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Demitz-Thumitz schafft mehr Kita-Plätze

In der Kita Brückenmännchen sollen künftig 30 Kinder mehr betreut werden. Wann die Erweiterung beginnen und wie es während der Bauarbeiten laufen soll.

Von Timotheus Eimert
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Die Kindertagesstätte Brückenmännchen in Demitz-Thumitz soll erweitert werden. Darüber freut sich auch Bürgermeister Jens Glowienka.
Die Kindertagesstätte Brückenmännchen in Demitz-Thumitz soll erweitert werden. Darüber freut sich auch Bürgermeister Jens Glowienka. © Steffen Unger

Demitz-Thumitz. Die Kindertagesstätte Brückenmännchen in Demitz-Thumitz soll erweitert werden. Insgesamt sollen 30 zusätzliche Kita-Plätze entstehen. Dafür ist auf dem Kita-Gelände an der Bahnhofstraße ein Anbau geplant. Wie Bürgermeister Jens Glowienka (CDU) mitteilt, sind derzeit zwei Optionen im Gespräch. „Eine ist die Aufstockung des bisherigen Gebäudes. Bevorzugt wird aber eine Erweiterung des Gebäudes ebenerdig, da auch vier Inklusionsplätze geschaffen werden sollen“, führt er aus. „Welche Option umgesetzt wird, dass müssen wir jetzt in der Planungsphase entscheiden.“

3,17 Millionen Euro soll die Erweiterung nach aktuellem Stand kosten. Das Vorhaben werde zu 90 Prozent durch das Strukturstärkungsgesetz des Bundes, der jetzt seine Zusage gegeben habe, gefördert. Zehn Prozent müsse die Gemeinde selbst beisteuern. Das sind nach jetzigem Planungsstand 317.000 Euro. „Wir hoffen, dass die Baukosten stabil bleiben, auch wenn sie in den letzten Monaten gestiegen sind“, erklärt Jens Glowienka. Bis Juni müsse der endgültige Projektantrag bei der Sächsischen Aufbaubank, die für die Auszahlung der Fördergelder zuständig ist, eingereicht werden.

Bisher werden viele Kinder in anderen Gemeinden betreut

Der Bedarf an weiteren Kita-Plätzen sei da, meint der Bürgermeister. Derzeit würden viele Kinder auch in anderen Gemeinden betreut. Das habe mehrere Gründe. „Zum einen gibt es bei den Kindertagesstätten in unserer Gemeinde eine lange Warteliste. Zum anderen ziehen viele Familien aus anderen Gemeinden zu uns“, sagt Glowienka.

Kinder im Alter bis sechs Jahre würden vor dem Schuleingang aber meist weiterhin ihre ursprüngliche Kita besuchen. Das belaste auch den Gemeindehaushalt. „Denn wir müssen an andere Gemeinden oder Städte dafür zahlen, dass dort die Kinder untergebracht werden“, erklärt der Bürgermeister. „In den letzten Jahren gab es besonders bei den Krippenkindern bis drei Jahre eine deutliche Steigerung, deswegen ist eine Erweiterung der Kita dringend notwendig.“

Der Bedarf an Kita-Plätzen werde auch in den nächsten Jahren noch steigen, da immer mehr Familien aufs Land ziehen. „Demitz-Thumitz liegt verkehrsgünstig. Ich bin in fünf Minuten in Bischofswerda, in 15 Minuten in Bautzen und in 30 bis 45 Minuten in Dresden“, erläutert Glowienka die Vorteile seiner Gemeinde. „Familien leben hier im Grünen und dennoch relativ zentral. Das ist unser großer Pluspunkt.“

Bauarbeiten sollen 2023 starten

Mit den 30 neuen Kita-Plätzen hofft die Gemeinde, den Bedarf der nächsten 20 Jahre zu decken. Bevor aber tatsächlich gebaut werden kann, muss die Planung vorangetrieben werden. „Das geschieht derzeit in enger Absprache mit dem Träger der Kita“, berichtet Jens Glowienka. Das ist der Bautzener Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo). In der Gemeinde betreibt der Sozialverband außerdem noch die Rothnaußlitzer Kita Zwergenpark, und er beschäftigt zwei Tagesmütter.

Die Beauftragung der Planungsleistung erfolgt dann durch den Gemeinderat, ebenso die Vergabe der Bauleistungen. Der Bürgermeister hofft, dass im ersten Quartal 2023 die Bauarbeiten beginnen können.

Zu beachten sei dabei auch, dass die Kinder während der Bauphase nicht in der Kita untergebracht werden können. „Wir haben auf dem Grundstück sehr viel Platz und planen deshalb, die Kinder in Containern unterzubringen.“ Ende 2024 oder Anfang 2025, so hofft der Bürgermeister, soll der Kindergarten dann die neuen Räume beziehen können.