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Carl-Lohse-Galerie: Erste Schau nach fünf Monaten

In Bischofswerda startet das Ausstellungsjahr jetzt etwas verspätet mit Werken von Bernd Warnatzsch. Wer sie sehen will, sollte sich beeilen.

In der Carl-Lohse-Galerie in Bischofswerda stellt aktuell Bernd Warnatzsch aus. Der gelernte Kunsterzieher zeigt eine Auswahl seiner künstlerischen Tätigkeit aus den letzten Jahrzehnten.
In der Carl-Lohse-Galerie in Bischofswerda stellt aktuell Bernd Warnatzsch aus. Der gelernte Kunsterzieher zeigt eine Auswahl seiner künstlerischen Tätigkeit aus den letzten Jahrzehnten. © Steffen Unger

Bischofswerda. Fast ein halbes Jahr ist es her, als die Carl-Lohse-Galerie in Bischofswerda ihre Türen das letzte Mal geöffnet hatte. Mit Werken des örtlichen Künstlers Bernd Warnatzsch und einer neuen Dauerausstellung zu Carl Lohse beginnt beginnt jetzt das Ausstellungsjahr 2021 - verspätet, aber doch. Nach vorheriger Terminbuchung und mit einem maximal 24 Stunden alten negativen Corona-Test ist der Besuch zu den Öffnungszeiten der Galerie möglich.

Dort finden die Besucher im Raum für Wechselausstellungen zahlreiche Kunstwerke unter dem Titel "Drinnen und Draußen – Innen und Außen". "Ich habe aus allem, was ich noch nie gezeigt habe, das Beste herausgesucht", sagt Bernd Warnatzsch, von dem sämtliche Werke stammen, im Gespräch mit Sächsische.de. Denn die diesjährige Ausstellung ist nicht seine erste in der Carl-Lohse-Galerie. Beim letzten Mal im Jahr 2015 habe er sogar die gesamte Galerie nutzen können.

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Abschluss des Lohse-Jubiläumsjahres fiel aus

Jetzt ist im benachbarten Raum die Dauerausstellung mit Werken des Namensgebers der Galerie eingezogen. Sie trägt den Titel „Lohse. Restauriert“ und sollte bereits im November 2020 eröffnet werden - als krönender Abschluss des Jubiläumsjahres von Carl Lohse. Denn da jährten sich sein Geburtstag zum 125. und sein Todestag zum 55. Mal. Zu sehen sind Werke, die im vergangenen Jahr mit Hilfe von Förderung des Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien restauriert wurden.

Wie lange beide Ausstellungen besichtigt werden können, ist unklar. „Mit der angekündigten Änderung des Infektionsschutzgesetzes durch den Bund und der damit strenger als bisher in Sachsen ausgelegten Notbremse ist eine wiederholte Schließung der Galerie relativ zeitnah zu erwarten“, erklärt Madlen Raupach, die bei der Stadt Bischofswerda für die Carl-Lohse-Galerie zuständig ist. Sie empfiehlt: "Wer Interesse an den ausgestellten Werken hat, der sollte seinen Galerie-Besuch schnell planen."

Bei der Forstarbeit die Liebe zur Natur entdeckt

Trotz dieser Unsicherheit freut sich Warnatzsch in dieser schwierigen Zeit darüber, seine Arbeit der Öffentlichkeit zu präsentieren. Welche Kunstwerke einen Platz in seiner Ausstellung bekommen haben, hat der 80-Jährige allerdings nicht langfristig geplant.

"Ich bin kein Berufsmaler, der seine Bilder sortiert. Bei mir ist das spontan, und ich habe die Bilder auch nicht nach Jahrgängen, sondern nach ihrer Wirkung, geordnet", erzählt der gelernte Kunsterzieher. Voneinander getrennt sind Grafiken, Darstellungen in Schwarz-Weiß und bunte Werke.

Besonders oft sind Naturschauplätze und Menschen zu sehen. "Ich habe zeitweise im Wald als Forstarbeiter gearbeitet, daher kommt auch meine Liebe zur Natur. Und zur Natur gehört natürlich auch der Mensch", sagt er.

"Insgesamt sind sehr viele heimatliche Landschaften zu sehen", erzählt der gebürtige Bischofswerdaer. So haben unter anderem der Schmöllner Steinbruch und der Butterberg einen Platz bekommen. Aber auch den Tümpel am Rüdenberg oder eine verschneite Winteransicht des Drebnitzer Weges hat er gemalt.

Finissage statt Vernissage

Ausgestellt sind die Werke von Bernd Warnatzsch noch bis zum 30. Mai. Da die ursprünglich geplante Eröffnung Corona-bedingt ausfallen musste, hat sich Warnatzsch etwas für das Ende der Ausstellung überlegt. Denn dann soll es eine Art Finissage, also einen gebührenden Abschluss der Ausstellung, geben.

Anfang Juni wird dann eine Ausstellung über den vor zehn Jahren verstorbenen Maler Jens Hackel in diesen Raum der Carl-Lohse-Galerie einziehen. Diese wird von seinem langjährigen Wegbegleiter Falk Nützsche kuratiert.

Öffnungszeiten:
Dienstag und Donnerstag 12 bis 18 Uhr
Freitag 10 bis 15 Uhr
Sonntag 13 bis 17 Uhr

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