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Bischofswerda: Wozu steht der Bauwagen im Wald?

Eltern vom Kinderhaus Sonnenschein haben das alte Gefährt besorgt und ausgebaut. Für Kinder und Erzieher wird dadurch vieles leichter.

Wenn das Kinderhaus Sonnenschein aus Bischofswerda jetzt Waldtage veranstaltet, können die Kinder auch diesen Bauwagen nutzen. Besorgt und umgebaut haben ihn Romi Schöne und andere Eltern sowie Mitglieder des Kita-Fördervereins.
Wenn das Kinderhaus Sonnenschein aus Bischofswerda jetzt Waldtage veranstaltet, können die Kinder auch diesen Bauwagen nutzen. Besorgt und umgebaut haben ihn Romi Schöne und andere Eltern sowie Mitglieder des Kita-Fördervereins. © SZ/Uwe Soeder

Bischofswerda. Romi Schöne wäre am liebsten selbst noch mal Kindergartenkind. Das hängt vor allem mit der Waldwoche des Kinderhauses Sonnenschein und dem Bauwagen zusammen, der seit vergangenem Mittwoch an der Waldbühne Bischofswerda steht. So etwas gab es in ihrer Kindheit nicht. „Der Bauwagen erleichtert vieles. Hier können jetzt Sachen wie Sitzkissen oder Wasserkanister bleiben und müssen nicht jedes Mal mittransportiert werden“, sagt die Mutter und Elternbeirätin der Kita, die auch Mitglied in deren Förderverein ist.

Bislang habe das Kinderhaus Sonnenschein je eine Waldwoche im Frühjahr und im Herbst für die Vier- bis Sechsjährigen durchgeführt, erklärt Romi Schöne. „Jetzt können sie auch spontan Waldtage machen.“ Bislang sind Erzieher und Kinder während der Waldwochen täglich mit mindestens zwei Bollerwagen losgezogen, um alles mitzunehmen. Einen sicheren Unterschlupf gab es vor Ort allerdings nicht.

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All das, was man eben so braucht, wenn man mit Kindern kreative Zeit im Wald verbringen möchte, kann jetzt im Bauwagen bleiben und muss nicht jedes Mal zwischen Kita und Wald hin und her transportiert werden.
All das, was man eben so braucht, wenn man mit Kindern kreative Zeit im Wald verbringen möchte, kann jetzt im Bauwagen bleiben und muss nicht jedes Mal zwischen Kita und Wald hin und her transportiert werden. © SZ/Uwe Soeder

Jetzt können viele Dinge wie Werkzeuge, Bastelmaterialien oder Arbeitshandschuhe im Bauwagen aufbewahrt werden. Zudem biete der Wagen Schutz und einen trockenen, sicheren Platz zum Umziehen oder auch mal, um eine Geschichte zu lesen, wenn es draußen ganz ungemütlich werden sollte. Ein Problem muss dafür aber noch gelöst werden, sagt Romi Schöne. „Wir brauchen noch einen Stellplatz für 2021, denn hier an der Waldbühne kann der Wagen ja nicht stehenbleiben, wenn nächstes Jahr die Karl-May-Spiele wieder stattfinden.“

Stellplatz für das nächste Jahr fehlt noch

Eltern und Erzieher hoffen darauf, von der Stadt einen neuen Stellplatz zu bekommen, möglichst in Kita-Nähe, sodass die Kinder an den Waldtagen die Strecke bis zum Bauwagen und zurück problemlos zu Fuß schaffen. Romi Schöne hat noch eine andere Idee. „Wer möchte, kann uns gern auch sein Grundstück zur Verfügung stellen.“ Bevor es so weit ist, wird der Bauwagen über den Winter auf einen Stellplatz gebracht. Der Vater eines Kita-Kindes macht das mit seinem Traktor. 

Über dieses Engagement der Eltern freut sich Andrea Eckert, Leiterin des Kinderhauses Sonnenschein, in dem nach Montessori-Pädagogik gearbeitet wird. „Es ist so toll, und in dem Bauwagen steckt so viel Mühe der Eltern drin.“ 2017 wurde der Förderverein gegründet, kurze Zeit später kam es zum Kauf des Bauwagens, erklärt Romi Schöne. „Das Geld dafür hatten wir durch den Verkauf von Kinderkleidung und Spielzeug auf Flohmärkten eingenommen und konnten den Wagen günstig erwerben.“

Verein bemüht sich um Fördergeld

Der Vater eines Kindes hat eine Zimmerei in Bischofswerda und das marode Dach des Bauwagens repariert. Decke und Wände im Inneren haben laut Romi Schöne die Mitglieder des Fördervereins mit Holz verkleidet. Auch neuer Fußboden wurde verlegt. Innen wurden Regale zum Beispiel für Bücher eingebaut. „Außen soll der Wagen noch gestaltet  und die Namen der Sponsoren an der Tür angebracht werden“, sagt Romi Schöne. Für die Gestaltung habe die Stadt Bischofswerda 500 Euro zur Verfügung gestellt.

Die Mitglieder des Fördervereins kümmern sich nicht nur um den Bauwagen. Sie organisieren gemeinsam mit dem Kinderhaus Feste wie den anstehenden Lampionumzug, sammeln Spenden oder versuchen Fördergelder zu bekommen. In diesem Jahr hat das gut funktioniert, erklärt Romi Schöne. „Über den Sächsischen Mitmach-Fonds haben wir Geld für große Outdoor-Bausteine bekommen, die in der Kita im Garten genutzt werden können.“ Auch in Matsch und Regen kann man damit spielen, ohne dass sie Schaden nehmen.

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