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Mehr Platz und Sicherheit für die Feuerwehr

Seit 14 Jahren soll Großdrebnitz ein neues Gerätehaus bekommen. Das entsteht nun an einer Stelle, wo vor Kurzem noch etwas ganz anderes war.

Ortswehrleiter Gerolf Marschner (r.) und sein Stellvertreter Thomas Aust schauen sich die Baupläne des neuen Feuerwehrgerätehauses im Bischofswerdaer Ortsteil Großdrebnitz an. Die Arbeiten haben kürzlich begonnen.
Ortswehrleiter Gerolf Marschner (r.) und sein Stellvertreter Thomas Aust schauen sich die Baupläne des neuen Feuerwehrgerätehauses im Bischofswerdaer Ortsteil Großdrebnitz an. Die Arbeiten haben kürzlich begonnen. © Steffen Unger

Bischofswerda. "Wenn das hier fertig wird, sind wir für viele Jahre wieder auf dem neusten Stand, der auch den rechtlichen Grundlagen entspricht", freut sich der Großdrebnitzer Ortswehrleiter Gerolf Marschner, als er Sächsische.de bei einer kleinen Baustellenführung die Pläne präsentiert. Am Lärchenweg, wo vor zwei Jahren noch ein Wohnblock stand, wird bis 2022 ein neues Feuerwehrgerätehaus entstehen.

Dafür wurde es laut Marschner auch Zeit, denn das alte Gebäude an der Großdrebnitzer Straße sei längst nicht mehr zeitgemäß. "2007 gab es die erste Aussage vom damaligen Bürgermeister, dass in Großdrebnitzer Gerätehaus nichts mehr saniert, sondern neu gebaut wird", erzählt der Ortswehrleiter, der die Entwicklungen seitdem hautnah mitverfolgt hat.

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"Das Haus braucht ein neues Dach, und selbst das würde nicht reichen", fügt der stellvertretende Ortswehrleiter und Brandmeister Thomas Aust über den heutigen Zustand des Gebäudes an. Deshalb seien beide froh, dass die Bauarbeiten für das neue Haus im März dieses Jahres beginnen und die Finanzierung gesichert werden konnten.

Gefahrenquelle wird beseitigt

"Momentan haben wir keine Duschen, was natürlich auch Norm und Vorschrift wäre", sagt Aust. Das sei aber dem Alter des Gebäudes geschuldet, denn dieses wurde in den 1920er-Jahren errichtet. Im Jahr 1937 entstand dann die Feuerwehr Großdrebnitz unter der Bezeichnung "freiwillige Feuerlöschpolizei" und zog ein.

Bis heute hat sich hier Vieles verändert. Während vor Beginn des Zweiten Weltkriegs ein erstes motorisiertes Fahrzeug angeschafft wurde, das nach Ende des Krieges abhandenkam und nie wieder auftauchte, sind heute zwei Fahrzeuge und ein Anhänger im Einsatz. Da wird es im und am alten Gebäude manchmal ein wenig eng.

"Bis zur Straße ist vor dem Gerätehaus nicht mal eine Fahrzeuglänge Platz, und wir müssen rausfahren, um den Schlauchanhänger anzuhängen", erzählt Marschner. Das sei eine große Gefahrenquelle, die nun beseitigt werde. Auch bekommen die zwei Kameradinnen eine eigene Umkleide, während sie sich aktuell noch gemeinsam mit den anderen in der Fahrzeughalle umziehen müssen.

So soll das neue Gerätehaus in Großdrebnitz laut Entwurf aussehen.
So soll das neue Gerätehaus in Großdrebnitz laut Entwurf aussehen. © Entwurf: bauplanconcept Neukirch

Neben den beiden Frauen gibt es 15 männliche Kameraden und sechs Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Diese Zahlen sind unter anderem dafür ausschlaggebend, wie groß ein neues Gebäude werden kann. "Die Förderung für das Gerätehaus hängt von der Anzahl der Fahrzeuge und vom Personal ab. Wobei man da immer ein bisschen in die Glaskugel schauen muss, wie viele Kameraden es in einigen Jahren sein werden", sagt Aust.

Doch sei man guter Dinge, dass diese Zahl mit dem neuen Gerätehaus nach oben geht. "Bei so einem alten Gebäude holt man niemanden mehr hinterm Ofen hervor, mit einem neuen hoffen wir, auch ein paar neue Mitglieder anzulocken", erzählt er. Denn ab 2022 kann die Ortsfeuerwehr Großdrebnitz ein neues und barrierefreies Gebäude unter anderem mit Fahrzeughalle, Werkstatt, Lagerräumen, Schulungsräumen, Büro und Küche vorweisen.

Rolltore schließen selbständig

"An der Grundfläche wird sich gar nicht viel ändern, aber die Raumaufteilung ist besser", sagt Marschner. Denn Schwellen und Stufen, wie es sie im alten Gebäude zuhauf gibt, gehören bald der Vergangenheit an. Etwas freut Marschner besonders. "Im neuen Gerätehaus hängt der Anhänger gleich am Fahrzeug dran", sagt er. "Hier braucht auch niemand mehr ein Tor zumachen, denn die Rolltore fahren nach einer gewissen Zeit automatisch wieder runter", fügt er an.

Dass man sich das neue Gebäude in ferner Zukunft mit einer weiteren Feuerwehr teilen könnte, wäre für Marschner und Aust kein Problem. "Wir sind nicht prinzipiell gegen eine Zusammenlegung mit anderen Wehren, aber wir werden daran gemessen, wie schnell wir sind. Das müsste dann das so gestaltet werden, dass sowohl wir als auch die Weickersdorfer so schnell zum Gerätehaus kommen, dass wir in fünf Minuten ausrücken", betont Marschner.

Aktuell gebe es einen schmalen Verbindungsweg zwischen den Ortschaften, der dafür ausgebaut werden müsste. Dass es irgendwann zu einer Zusammenlegung der Standorte kommen wird, dessen ist sich Aust jedenfalls sicher. "Irgendwann in der Zukunft werden sich die Feuerwehren sicher zusammenschließen, das ist gar nicht zu verhindern", betont er.

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