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Rammenau: Freie Fahrt in der Winterpause

Seit Monaten ist die B 98 Einbahnstraße. Wer aus Richtung A 4 kommt, muss einen langen Umweg in Kauf nehmen. Nun gibt es einen Lichtblick.

Seit Monaten ist die B 98 von Rammenau in Richtung Bischofswerda gesperrt. Das bleibt vorerst bis zur Winterpause so.
Seit Monaten ist die B 98 von Rammenau in Richtung Bischofswerda gesperrt. Das bleibt vorerst bis zur Winterpause so. © SZ/Uwe Soeder

Rammenau. Seit ein paar Tagen rollt der Verkehr auf der Bundesstraße 98 in Rammenau über die sanierte Fahrbahn der Ortsdurchfahrt und den neuen Kreisverkehr. Zumindest über einen Teil davon. Denn derzeit wird die zweite Straßenhälfte saniert. 

Das dürfte allerdings nicht ganz so lange dauern, wie bei der anderen Fahrbahnhälfte. Denn in selbige mussten vorab diverse Leitungen – unter anderem ein Regenwasserkanal – verlegt werden. Außerdem wurde auf dieser Seite eine Bushaltestelle errichtet und gleichzeitig der Kreisel schon mitgebaut. 

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Bis zum Beginn der Winterpause am 21. Dezember soll die bislang halbseitig sanierte Ortsdurchfahrt dann komplett fertiggestellt sein, heißt es aus dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Bis dahin will man auch die zweite Bushaltestelle sowie den sogenannten Tropfen – eine Insel zur Geschwindigkeitsreduzierung am Ortseingang von Rammenau aus Richtung Bischofswerda kommend – fertig haben, sagt Lasuv-Pressesprecher Franz Grossmann.

Ab dem 21. Dezember ruhen die Bauarbeiten

Während der Winterpause – also bis Ende Februar – wird die Bundesstraße dann für beide Fahrtrichtungen freigegeben, sodass die lange Umleitung nicht mehr erforderlich ist. Zeit zum Aufatmen für alle genervten Kraftfahrer. Allerdings wird der Verkehr in dieser Zeit noch nicht über den neugebauten Kreisel geführt. Der ist zwar schon fertig, aber noch nicht komplett angeschlossen. Gefahren wird im Winter über die direkt neben der Baustelle führende Behelfsstraße, die seinerzeit für die Vorbereitungsarbeiten gebaut wurde. 

Bislang müssen Kraftfahrer, die aus Richtung Autobahn kommen, noch einen rund 40 Kilometer langen Umweg in Kauf nehmen. Die ausgeschilderte Strecke führt ab dem Rammenauer Ortseingang über besagte Behelfsstraße in die Ortsmitte und von dort weiter über Großröhrsdorf nach Radeberg, anschließend zur B 6 und dort weiter nach Bischofswerda. So ist zumindest die offizielle Umleitung. Viele Autofahrer nutzen aber die Landstraßen und Schleichwege über Frankenthal oder Goldbach.

Ab dem 21. Dezember wird der Baubetrieb dann erstmal eingestellt. Selbst, wenn das Wetter ein Weiterbauen möglich machen würde. „Eine Winterpause ist vertraglich festgelegt, die Arbeiten werden dementsprechend ruhen“, sagt Franz Grossmann. Danach erfolge nördlich des Kreisverkehrs der Ausbau der B 98 in Richtung A 4 und die Herstellung eines Durchlasses für ein kleines zum Niederteich fließendes Flüsschen. Nach dem Winter werden dann noch die Nebenflächen komplettiert, und die Behelfsumfahrungen verschwinden. Ebenso wird der Radweg im Bereich der Umfahrung gemacht.

Amt hält an Fertigstellung im September 2021 fest

Zeitlich liege man mit der Baustelle im Plan, so Grossmann. Und obwohl in Rammenau von vielen am Bau Beteiligten immer wieder zu hören ist, dass man mit den Bauarbeiten eigentlich Planvorsprung habe, hält das Lasuv am geplanten Fertigstellungstermin fest. „Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir weiterhin von einer Fertigstellung im September 2021 aus“, teilt der Pressesprecher mit.  

Ausgebaut wird die B 98 zum einen wegen ihrer Verkehrsbedeutung als wichtigster Zubringer zur A 4. Zum anderen soll sich die Verkehrssicherheit deutlich erhöhen. Denn der betreffende Straßenabschnitt wies zahlreiche Unebenheiten auf. Die Fahrbahnränder waren zum Teil heruntergefahren, die Bankette zu schmal und Böschungen zu steil. Außerdem, so teilt das Lasuv mit, verfügten die Fahrbahnränder nicht mehr über die erforderliche Tragfähigkeit. Deshalb war in diesem Bereich die erlaubte Höchstgeschwindigkeit bereits seit Längerem auf 30 km/h herabgesetzt. 

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme betragen 2,2 Millionen Euro. Finanziert werden sie zum großen Teil vom Bund. Der Freistaat Sachsen beteiligt sich mit rund 275.000 Euro. 

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