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Bischofswerda: Adler-Markt bleibt

Die insolvente Modekette ist gerettet, schließt aber dennoch bundesweit 40 Filialen. Doch in Schiebock können die Mitarbeiter aufatmen.

Der Adler Modemarkt in Bischofswerda wird auch weiterhin geöffnet bleiben. Er gehört nicht zu den bundesweit 40 Filialen, die geschlossen werden sollen.
Der Adler Modemarkt in Bischofswerda wird auch weiterhin geöffnet bleiben. Er gehört nicht zu den bundesweit 40 Filialen, die geschlossen werden sollen. © SZ/Richard Walde

Bischofswerda. Während die Modekette Adler ihren Standort in Görlitz schließt, bleibt jener auf der Carl-Maria-von-Weber-Straße in Bischofswerda erhalten. Das bestätigt Peter Dietz, der die Pressearbeit für das Unternehmen betreibt. "Bezüglich der Auswahl der betroffenen Standorte wurden unterschiedliche Entscheidungskriterien berücksichtigt", betont er.

Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass Adler 40 der 142 Standorte in Deutschland schließen wird. Die Befürchtung unter Bischofswerdaern, dass auch ihr Markt darunter sein könnte, war groß. Doch das Unternehmen plant offenbar langfristig mit der Filiale in Schiebock. "Der Adler Standort in Bischofswerda mit seinen 19 Mitarbeitern wird ein wichtiger Standort für das Unternehmen bleiben, daher ist hier kurzfristig nicht mit einer anderen Entscheidung zu rechnen", teilt Peter Dietz mit.

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Warum jedoch der Görlitzer Standort geschlossen wird, will das Unternehmen nicht sagen. "Wir können zu den einzelnen Modefilialen keine Details kommunizieren", sagt Dietz.

Neuer Investor kommt aus Berlin

Das Unternehmen hatte zu Jahresbeginn Insolvenz angemeldet. Als Grund hatte es erhebliche Umsatzeinbußen durch den zweiten Lockdown ab Dezember angegeben, durch den die Filialen fast dauerhaft schließen mussten. Das habe zu einem weiteren Umsatzeinbruch und einer Liquiditätslücke geführt. Laut Manager-Magazin hatte Adler den ersten Lockdown im Frühjahr 2020 noch mit Kurzarbeit und einem mit einer Staatsbürgschaft gesicherten Kredit überstanden. Allerdings soll Adler Medienberichten nach bereits 2019 Verluste geschrieben haben.

Seit Anfang 2021 wurde ein Investor gesucht. Der wurde nun mit dem Konzern Zeitfracht, einem Logistikunternehmen mit Sitz in Berlin, gefunden. Die Sanierung bedeutet aber nach jetzigem Stand auch den Abbau von rund 500 der 3.100 Arbeitsplätze. Von der Schließung betroffen ist auch die Filiale in Dresden Nickern, die im Elbepark bleibt bestehen.(SZ/rw mit SZ/sod)

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