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Bischofswerda: Einigung im Streit um neue Straße

An der Süßmilch- und Bergstraße soll ein neues Wohngebiet entstehen. Doch ein Punkt sorgte bei Anwohnern für Aufregung. Nun gibt es einen Kompromiss.

Auf dieser Fläche zwischen Süßmilch- und Bergstraße sollen in Bischofswerda neue Häuser entstehen. Um die Zufahrtsstraße gab es lange Streit - jetzt wurde ein Kompromiss gefunden.
Auf dieser Fläche zwischen Süßmilch- und Bergstraße sollen in Bischofswerda neue Häuser entstehen. Um die Zufahrtsstraße gab es lange Streit - jetzt wurde ein Kompromiss gefunden. © SZ/Uwe Soeder

Bischofswerda. Nach fast einem Jahr steht nun fest, wie es mit dem Bauprojekt der Wohnungswirtschaft und Bau GmbH (WuB) an der Süßmilchstraße und Bergstraße in Bischofswerda weitergeht. Dort sollen Häuser im sogenannten Cube-Style errichtet werden - also in Form von Würfeln. Die Gestaltung der Häuser stellt für diejenigen, die bereits in besagtem Gebiet wohnen, nicht das Problem dar - aber etwas anderes war lange Zeit ein Streitpunkt.

Denn für die Erschließung des neuen kleinen Wohngebietes muss eine Straße angelegt werden. Anwohner kritisierten, dass ihre Grundstücke dadurch dann beidseitig oder sogar von drei Seiten von asphaltierten Straßen begrenzt wären. Aus Angst vor einem vergrößerten Verkehrsaufkommen drohten sie sogar mit einer Klage.

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Dennoch billigte der Bischofswerdaer Stadtrat im April das Vorhaben der WuB, was die ohnehin aufgeheizte Stimmung noch mehr zum Kochen brachte. Schließlich wurde laut WuB aber doch ein Kompromiss gefunden, mit dem alle einverstanden seien. "Wir haben uns nach Gesprächen mit den Anwohnern für einen Wendehammer entschieden, um jeglichen Durchgangsverkehr zu verhindern", berichtete WuB-Chef Andreas Wendler in der Stadtratssitzung am Dienstag.

Somit gebe es zwar kein schnelles Durchkommen für Autofahrer, Anwohner würden aber dennoch mit ihren Fahrzeugen zu den Häusern kommen. "Ich denke, dass es für alle eine saubere Lösung ist, wo jeder sein Gesicht wahren kann", lobte Hartmut Horn (CDU) diese Entscheidung. Der Stadtrat stimmte am Ende einstimmig für diese Änderung. Anwohner waren diesmal keine bei der Sitzung dabei.

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