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In Rammenau rollt jetzt der Verkehr

Seit April 2020 wird an der B 98 gebaut. Die Arbeiten dauern noch eine Weile, aber nicht so lange wie geplant. Und das Wichtigste ist schon geschafft.

Ralf Wachowiak vom Lasuv steht im neuen Kreisverkehr an der B 98 in Rammenau. Er ist Bauleiter und Projektverantwortlicher für die Baustelle.
Ralf Wachowiak vom Lasuv steht im neuen Kreisverkehr an der B 98 in Rammenau. Er ist Bauleiter und Projektverantwortlicher für die Baustelle. © SZ/Uwe Soeder

Rammenau. Vor kurzem war es so weit. "Endlich", haben wohl nicht nur viele Rammenauer gedacht. Am Kreisverkehr in Rammenau wurde die Umleitung aufgehoben. Das Fahren in beide Richtungen ist seitdem wieder möglich - eher als geplant. Seit April laufen hier die Arbeiten zum neuen Kreisverkehr. Die B 98 war seit Monaten nur aus Richtung Bischofswerda befahrbar.

Auch die Arbeiten bis zur Fertigstellung der gesamten Baustelle sollen nun im August 2021 und damit rund einen Monat früher beendet sein als ursprünglich vorgesehen. Auf der Facebookseite von Sächsische.de für die Region Bischofswerda gab es mit mehr als 80 Reaktionen viel Aufmerksamkeit für einen entsprechenden Bericht. Zudem wurde der Beitrag mehr 20mal geteilt und kommentiert. „Jippie!!!“ oder „Die waren echt fleißig“ ist dort etwa zu lesen.

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Die Veranstaltung findet am Mittwoch, dem 20. Januar 2021, in virtuellen Räumen statt.

Wie die Fahrt in Richtung Bischofswerda früher möglich geworden ist, erklärt Franz Grossmann, Sprecher des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv): „Es wurde durch eine Umstellung des Bauablaufes erreicht, dass der ,Geschwindigkeitstropfen‘ am Ortseingang von Rammenau noch im Jahr 2020 errichtet werden konnte. Dafür wurden die Leistungen am Ast des Kreisverkehres in Richtung Autobahn auf das nächste Jahr verschoben.“ Mit dem Tropfen ist die Insel zur Reduzierung der Geschwindigkeit aus Richtung Bischofswerda kommend gemeint.

Diese Änderung habe zur Folge, dass die großräumige Umleitung nicht mehr benötigt werde. Zudem hebt der Lasuv-Sprecher hervor, dass die Arbeiten durch die Firma Strabag bislang qualitativ hochwertig erfüllt worden seien. „Die Abstimmungen mit der Gemeinde und den ansässigen Bürgern erfolgte ohne Probleme, sodass die Beeinträchtigungen auf ein Mindestmaß reduziert werden konnte.“

Kreisverkehr, Geh- und Radwege gebaut

Das kann Andreas Langhammer, Rammenaus Bürgermeister, nur bestätigen. „Wir haben jede Woche konstruktive Baubesprechungen und hatten Glück mit dem Wetter.“ Die Baufirma sei von ihm bereits gelobt worden. „Wir sind froh, dass der ganze Tiefbau abgeschlossen ist.“

Alle Arbeiten seine in einer „durchweg vernünftigen Qualität“ erfolgt, fügt der Bürgermeister hinzu. Und große Beschwerden von den Anwohnern habe es bisher nicht gegeben, auch weil diese immer rechtzeitig über das jeweilige Baugeschehen informiert worden seien.

Wie das Lasuv mitteilt, sei seit dem Baubeginn im April die gesamte Ortsdurchfahrt der B 98 in Rammenau ausgebaut worden. „Es wurde ein begleitender Rad-/Gehweg errichtet. Die Kreuzung der B 98 mit der S 158 wurde zu einem Kreisverkehr ausgebaut“, erklärt Sprecher Franz Grossmann.

Die Gemeinde Rammenau habe in der Ortsdurchfahrt eine neue Regenwasserleitung und einen separaten Gehweg errichtet und die Enso das bestehende Mediennetz erneuert und ausgebaut.

Sobald es die Witterung im neuen Jahr zulasse, werde man die Winterpause beenden und die verbleibenden Arbeiten fortsetzen. Dazu zählen etwa die vollständige Anbindung des Kreisverkehrs in Richtung Autobahn und der Rückbau der Behelfsstraße. Die Verkehrsführung erfolge dann ausschließlich über die Regelung mit einer Ampel halbseitig unter Aufrechterhaltung des Verkehrs auf der B 98.

Ende der Umleitung freut die Frankenthaler

Nicht nur die Rammenauer freuen sich über das Ende der Umleitung. Obwohl die offizielle Strecke gar nicht durch Frankenthal führte, fuhren hier trotzdem viel mehr als Autos und Laster durch als üblich. „Teilweise schickt auch das Navi die Leute hier entlang“, sagte Bürgermeisterin Janine Bansner im Sommer.

Es gebe einige enge Stellen, die durchaus gefährlich seien, wenn man nicht ortskundig ist. „Zum Glück ist die Ortsdurchfahrt nicht zum Unfallschwerpunkt geworden.“ Jetzt hofft sie auf weniger Durchgangsverkehr, vor allem der Lkw, obwohl es denen gar nicht erlaubt war, hier langzufahren. „Allerdings fällt jetzt auch die 30er Zone bei der Schule wieder weg“, erklärt Janine Bansner.

Trotzdem sei sie froh, dass die Zeit der Umleitung vorbei ist. Schließlich müssten die Frankenthaler jetzt nicht mehr so viel planen, wenn sie mal nach Bischofswerda fahren wollen.

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