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BFV 08 fürchtet längere Corona-Pause

Weil sich ein Fußballspieler mit SARS-Cov-2 infiziert hat, gibt es weder Training noch Spiele. Das hat auch wirtschaftliche Folgen.

Im letzten Heimspiel auf der Bautzener Müllerwiese am 23. September jubelten die Bischofswerdaer über den Führungstreffer zum 1:0. Wann das nächste Punktspiel stattfindet, hängt vor allem von den Ergebnissen der Corona-Tests ab.
Im letzten Heimspiel auf der Bautzener Müllerwiese am 23. September jubelten die Bischofswerdaer über den Führungstreffer zum 1:0. Wann das nächste Punktspiel stattfindet, hängt vor allem von den Ergebnissen der Corona-Tests ab. © Rocci Klein

Bischofswerda. Kein Mannschaftstraining. Kein Punktspiel. Und wenig Klarheit, wie es weitergeht. Beim Bischofswerdaer FV 08 herrscht eine „angespannte Stimmung“. So beschreibt es Präsident Jürgen Neumann. 

Weil ein Spieler der Regionalligamannschaft positiv auf SARS-Cov-2 getestet wurde, ist das Heimspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena am vergangenen Sonntag abgesagt worden. Auch das Spiel im sächsischen Landespokal am kommenden Sonntag beim Radefelder SV kann deswegen nicht stattfinden.

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Laut Jürgen Neumann befinden sich aktuell sieben Spieler und zwei Mitglieder des Funktionsteams in Quarantäne. „Mannschaftstraining findet nicht statt. Die Spieler trainieren individuell zu Hause“, sagt der Präsident.

Alle Tests sind negativ

Erst wenn die nächsten Corona-Tests negativ seien, könne man zum regulären Training zurückkehren. Die zuständigen Gesundheitsämter hatten die Spieler in Quarantäne geschickt, die sich etwa im Mannschaftsbus in unmittelbarer Nähe zu dem infizierten Spieler aufgehalten hatten, erklärt Jürgen Neumann. „Bislang sind deren Tests alle negativ.“

Das kommende Ligaspiel beim SV Luckenwalde soll am 17. Oktober stattfinden. Cheftrainer Erik Schmidt sieht diesen Termin nicht als gesetzt und fürchtet eine Wettbewerbsverzerrung. Sein Präsident ist da ganz der gleichen Meinung. „Für uns ist es ein wichtiges Spiel gegen eine Mannschaft, die ähnlich wie wir als reines Amateurteam spielt. Ohne Training ist eine richtige Vorbereitung darauf nicht möglich“, sagt Jürgen Neumann.

Mit sieben Punkten ist der BFV derzeit das 18. von 20 Teams in der viertklassigen Regionalliga Nordost. Bei einem Auswärtssieg am kommenden Spieltag würde man nach Punkten mit Luckenwalde gleichziehen.

5.000 Euro verlorene Einnahmen

Es geht aber nicht nur ums Sportliche. Das ausgefallene Heimspiel gegen Jena bedeute auch verlorene Einnahmen, erklärt Jürgen Neumann. „Ich rechne mit einem Verlust von etwa 5.000 Euro.“ Das Spiel am sonnigen und warmen 4. Oktober wäre gemessen an der derzeit erlaubten Zuschauerzahl ausverkauft gewesen, argumentiert der Präsident.

Einen Nachholtermin gibt es noch nicht. „Aber der wird wahrscheinlich irgendwann an einem Abend im November oder Dezember unter der Woche sein. Mit großen Einnahmen ist da nicht zu rechen.“

In dieser Saison lasse der Spielplan keine Ausfälle zu, meint Jürgen Neumann. Die Hinrunde endet am vierten Advent, dem 20. Dezember. Am 24. Januar 2021 startet die Rückrunde. „Wenn sich Spielausfälle häufen, weil weitere Teams Corona-Fälle haben sollten, bekommen wir Probleme“, sagt der BFV-Präsident. 

Spielabsagen bei zu vielen Neuinfektionen

Heimspiele des BFV könnten auch ausfallen, wenn der 7-Tages-Wert der Neuinfektionen steigt. Am Donnerstag lag diese Zahl im Landkreis Bautzen bei 63. Damit sind Sportveranstaltungen der darauffolgenden sieben Tage ohne weitere behördliche Entscheidung untersagt.

Holger Fuchs scheint beim Thema Spielausfälle wegen Corona noch relativ entspannt zu sein. Der Geschäftsführer des Nordostdeutschen Fußballverbandes ist für die Regionalliga Nordost zuständig. „Sofern es sich um Einzelfälle handelt, wird das machbar sein.

Ihn stören die unterschiedlichen Maßnahmen der beteiligten Gesundheitsämter. In der Regionalliga spielen Vereine aus unterschiedlichen Regionen Sachsens, Thüringens oder Brandenburgs. „Es wäre schön, wenn es da einheitliche Lösungen geben würde.“

Auch wenn BFV-Präsident Jürgen Neumann noch nicht genau weiß, wie es weitergeht, hofft er, dass nicht „zu einer ähnlichen Situation kommt, wie vergangene Saison“. Da wurde die Spielzeit im Frühjahr coronabedingt abgebrochen.

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