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Bischofswerda: Erste Ergebnisse zum Waffenfund

Im Dezember hatten Polizisten in einer Wohnung 35 Waffen sichergestellt. Jetzt scheint klar zu sein, um was für Modelle es sich handelt.

Zahlreiche Waffen wurden kürzlich in einer Wohnung in Bischofswerda gefunden. Dabei handelte es sich um Softair- und Anscheinswaffen, ähnlich diesen, die Bundespolizisten im Juli 2020 bei einer Fahrzeugkontrolle in Bautzen entdeckt hatten.
Zahlreiche Waffen wurden kürzlich in einer Wohnung in Bischofswerda gefunden. Dabei handelte es sich um Softair- und Anscheinswaffen, ähnlich diesen, die Bundespolizisten im Juli 2020 bei einer Fahrzeugkontrolle in Bautzen entdeckt hatten. © Archivfoto: Bundespolizei Ebersbach

Bischofswerda. Die Polizeidirektion Görlitz hat jetzt Ermittlungsergebnisse zum Waffenfund in Bischofswerda vom Dezember 2020 mitgeteilt. „Die erste Inaugenscheinnahme führte zu der Annahme, dass es sich ausnahmslos um Softair- und Anscheinswaffen handelt, die detailgetreue Nachbildungen der Originalwaffen sind“, erklärte Sprecherin Anja Leuschner auf Anfrage von Sächsische.de.

Die insgesamt 35 Waffen, die im Dezember in der Wohnung eines 29-jährigen Deutschen in der Kamenzer Straße gefunden wurden, würden allerdings begutachtet, ergänzt Anja Leuschner. Ob es sich bei den Modellen um erlaubnisfreie Waffen handele, müsse noch ermittelt werden. Dabei „werden alle be- und entlastenden Beweise erhoben.“

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29-Jähriger hatte Waffen im Internet gezeigt

Die Ermittler des Dezernats Staatschutz seien bei Recherchen im Internet auf den Tatverdächtigen gestoßen. Dort habe der Mann einen Teil seiner Waffensammlung dargestellt, teilt Anja Leuschner mit. „Die daraufhin initiierten Ermittlungen mündeten in einem Durchsuchungsbeschluss zur Feststellung und Begutachtung der abgebildeten Gegenstände.“

Bei dem Einsatz im Dezember in der Schiebocker Wohnung wurden Ermittler des Kommissariats für Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Görlitz von Kräften des Landeskriminalamtes unterstützt.

Tatverdächtiger vorher nicht polizeilich auffällig

Woher der 29-Jährige die Waffen habe und wozu er sie bislang benutzt habe oder benutzen wollte, könne die Polizeisprecherin „aufgrund der noch immer laufenden Ermittlungen und ausstehenden Ergebnisse der Gutachten“ noch nicht sagen. Klar sei aber, dass der Tatverdächtige „vor diesem Ermittlungsverfahren nicht polizeilich auffällig“ geworden war. (SZ/dab)

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