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Bischofswerda: Eine-Welt-Laden zieht um

Das Geschäft an der Dresdner Straße in Bischofswerda bleibt ab sofort geschlossen. Wann und wo es wieder öffnen wird.

Von Timotheus Eimert
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Georg Nickl steht hier noch im alten Domizil des Eine-Welt-Ladens in Bischofswerda. In ein paar Wochen wird er an einer neuen Adresse zu finden sein.
Georg Nickl steht hier noch im alten Domizil des Eine-Welt-Ladens in Bischofswerda. In ein paar Wochen wird er an einer neuen Adresse zu finden sein. © SZ/Uwe Soeder

Bischofswerda. Der Eine-Welt-Laden in Bischofswerda zieht um. Ab Februar wird das Geschäft, das ausschließlich fair gehandelte Produkte im Sortiment hat, auf der Kirchstraße 8 zu finden sein. Wie Vorstandsmitglied Sigrun Nützsche vom gleichnamigen Verein berichtet, ist der bisherige Verkaufsraum an der Dresdner Straße nicht mehr attraktiv genug. „Die Straße ist einfach zu wenig belebt. Wir hatten zwar gute Kooperationen mit dem Verein Chamäleon Kulttour und der Stadtbibliothek. Aber durch den Umzug erhoffen wir uns mehr Laufkundschaft“, erklärt sie.

Am 23. Dezember hatte der Laden zum letzten Mal an der Dresdner Straße geöffnet. Bis zum Jahreswechsel werde nun die Inventur gemacht. „Im Januar haben wir dann leider geschlossen, da wir noch verschiedene Sachen erledigen müssen“, sagt Sigrun Nützsche. Unter anderem müsse das alte Mobiliar aufgearbeitet werden. Das geschehe größtenteils in Eigenleistung. „Außerdem müssen wir die neuen Räume noch einrichten.“ Renoviert worden seien diese schon durch den Vermieter.

Verein sucht neue Mitglieder

„Wir erhoffen uns durch den Umzug aber nicht nur ein schöneres Geschäft und bessere Umsätze“, sagt Sigrun Nützsche. „Sondern wir würden uns freuen, wenn wir auch neue Mitglieder gewinnen können.“ Die Aufgabenfelder seien dabei sehr vielfältig. So könne man ehrenamtlich im Verkauf arbeiten, aber auch Vorträge und Lesungen vorbereiten und ausgestalten. Auch die Website sei zu betreuen.

Außerdem sucht der Verein neue Fördermitglieder, die ihn finanziell unterstützen können und wollen. „Wir haben uns wegen des Umzuges eine neue Kasse angeschafft, die bereits bezahlt ist. Aber dennoch gibt es noch genug Dinge, für die wir Geld dringend benötigen“, meint Nützsche.

Alle Vereinsmitglieder arbeiten ehrenamtlich

Mit dem Verkauf von Waren aus fairem Handel, der Unterstützung von Projekten in Entwicklungsländern und Info-Veranstaltungen in und um Bischofswerda will die Gruppe auf die ungerechte Welthandelssituation aufmerksam machen. Die 20 Mitglieder engagieren sich dabei alle im Ehrenamt. Mit der Arbeit möchte der Verein einen kleinen Beitrag zu einer gerechteren Verteilung in der Welt leisten.

„Ich habe Ethnologie in Leipzig studiert. Dort bin ich mit den unterschiedlichsten Kulturen in Berührung bekommen. Das war für mich der Ausgangspunkt, mich für faireren Handel und Lieferketten zu engagieren“, erklärt Sigrun Nützsche ihre Beweggründe für das Engagement im Eine-Welt-Laden.