass in Bischofswerda die Technik von Infokabel auf den neuen Stand gebracht wird. Kurze Ausfälle seien dafür unvermeidbar.
Erik Wasner leitet das Teilprojekt Kabelnetz bei der SachsenEnergie und sorgt dafür, dass in Bischofswerda die Technik von Infokabel auf den neuen Stand gebracht wird. Kurze Ausfälle seien dafür unvermeidbar. © SZ/Uwe Soeder

Bischofswerda. In den kommenden Wochen müssen sich die Bischofswerdaer darauf einstellen, dass es mal für ein paar Stunden weder Fernsehen noch Internet über den örtlichen Anbieter Infokabel geben wird. Grund ist die Inbetriebnahme von neuer Technik mit dem klangvollen Namen "DOCSIS 3.1". Sie soll in den kommenden Jahren für eine bessere Verbindung sorgen und die Telefonkabel weiterhin nutzbar machen.

"Bischofswerda besteht aus 72 Clustern, die nach und nach in Betrieb genommen werden", erklärt Erik Wasner, der das Teilprojekt Kabelnetz beim Energieversorger SachsenEnergie leitet. Das Unternehmen, das vielen noch als Enso bekannt ist, übernimmt die Modernisierung des Netzes von Infokabel.

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Die neu verbaute Technik hat dabei vor allem einen Vorteil. "Der Standard DOCSIS 3.1 ermöglicht noch höhere Bandbreiten im Down- und Upload auch bei sehr hoher und gleichzeitiger Netzauslastung", sagt Reinhard Jung, Projektleiter für Breitbandprojekte bei der SachsenEnergie.

Künftig schneller und stabiler im Internet surfen

Das heißt für die Bischofswerdaer Nutzer vor allem, dass sie auch dann noch schnell im Internet surfen können, wenn viele Nachbarn gerade das Gleiche tun. Gerade zu Spitzenzeiten, wie an einem regnerischen Sonnabendabend, war das Internet in der Vergangenheit zeitweise so ausgelastet, dass es in manchen Ecken der Stadt spürbar langsamer wurde.

Das liegt daran, dass Fernsehen und Internet derzeit noch über analoge Signale laufen. Wenn also viele Menschen gleichzeitig vor dem TV oder dem Computer sitzen, wird die Verbindung schlechter, weil nur eine geringe und stark begrenzte Bandbreite vorherrscht. "Durch die Ablösung der analogen Signale durch digitale Informationsübertragung können heutzutage wesentlich höhere Bandbreiten über Koaxial-Kabel übertragen werden", erklärt Jung.

In der Praxis könnten dann über dasselbe Kabel, das seit vielen Jahren in der Erde liegt, wesentlich mehr Fernsehkanäle gleichzeitig übertragen werden. Daneben soll noch mehr Platz für eine flotte und stabile Internetübertragung sein. Während es für erste Vorbereitungsarbeiten bereits in den letzten Wochen einzelne Ausfälle gab, kommt im kommenden Monat auf jeden Nutzer von Infokabel eine Fernseh- und Internetpause zu.

Keine Ausfälle am Wochenende geplant

"Im Mai 2021 wird die neue zentrale Kopfstation installiert, und alle Schrankmontagen werden abgeschlossen. Danach erfolgt die Umschaltung auf die neue Technik, was nochmals zu kurzen Unterbrechungen führt", kündigt Jung an. Diese Unterbrechungen werde es aber ausschließlich an Arbeitstagen zwischen 8 und 16 Uhr für einen Zeitraum von zwei bis vier Stunden geben.

Denn am Wochenende würden viel mehr Menschen in Bischofswerda das Internet nutzen und brauchen als unter der Woche. Welcher Bereich von Bischofswerda wann genau an der Reihe ist, steht bereits im Vorhinein fest. "Alle Internetkunden werden per Mail informiert. Fernsehkunden können sich in Kürze auf der Webseite von Infokabel informieren, wo die betroffenen Straßenabschnitte circa drei bis fünf Tage zuvor veröffentlicht werden", berichtet Jung.

Los gehen die Arbeiten in der 18. Kalenderwoche, also am kommenden Montag. Die Umschaltung auf die neue Technik soll bis Ende Juni abgeschlossen sein. Finanziert wird der gesamte Umbau durch die Breitbandförderung. Mehr als 1,5 Millionen Euro werden insgesamt in die Modernisierung investiert.

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