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Über 70 Töpfer treffen sich in Neukirch

Trotz Corona darf das Fest Anfang Oktober stattfinden. Was Besucher an diesem Tag erwartet.

Zum Töpferfest in Neukirch im vorigen Jahr kamen zahlreiche Besucher.
Zum Töpferfest in Neukirch im vorigen Jahr kamen zahlreiche Besucher. © Archivfoto: Steffen Unger

Neukirch. Töpfermeister Karl Louis Lehmann bekommt in diesen Tagen besonders viele Anrufe mit einer Frage: Findet das Neukircher Töpferfest 2020 statt? Seit ein paar Tagen gibt es Gewissheit: Das Fest am 3. und 4. Oktober darf stattfinden. Reichlich 70 Töpfer aus allen Teilen Deutschlands werden erwartet, fast so viele wie in anderen Jahren, sagte der Chef der gastgebenden Töpferei jetzt gegenüber Saechsische.de.  

Größere Abstände zwischen den Ständen

Für das Fest,  das in diesem Jahr noch stärker als sonst den Marktcharakter betont, wurde ein Hygienekonzept erarbeitet. Statt drei wird es nur zwei Eingänge geben. Aufs Festzelt wird verzichtet, da keine Abendpartys stattfinden. Diese Fläche sowie der Platz in Richtung Grünweg steht den Töpfern für ihre Stände zur Verfügung. So sollen größere Abstände garantiert werden. 

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Auf der weitläufigen Töpfermeile am Dammweg zwischen Georgenbadstraße und Grünweg werden sich 1.600 Besucher gleichzeitig aufhalten können. Über den Kartenverkauf habe man die Kontrolle, sagt Karl Louis Lehmann. Da sich Gäste im Durchschnitt zwei bis drei Stunden aufhalten, können an jedem der beiden Tage 5.000 bis 6.000 Schau- und Kauffreudige den Markt besuchen. Geöffnet ist jeweils von 10 bis 18 Uhr.

Viele Töpfereien kämpfen um ihre Existenz

Das Rahmenprogramm ist kleiner als sonst, es fällt aber nicht ganz aus. Das traditionelle Gesellenschlagen wird es geben, ebenso das Töpfern von Großgefäßen, wo die Besucher zuschauen können. Der Lauf der Töpfer wird in diesem Jahr wahrscheinlich nicht stattfinden. 

Auf dem Festgelände gilt der Mindestabstand. Beim Bemalen von Keramik durch Besucher - ebenfalls in jedem Jahr ein beliebtes Angebot - ist Mund-Nasen-Schutz erforderlich. 

Das Neukircher Töpferfest findet in diesem Jahr zum 31. Mal statt. Es ist einer der größten Treffs dieses Handwerkes in Ostdeutschland. Karl Louis Lehmann ist froh, dass das Fest überhaupt stattfinden darf.  "Viele Betriebe haben mächtig zu kämpfen, vor allem jene, die ausschließlich über Märkte ihre Ware verkaufen", sagt er.  Da in diesem Jahr viele Veranstaltungen abgesagt wurden und weiterhin werden, fehlen den Töpfern wichtige Einnahmen. 

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