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Schmölln-Putzkau: Hoffen auf die Freibad-Saison

Noch ist wegen Corona vieles unklar. Der Förderverein lässt sich aber nicht entmutigen - und werkelt weiter an einer wichtigen Sache für die Besucher.

Karsten Müller (l.) und Sandro Illchmann vom Förderverein für das Freibad Schmölln vor dem neuen Imbissstand, der in diesem Sommer eröffnet werden soll.
Karsten Müller (l.) und Sandro Illchmann vom Förderverein für das Freibad Schmölln vor dem neuen Imbissstand, der in diesem Sommer eröffnet werden soll. © SZ/Uwe Soeder

Schmölln-Putzkau. Warme Jacke statt Badehose: Noch ist an die Badesaison nicht zu denken. Dennoch hat sich in den letzten Monaten im Schmöllner Freibad sehr viel getan, um die Anlage startklar für die Sommersaison zu machen. Wie immer wurden Becken gereinigt und der Rasen gepflegt. Doch der besondere Fokus liegt in diesem Jahr auf dem neuen Imbiss. Aus den zwei Fertiggaragen, die bereits im vergangenen Jahr aufs Gelände des Freibads geliefert wurden, ist mittlerweile ein kleiner Kiosk geworden.

Zumindest von außen sieht der schon fertig aus, auch die Steinplatten für die Terrasse wurden bereits verlegt. "Die Außenanlagen sind fast abgeschlossen, jetzt muss das Gras nur noch wachsen", betont Karsten Müller, Vorsitzender des Freibad-Fördervereins. Drinnen wartet aber noch jede Menge Arbeit.

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Durch das kleine Fenster könnte man zwar bereits Speisen nach draußen reichen, aber im Innenraum fehlt noch die gesamte Küche. Doch es stehe bereits fest, welche Geräte in den kommenden Wochen eingebaut werden. "Aus der ehemaligen Badgaststätte und aus der Grünen Tanne in Putzkau haben wir die komplette Einrichtung dafür gekauft", erklärt Sandro Ilchmann vom Förderverein.

Darf das Bad überhaupt öffnen?

Der neue Imbiss soll bis zum Start der Freibad-Saison im Mai oder Juni einsatzbereit sein. Ohne ihn würden dem Verein wichtige Einnahmen verloren gehen. "Zu uns kommen viele Familien gerade am Wochenende nach dem Frühstück her und bleiben den ganzen Tag. Da möchten wir ihnen natürlich etwas zu essen anbieten", sagt Müller.

Obwohl aktuell noch nicht absehbar ist, ob das Bad angesichts der Corona-Maßnahmen überhaupt öffnen darf, bereitet man alles darauf vor. "Wir machen uns nicht das ganze Jahr Arbeit, um dann nur unter bestimmten Umständen öffnen zu dürfen. Es wird sicherlich wie im vergangenen Jahr sein, dass mit einem Hygienekonzept bis zu 450 Personen ins Freibad kommen können", erklärt Müller. Die Besucher könnten sich auf den Liegewiesen verteilen, um alle Regelungen zu erfüllen. "Was im letzten Jahr geklappt hat, müsste in diesem Jahr auch klappen." Doch ob es 2021 das traditionelle Badfest geben kann, dass corona-bedingt im vergangenen Jahr ausfallen musste, sei noch offen.

Freibad erwirtschaftet keinen Gewinn

Unabhängig davon konzentriert sich der Verein jetzt auf die Fertigstellung des Kiosks. Der hat 20.000 Euro gekostet, wurde erstmal von der Gemeinde bezahlt und wird nun über Spenden rückfinanziert. Nicht das erste Mal, dass Geld für das gemeindeeigene Freibad aus anderen Quellen kommt.

"Obwohl die Gemeinde bisher zig tausende Euro ins Bad gesteckt hat, haben wir vor allem in den letzten 15 Jahren sehr viel eigenes Geld beigesteuert", betont Sandro Ilchmann. Zusätzlich kommen zahlreiche Arbeitsstunden dazu, die durch ehrenamtliche Helfer geleistet wurden und werden.

Ohne dem sei der Betrieb gar nicht möglich. "Ich kenne kein Freibad, das in den wenigen Monaten Öffnung einen Gewinn erwirtschaftet", erklärt Müller. Deshalb sei man als Förderverein auch so froh, dass der Gemeinderat weiterhin hinter der Bewirtschaftung stehe und das Bad offenhalte.

Gemeinde hofft auf Fördermittel

Denn alle Geldströme rund ums Freibad laufen schlussendlich beim Besitzer, der Gemeinde, zusammen. Dass jetzt zumindest Teile der 20.000 Euro für die Kosten des Imbissstandes durch Fördermittel finanziert und die Spenden für andere Bereiche des Freibads verwendet werden können, ist ein Ziel des Schmölln-Putzkauer Bürgermeisters.

"Wir werden alles probieren, um an Förderungen zu kommen, doch können wir da noch nichts Handfestes sagen", erklärt Achim Wünsche (parteilos). Er schränkt allerdings ein: "Bei einem wirtschaftlichen Interesse, das ein Imbissstand ja hat, könnte es schwierig werden."

Spenden an: Förderverein Freibad Schmölln-Putzkau e.V.; IBAN: DE62 8555 0000 1099 9921 05; BIC SOLADES1BAT; Kreissparkasse Bautzen

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