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Bischofswerda hat ein neues Café

Ein Jahr lang wurde die kleine Kunstgalerie in der Kirchgasse 1 in Bischofswerda saniert und umgestaltet. Jetzt gibt's dort neben Ausstellungen noch mehr.

Margret Friese (l.) hat in der Kirchgasse 1 in Bischofswerda eine Kunstgalerie eingerichtet. Künftig wird sie dort mit ihrer Schwiegertocher Jennifer Friese auch ein kleines Café betreiben.
Margret Friese (l.) hat in der Kirchgasse 1 in Bischofswerda eine Kunstgalerie eingerichtet. Künftig wird sie dort mit ihrer Schwiegertocher Jennifer Friese auch ein kleines Café betreiben. © Steffen Unger

Bischofswerda. Seit knapp einer Woche gibt es in Bischofswerda ein neues kleines Café. Vergangenen Sonntag wurde es in der Kirchgasse 1 eröffnet. Doch so neu ist es eigentlich gar nicht, wie Inhaberin Margret Friese erklärt. „Seit sechs Jahren ist hier die Friesengalerie untergebracht. Und es werden auch weiterhin noch wechselnde Ausstellungen präsentiert. Doch zusätzlich wird es auch ein kleines kulinarisches Angebot geben.“

Denn Kunst braucht Genuss, meint die Inhaberin. Deswegen habe sie gemeinsam mit ihrer Familie schon länger mit dem Gedanken gespielt, das unter Denkmalschutz stehende Gebäude zu renovieren und ein Café zu eröffnen. „Das Gebäude gehört meinem Sohn Markus und seiner Frau Jennifer. Deswegen war es für uns ein Familienprojekt“, erzählt sie.

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Da die Stadt Bischofswerda großes Interesse daran hat, dass sich Geschäfte und Unternehmen in der Innenstadt neu ansiedeln oder bleiben, fördert sie Vorhaben wie das von Margret Friese durch ein spezielles Förderprogramm. Damit soll das Stadtbild aufgewertet werden.

Maximal 5.000 Euro gibt die Stadt dazu. Diese Summe hat auch die 66-Jährige nach einem Förderantrag im vergangenen Jahr erhalten. „Im Mai 2020 haben wir dann die Zuwendungsbescheide bekommen“, erzählt sie. „Wir wollten dann auch sofort beginnen." Denn sie wollten mit den baulichen Veränderungen im Mai dieses Jahres fertig sein.

Ein altes Bett wird zur gemütlichen Sitzecke

Firmen aus der Region wurden mit den Rohbaumaßnahmen beauftragt. Es wurden auch eine neue Heizung eingebaut und die Elektrik zu großen Teilen erneuert. „Dafür wurde der komplette Putz ab- und wieder neu aufgetragen“, berichtet Friese. Auch die Decken wurden abgehangen. „Die Räume wirken jetzt kleiner, aber dafür wesentlich gemütlicher.“ Insgesamt 10.000 Euro hätten Umbau und Renovierung gekostet.

Aber auch nach den Bauarbeiten habe man noch viel Geld für die Inneneinrichtung und -gestaltung des Cafés ausgeben müssen. So wurden in der Galerie mehrere Sitzgelegenheiten geschaffen und eine Spielecke für Kinder eingerichtet. „Ich habe dafür auch ein altes Puppenhaus restauriert“, erzählt Margret Friese.

Auch der Rest der Familie habe mitgeholfen. „Mein Mann hat zum Beispiel ein altes Bett in eine gemütliche Sitzecke verwandelt. Mein Sohn Markus hat den Putz mit von den Wänden gekratzt, und meine Schwiegertochter wird künftig in ihrer Freizeit das Café hinter der Theke schmeißen. Sie ist eine sehr leidenschaftliche Bäckerin.“

Kulinarische Themenabende und kleine Konzerte

Auch die Inhaberin selbst wird künftig in der Backstube stehen. „Ich bin für den klassischen Blechkuchen zuständig, also für Omas Pflaumen- oder Apfelstreuselkuchen. Meine Schwiegertochter ist da wesentlich kreativer, backt sehr moderne Sachen und probiert sich immer wieder aus.“ Neben dem kleinen Kaffee-Angebot, das zunächst nur am Wochenende von 14 bis 18 Uhr angeboten wird, sollen die Räume auch anderweitig genutzt werden.

„Ich möchte zum Beispiel Mal- oder Töpferkurse anbieten“, sagt die Königswarthaer Künstlerin. „Es soll ein gemütlicher Treff für Leute jeden Alters sein.“ Einmal im Monat soll auch eine kulturelle Veranstaltung stattfinden. „Ich habe da sehr viele Ideen. Mir schweben da kleine Konzerte vor, vielleicht in Verbindung mit einem kulinarischen passenden Angebot“, sagt Friese.

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Dabei nennt sie als Beispiel einen französischen Abend. „Es könnte französische Musik gespielt und dabei Spezialitäten aus der Provence und der Bretagne verkauft werden“, sagt sie. Auch Vorträge zu Reisen oder Buchlesungen könne sie sich in den umgestalteten Räumen vorstellen. „Wir wollen auch mit Vereinen aus Bischofswerda zusammenarbeiten und gemeinsam Ideen entwickeln.“ Es solle eben ein Kreativcafé sein.

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