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Bischofswerda: So geht der Umbau am offenen Treff voran

Die Arbeiten dauern zwei Monate länger als geplant. Der Regenbogen-Verein blickt trotzdem optimistisch ins neue Jahr – auch dank einer Spenderin.

Von Lucy Krille
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Robin Stachowski ist stellvertretender Vorsitzender des Regenbogen-Vereins in Bischofswerda. Hier steht er in den neuen Räumen des offenen Treffs. In den Raum hinter ihm kommt eine Küche.
Robin Stachowski ist stellvertretender Vorsitzender des Regenbogen-Vereins in Bischofswerda. Hier steht er in den neuen Räumen des offenen Treffs. In den Raum hinter ihm kommt eine Küche. © SZ/Uwe Soeder

Bischofswerda. Robert Geburek und Robin Stachowski gehen zufrieden durch die Räume an der Belmsdorfer Straße in Bischofswerda, die immer mehr erahnen lassen, was hier entsteht: Ein Mehrgenerationenhaus, das Kindern und Jugendlichen, aber auch Vereinen und den Mitarbeitern des Regenbogen-Vereins einen Platz bieten wird.

"Kinder- und Jugendarbeit ist wichtiger denn je"

Geburek ist Vorsitzender des Vereins, der sich 1993 gegründet hat und in der Kinder- und Jugendarbeit aktiv ist. Gerade, weil die Unterstützung für Kinder und Jugendliche seit der Corona-Pandemie immer wichtiger geworden sei, freuen sich die Vereinsvorsteher über ihren offenen Treff, der seit April umgebaut wird.

Das Herzstück des neuen Treffs ist der Mehrzweckraum, der mit einer Küche und weiteren Zimmern wie dem Kreativ- oder dem Entspannungsraum verbunden ist. Hier ist bereits die Farbe an den Wänden, das Licht installiert, und Fliesen sind in einigen Räumen verlegt. Der Boden bereitet den Fußbodenlegern allerdings noch Probleme.

„Der Estrich ist in manchen Räumen noch zu feucht“, erzählt Geburek, sodass die Fußbodenleger bis Januar warten müssen, bis alles getrocknet ist. Ein weiteres Problem, das dieser Tage oft zu Verzögerungen im Bau führt, sind die langen Lieferzeiten für Baumaterialien. „Im Herbst hatte dann auch Corona die Baufirmen ausgenockt“, ergänzt Robin Stachowski.

Der erste Bauabschnitt wird im März fertig

Durch die Verzögerungen kann der erste Bauabschnitt im Teil des ehemaligen Kindergartens erst im März statt wie geplant im Januar beendet werden. Das sei aber nicht so schlimm, denn bis zur Freigabe des Mehrzweckraums bleibt der offene Treff im vorderen Teil des Gebäudes weiter als Anlaufstelle für die Kinder und Jugendlichen geöffnet.

Erst im zweiten Bauabschnitt wird dann der offene Treff renoviert und von Asbest befreit. Im Sommer nächsten Jahres könnte dann die Eröffnung sein. Zum Schluss soll der neue Jugendclub fertiggestellt werden, den die Jugendlichen selber mitgestalten können. „Das wird aber wahrscheinlich erst 2023 ins Laufen kommen“, schätzt Robert Geburek.

Neben dem Jugendclub sind die Vereinsräume für die Mitglieder vom Regenbogen-Verein geplant, die derzeit übergangsweise im alten Haus des Kinderhauses „Sonnenschein“ auf der Clara-Zetkin-Straße untergekommen sind. Der Verein zählt derzeit um die 40 Mitglieder. „Mittlerweile haben wir acht Schulsozialarbeiter im Einsatz, wir arbeiten aber auch in der ambulanten Hilfe“, erzählt Robert Geburek.

Der Verein ist dankbar für jede Spende

Er sei froh, dass die Stadt und die Städtebauförderung das Projekt des Mehrgenerationenhauses so stark unterstützen, denn ansonsten ginge es nicht. Die Baukosten liegen bei 1,5 Millionen Euro, circa 150.000 Euro übernimmt die Stadt Bischofswerda.

Die Inneneinrichtung wie Küche und Möbel finanziert der Regenbogen-Verein dagegen selbst, deswegen ist er immer wieder froh über Spenden. Eine hat den Verein kürzlich auf ungewöhnlichen Wegen erreicht. Eines Tages rief Radio PSR bei Robin Stachowski an, denn eine Hörerin spendete dem Verein im Rahmen einer Aktion 1.000 Euro. Es stellte sich heraus, dass die Spenderin eine Arbeitskollegin von Geburek und Stachowski ist, die hauptberuflich bei der Diakonie arbeiten.

Das Geld wollen sie in Möbel und Material für die Kreativarbeit, zum Beispiel Bastelutensilien, investieren. „Die Kinder, die in den offenen Treff kommen, werden sich sicher freuen“, danken Geburek und Stachowski ihrer Kollegin Sandy Engelmann.