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Catering-Firma zieht nach Burkau

Robert Grützner will mit seinen Marken „Smoked Barbecue“ und „Von Welt“ Bischofswerda verlassen. Im neuen Objekt ist noch viel zu tun - und Platz für Neues.

Catering-Unternehmer Robert Grützner hat in Burkau das Objekt gefunden, das zu seinen Plänen passt.
Catering-Unternehmer Robert Grützner hat in Burkau das Objekt gefunden, das zu seinen Plänen passt. © Steffen Unger

Bischofswerda/Burkau. Hier hat Robert Grützner den Platz, den er benötigt: Von Bischofswerda will er nach Burkau ziehen – auf das Areal der ehemaligen Bäuerlichen Handelsgenossenschaft an der Straße der Jugend. So plant es der Unternehmer und Geschäftsführer der beiden Cateringmarken „Von Welt“ und „Smoked Barbecue“ zumindest. „In Bischofswerda stoßen wir an Grenzen“, sagt Robert Grützner.

Auf dem Max-Aicher-Gelände am Drebnitzer Weg sei sein Unternehmen auf drei Gebäude verteilt. Zur Firmengründung vor einigen Jahren sei das okay gewesen. „Logistisch ist das aber nicht optimal, und der Platz reicht einfach nicht mehr“, sagt der Unternehmer.

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Einzug für 2022 geplant

Nun soll Burkau zum Innovationsort für Food Events, also verschiedene kulinarische Veranstaltungen oder Workshops etwa zum Smoked Barbecue, werden. Das Objekt könnten Firmen oder Privatleute in Zukunft auch für Feiern mieten.

Doch bis es so weit ist, hat Robert Grützner noch viel zu tun. 2022 würde er gern einziehen und am neuen Standort für Cateringtermine produzieren. Ob dann schon Veranstaltungen in Burkau stattfinden können, lasse sich jetzt noch nicht sagen. 2023 soll das Areal dann aber für Vermietungen zur Verfügung stehen. Jetzt liege erstmal der Kaufvertrag beim Notar.

Wenn das abgeschlossen sei, komme die kreative Phase mit dem Umbau. „Wir haben verschiedene Szenarien entworfen und müssen sehen, was finanzierbar und baulich umzusetzen ist.“ Früher sei das dreistöckige Gebäude mit geringen Deckenhöhen ausschließlich als Lager genutzt worden.

Burkau suchte gewerblichen Käufer

Die Gemeinde Burkau hatte bereits seit einiger Zeit versucht, das Areal der ehemaligen Handelsgenossenschaft zu verkaufen, weil sie es nicht benötigt, wie Bürgermeister Sebastian Hein (CDU) in der jüngsten Gemeinderatssitzung sagte. Anfang 2020 betonte er, dass die Immobilie ausschließlich gewerblich genutzt werden könne und über einen Makler angeboten werde, um einen Käufer für das rund 3.400 große Areal zu finden. Das ist nun gelungen.

Zuvor hatte es laut Sebastian Hein Besichtigungen durch fünf Interessenten gegeben, die allesamt ohne wirkliches Kaufinteresse blieben. Robert Grützner denkt, dass die schwierige Suche weniger am Kaufpreis von 65.000 Euro, sondern am großen Sanierungsbedarf und den damit verbundenen Kosten lag. Für ihn passt der Standort aber nicht nur wegen seiner Größe, sondern auch weil die Nähe zu seinem Stammpublikum und den regionalen Lieferanten erhalten bleibe.

Der Gemeinderat beschloss den Verkauf an Grützners Unternehmen einstimmig. Damit hat sich Robert Grützner gegen den einzigen Mitbewerber, die Burkauer Agrar GmbH, durchgesetzt. „Ich sehe den einstimmigen Beschluss als positives Zeichen“, sagt er.

Mit Catering in Sachsen und Südbrandenburg unterwegs

Im November waren seine Pläne via Präsentation und Videobotschaft im Gemeinderat vorgestellt worden. „Bürgermeister und Makler waren von Beginn an sehr kooperativ“, sagt der Unternehmer. Dass es für die Gemeinde eine Rückkaufoption bis 2025 zu denselben Konditionen geben soll, störe ihn nicht. Die soll greifen, wenn die Ziele des Unternehmens nicht umgesetzt werden. „Ich will hier kein Spekulationsobjekt, sondern ein Aushängeschild errichten“, erklärt Robert Grützner.

In diesem Jahr haben er und sein Team aber nicht nur die Pläne für Burkau im Kopf, sondern müssen sich auch um die gebuchten Catering-Termine und weitere Veranstaltungen kümmern. Die Auftragsbücher seien voll und die Wochenenden von Mai bis September ausgebucht mit Hochzeiten, anderen privaten oder Firmenfeiern. „Jetzt geht es darum, die Donnerstage und Freitage zu füllen“, fügt Robert Grützner hinzu. Außerdem kämen jetzt die Anfragen für Hochzeiten im kommenden Jahr.

Mittlerweile sind seine Catering-Teams von „Smoked Barbecue“ und „Von Welt“ in ganz Sachsen und Südbrandenburg unterwegs. Angefangen hat alles vor einigen Jahren, als er mit seinem Bruder ein Catering als Nebengewerbe und Hobby gründete. Zuvor hatte Robert Grützner ein duales Studium im Einzelhandel abgeschlossen und danach noch einen Master in Entrepreneurship gemacht, bei dem es viel um Unternehmensentwicklung ging. „Wir mussten uns entscheiden, ob wir es ganz oder gar nicht machen.“

Texanisches Barbecue und weltgewandte Küche

„Smoked Barbecue“ sei mittlerweile etabliert und erfahre gerade einen enormen Aufschwung, sagt Robert Grützner, der nach dem Abitur Bischofswerda verlassen hatte, dann in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfallen, Irland und Texas gelebt hat.

Dort hat er auch seine Leidenschaft fürs Barbecue mit Fleisch vom Rind, Schweinerippen oder Putenbrust entdeckt. „Bei der texanischen Variante geht es darum, das Fleisch nur indirekter Hitze und dem Rauch des Holzfeuers in Smokern auszusetzen.“ So sei ein Stück Texas nach Bischofswerda gekommen.

Allmählich spreche sich auch das Catering „Von Welt“ herum, mit dem Robert Grützner und sein Koch Martin Schade etablierte Konzepte infrage stellen und mehr aus der Perspektive der jeweiligen Zielgruppe arbeiten wollen. „Die kulinarische Ausrichtung soll modern, innovativ und weltgewandt sein. Es gibt keine vorgefertigten Speisen, sondern es wird live gekocht“, erklärt Robert Grützner. Und bald soll das alles von Burkau aus passieren.

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