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Burkau: Auftakt in den Partysommer

Am Sonnabend darf nach langer Corona-Pause wieder getanzt werden. Was die 999 Besucher im Freibad Burkau erwartet.

Eric Stange und Roberto Weiß vom Hangar01 organisieren die Beachparty im Burkauer Freibad.
Eric Stange und Roberto Weiß vom Hangar01 organisieren die Beachparty im Burkauer Freibad. © SZ/Uwe Soeder

Burkau. Nach einer gefühlten Ewigkeit ohne richtige Party geht es am Sonnabend im Burkauer Freibad wieder richtig rund. Ab 21 Uhr öffnen die Tore für bis zu 999 Besucher, die bis 3.30 Uhr unter dem Motto "90's meets 2000er" feiern dürfen. "Wir haben das offiziell als Tanzveranstaltung genehmigt bekommen, ohne Mindestabstand, ohne Maske und ohne Test. Eben aufgrund der Inzidenz. Wir sind sehr froh, dass wir es wieder so machen können wie vor Corona", erzählt Eric Stange, der die Veranstaltung mit organisiert.

Tickets gibt es nur an der Abendkasse, denn für einen Vorverkauf war die Zeit zu knapp und die Situation zu unsicher. "Spruchreif ist es maximal seit drei Wochen, als wir wirklich in die Werbung gegangen sind", fügt Stange an. Für Plakate war da keine Zeit mehr, also hat man sich auf Online-Werbung und wenige Banner konzentriert.

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Seitdem ist das Team vom Hangar01 rund um die Uhr mit den Vorbereitungen beschäftigt. "Es sind so fünf bis sechs Leute, die das Ganze organisieren, aber insgesamt sind locker 30 Leute involviert, die mal eine Nachtwache machen", sagt Hangar01-Chef Roberto Weiß.

Party ohne große Auflagen wegen Corona

Zu Gast wird DJ Beam aus Schirgiswalde sein. "Der macht eine Videodisko, mit Originalvideos von früher, was auf der Leinwand zu sehen sein wird", erklärt Stange. Doch nicht nur das. "Man hat die Möglichkeit, die ganze Nacht lang baden zu gehen, zu tanzen, sich an der Bar Getränke zu bestellen und sich auf dem ganzen Gelände friedlich auszutoben", sagt Weiß.

Dass die Leute genau darauf richtig Lust haben, höre er von verschiedenen Seiten. "Die Badegäste sind aktiv auf die Schwimmmeister zugegangen und haben gefragt, ob das wieder stattfindet, weil sie das Banner entdeckt haben", sagt Stange. "Wir denken einfach auch, dass die Leute wieder mal Spaß haben und die Freunde wiedersehen wollen", fügt er an.

Und das ohne große Einschränkungen aufgrund von Corona. "Wir haben es versucht, das Hygienekonzept mit dem Gesundheitsamt so flach wie möglich zu halten", betont Weiß. Dennoch gebe es Desinfektionsspender, und man weise auf einen gewissen Abstand untereinander hin.

Kontaktverfolgung, aber keine "Muttizettel"

Zudem sei ein Formular zur Kontaktverfolgung auszufüllen. "Da haben wir online auch eine Vorlage verlinkt und bitten die Leute, dass sie den Zettel ausgefüllt mitbringen, damit es an der Kasse nicht zu Stockungen kommt", sagt Stange. "Wenn wir 1.000 Leute hereinlassen würden, dann würde wieder die Testpflicht in Kraft treten", erklärt er, warum die Besucherzahl auf 999 beschränkt ist. Gerade außerhalb von Großstädten wäre das nicht so einfach. "Es ist auch die Frage, wo die Leute hier auf dem Dorf am Sonnabend einen Test herbekommen. Dann schließt man sicher Einige aus."

Aber auch unterhalb der Grenze von 1.000 Besuchern wird nicht jeder hereingelassen, da sich die Veranstaltung an ein volljähriges Publikum richtet. Deshalb seien sogenannte "Muttizettel" nicht erlaubt. "Wenn die Eltern der Meinung sind, dass sie ihrem Kind mal so eine Veranstaltung zeigen müssen, dürfen die natürlich mit rein, aber ohne Elternteil geht es nicht", betont Roberto Weiß.

Kleiner Trost für alle Jugendlichen ab 16 Jahren: Bereits in der Woche danach haben sie die Möglichkeit, auf die Beachparty in Schmölln zu gehen. Und am 31. Juli steigt im Burkauer Freibad eine ähnliche Veranstaltung.

Alle Informationen zur Veranstaltung und einen Link zum Kontaktformular gibt es auf der Facebook-Seite des Hangar 01.

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