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Hier will Burkau dieses Jahr investieren

Für die Gemeinde stehen der Abriss der Mittelschule und der Hort-Neubau im Vordergrund. Doch es gibt noch viele weitere Maßnahmen.

Burkaus Bürgermeister Sebastian Hein steht vor der ehemaligen Mittelschule. Hier soll ein neues Hortgebäude entstehen.
Burkaus Bürgermeister Sebastian Hein steht vor der ehemaligen Mittelschule. Hier soll ein neues Hortgebäude entstehen. © SZ/Uwe Soeder

Burkau. Dieses Projekt wird die Gemeinde Burkau noch eine Weile beschäftigen. Der Abriss der einstigen Mittelschule wird zwar demnächst beendet sein, aber dafür soll hier ein neues Hortgebäude entstehen. Bürgermeister Sebastian Hein (CDU) erklärte in der jüngsten Gemeinderatssitzung, dass Burkau dafür nicht nur in diesem, sondern auch in den Folgejahren Geld im Haushalt einplanen muss.

Noch sei die Firma Frauenrath aus Bretnig auf dem Schulgelände beschäftigt, sagte Sebastian Hein. „Erstmal muss der Abriss erledigt werden. Bis Juli muss die Planung für den Neubau mit einer Kostenberechnung stehen. Das ist die Grundlage für den Fördermittelantrag.“ Dieser soll über das Strukturentwicklungsprogramm für die Braunkohlereviere laufen.

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2022 soll mindestens der Rohbau stehen

Sebastian Hein geht von Gesamtkosten in Höhe von drei Millionen Euro aus. Bei einer 90-prozentigen Förderung blieben noch rund 300.000 Euro, die Burkau „gestreckt über zwei Jahre“ selbst zahlen müsste, sagt der Bürgermeister.

Die Planungsleistungen für den Hortneubau hat der Gemeinderat bereits im Januar an das Büro Gumpert aus Wittichenau vergeben. Der Bürgermeister hofft für das erste Quartal 2022 auf den Fördermittelbescheid. Es folgen die Ausschreibung, die Vergabe und der Start der Bauarbeiten. Ziel sei es, dass im kommenden Jahr mindesten der Rohbau stehe.

In dem neuen Hort soll es Platz für 110 Kinder geben. Noch sind die Grundschulkinder sowohl in Burkau als auch im Ortsteil Uhyst untergebracht. Auch der lokale Fleischermeister, der die Schulküche betreibt, soll in den Neubau einziehen. Geplant sind ein Speiseraum für den Hort und einer für ein öffentliches Mittagsangebot.

Am Freibad entstehen mehr Parkplätze

Daneben gibt es weitere Baumaßnahmen, die Burkau in diesem Jahr eingeplant, beschlossen oder sogar schon umgesetzt hat. So wurde ein Gebäude am Freibad abgerissen, dass dem Bauhof als Sozialtrakt diente. Auf dieser Fläche könnten im Sommer Badgäste parken und im restlichen Jahr Veranstaltungen stattfinden, argumentiert der Bürgermeister.

Und das ist nicht die einzige Investition im Freibad. Der Gemeinderat hat jetzt die Dachsanierung des Sozialgebäudes beschlossen, die bis zum 30. April abgeschlossen sein soll. Die Dachpappe sei jetzt 30 Jahre alt und es gebe undichte Stellen, sagte Sebastian Hein. Deshalb bekomme das Gebäude jetzt eine harte Bedachung. Zudem wird eine der drei Filteranlagen erneuert.

Für die Außenraffstores an der Grundschule ist die Elektrik verlegt worden. Der Bürgermeister hoffe, dass die Rollläden demnächst kommen und installiert werden. Diese Arbeiten sollen bis Ende März abgeschlossen sein. Ebenfalls im März soll damit begonnen werden, die Straße zum Bauhof zu erneuern. Hier ist geplant, das Kopfsteinpflaster durch eine Asphaltdecke zu ersetzen.

Website für Burkau wird modernisiert

Gearbeitet wird in den kommenden Wochen auch am Feuerwehrgerätehaus im Ortsteil Großhänchen. Hier werden bis Ende April eine Außentreppe installiert und die Fassade saniert. Die Beschlüsse für den Straßenbau und das Gerätehaus hatte der Gemeinderat vergangene Woche gefasst.

In die Jahre gekommen ist zudem der Internetauftritt der Gemeinde Burkau, erklärt der Bürgermeister. Das System, mit dem Texte, Bilder oder andere Inhalte auf der Website erstellt oder bearbeitet werden, sei veraltet und deshalb „ist der Neuaufbau notwendig.“ Schließlich müsse die Gemeinde hier etwa Bebauungspläne oder Ergänzungssatzungen veröffentlichen. Dafür habe man 5.000 Euro eingeplant.

"Einer der schwierigsten Haushalte seit Langem"

Noch unklar ist, wann es im Bürgerhaus zu einem Umbau kommen kann. Hier soll eine barrierefreie Toilette entstehen, erklärt Sebastian Hein. „Ich warte auf den Fördermittelbescheid.“ Die Mittel kämen aus dem Programm Lieblingsplätze für alle, erklärt Burkaus Bürgermeister. Die Gemeinde habe dafür im Haushalt 20.000 Euro eingeplant, hoffe aber auf eine 75-prozentige Förderung.

Auch wenn die Haushaltslage derzeit schwierig sei, sollte man den Mut haben zu investieren. So schloss Sebastian Hein in der jüngsten Gemeinderatssitzung seinen Überblick zum Haushalt für 2021, der anschließend einstimmig beschlossen wurde. Und er dankte seiner Kämmerin für die gute Arbeit.

Bestätigt wurde das von Michael Preusche (Wählervereinigung Sport), der diesen als „einen der schwierigsten Haushalte seit Langem“ bezeichnete. Wenn die Pläne der Gemeinde Burkau aufgehen, wird sie am Ende des Jahres aber immer noch ein Guthaben von rund 470.000 Euro haben.

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