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Wer wird Bürgermeister in Steinigtwolmsdorf?

Im ersten Wahlgang gab es keine Entscheidung. Die fällt nun am 11. Oktober. Einer der drei Kandidaten tritt dann nicht mehr an.

Treten zur Bürgermeisterwahl in Steinigtwolmsdorf an: David Wolf und Kathrin Gessel
Treten zur Bürgermeisterwahl in Steinigtwolmsdorf an: David Wolf und Kathrin Gessel © SZ/Uwe Soeder

Steinigtwolmsdorf. Nach dem ersten Wahlgang vor gut einer Woche hat Steinigtwolmsdorf noch kein neues Gemeindeoberhaupt. Denn keiner der drei Kandidaten erhielt am 20. September die absolute Mehrheit. Deswegen sind die Einwohner aufgefordert, am 11. Oktober noch einmal wählen zu gehen. Im zweiten Wahlgang fällt dann definitiv eine Entscheidung, denn dann reicht die einfache Mehrheit, um das Bürgermeisteramt zu übernehmen.

Zudem wollen dann nur noch zwei Bewerber um die Gunst der Wähler streiten. Kathrin Gessel für CDU und Bürgerbündnis sowie David Wolf vom Verein Dorfkultur kündigten an, auch zum zweiten Wahlgang anzutreten. AfD-Kandidat Alexander Zapke teilte am vergangenen Donnerstag mit, dass er sich nicht erneut zur Wahl stellt.

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Auch in der letzten Woche sind Babys auf die Welt gekommen, die im Landkreis Bischofswerda zu Hause sind.

Im ersten Wahlgang hatten 1.747 von 2.346 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 74,5 Prozent.

Kathrin Gessel: Baufällige Gebäude sichern

Kathrin Gessel erhielt 756 Stimmen und lag damit knapp vorn. „Ich freue mich vor allem über die hohe Wahlbeteiligung und das Interesse an der Bürgermeisterwahl. Das ist ein großer Vertrauensvorschuss“, sagt sie. Sie möchte in den kommenden Tagen mit den Bürgern ins Gespräch kommen, um sie davon zu überzeugen, „dass es in der Gemeinde wieder losgeht“, wie sie es ausdrückt.

Für den zweiten Wahlgang rechnet sie sich gute Chancen aus. „Als Bürgermeister muss man mit der Gemeindeverwaltung zusammenarbeiten. Der Gemeinderat und die Ortschaftsräte stehen zu großen Teilen schon hinter mir“, sagt die 55-jährige Weifaerin. Sie wolle sich als Bürgermeisterin unter anderem dafür einsetzen, dass eine Zusammenarbeit zwischen Gemeindeverwaltung und Bürgern auf Augenhöhe stattfindet.

Darüber hinaus möchte sie Projekte, die schon länger vorbereitet sind, umsetzen und dafür Fördermittel beantragen. So stünden beispielsweise der Sportplatzbau und die Sicherung baufälliger Gebäude in Ringenhain und Weifa, aber auch Themen wie Straßenbau, Schule und Feuerwehr auf dem Plan. „Ich möchte die Dinge nach Wichtigkeit angehen und dazu die Bürger zum Gespräch einladen, sodass sie ihre Wünsche formulieren können“, sagt Kathrin Gessel, „ich bin bereit.“

David Wolf: Erhalt der Schule ist wichtig

David Wolf, der für den Verein Dorfkultur kandidiert, erhielt im ersten Wahlgang 731 Stimmen. Damit lag er nur 25 Stimmen hinter Kathrin Gessel. „Ich bin sehr zufrieden, als parteiloser und junger Kandidat aus dem Stand dieses Ergebnis erreicht zu haben“, sagte er nach der Wahl. Auch er sieht dem zweiten Wahlgang optimistisch entgegen. Er sei in der Gemeinde schon in vielen Vereinen engagiert, habe sich bei Dorffesten und dem Spielplatzausbau in Weifa eingebracht und damit die Gemeinde aktiv mitgestaltet.

David Wolf möchte die Gemeinde für Jung und Alt attraktiv gestalten. So wolle er sich sowohl für die Sicherung von Wegen zu Schule und Hort als auch für altersgerechtes Wohnen einsetzen. Außerdem steht der Erhalt der Schule und eine bessere Auslastung des Kindergartens durch Kinder aus der Gemeinde auf seiner Agenda. Auch er möchte darüber hinaus Nähe zwischen Gemeindeverwaltung und Bürgern zu schaffen.

Seinen Vorteil sieht er darin, dass er parteilos und unabhängig ist. Wichtig sei ihm, dass nach der Wahl alle für die Gemeinde zusammenarbeiten. „Nur gemeinsam können wir die Gemeinde liebenswerter und lebenswerter machen“, sagt der 32-Jährige aus Weifa.

Amtsverweser leitet derzeit die Gemeinde

Der zuletzt amtierende Bürgermeister Lutz Förster (Bürgerbewegung) hatte nach einem Schlaganfall zum 29. Februar seinen Rücktritt eingereicht. Er war nur ein halbes Jahr im Amt. Seitdem leitet Guntram Steglich als Amtsverweser die Gemeinde. Er war 14 Jahre lang Bürgermeister in Steinigtwolmsdorf, zur Wahl im vorigen Jahr aber nicht mehr angetreten.  

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