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Schicker Dorfplatz für Schmiedefeld

Die neue Mitte im Ort ist schön geworden. Jetzt wird sie offiziell eingeweiht - und einem erst jüngst Verstorbenen gewidmet.

Christian Schöne freut sich auf die Einweihung des neu gestalteten Schmiedefelder Dorfplatzes. Dann wird auch eine Gedenktafel für Andreas Winkler – einer der maßgeblichen Initiatoren des Projektes – angebracht.
Christian Schöne freut sich auf die Einweihung des neu gestalteten Schmiedefelder Dorfplatzes. Dann wird auch eine Gedenktafel für Andreas Winkler – einer der maßgeblichen Initiatoren des Projektes – angebracht. © Foto: SZ/Uwe Soeder

Großharthau. Das haben sich die Schmiedefelder schon lange gewünscht: Einen Dorfplatz, an dem sich Einwohner treffen, plaudern oder auch feiern können. Am Sonntag ist es nun endlich soweit. Das neu gestaltete Areal mit überdachter Terrasse, gepflasterter Freifläche, Wiese und Spielgeräten soll offiziell eingeweiht werden.

Der Dorfplatz bekommt zudem eine Gedenktafel. „Wir wollen ihn Andreas Winkler widmen“, erklärt Christian Schöne, Vorstandsmitglied des Schmiedefelder Kultur- und Sportvereins. Schließlich sei der erst vor wenigen Monaten verstorbene Schmiedefelder einer der maßgeblichen Initiatoren dieses Projektes gewesen.   

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Ein Geschenk zur 800-Jahr-Feier

Die Idee, die karge, bucklige Wiese vor der früheren Schule aufzuwerten und daraus einen Platz für Begegnungen zu machen, wurde vor zwei Jahren geboren – als man bei einer Veranstaltung auf dem Platz neben der Schule saß und schließlich wegen einsetzenden Regens alles reinräumen musste, erinnert sich Christian Schöne. „Da haben wir uns überlegt, dass es doch schön wäre, eine überdachte Fläche zu haben, die sich wetterunabhängig nutzen lässt.“

Gesagt, getan. Das heißt, so einfach getan war es dann doch nicht. Denn ein solches Projekt braucht Geld und Zeit. Und vor allem auch Geduld, um damit verbundene bürokratische Hürden zu nehmen. Der Verein holte sich für seine Idee in der Gemeindeverwaltung Großharthau Unterstützung und fand beim Bürgermeister ein offenes Ohr. Vor allem auch, weil die Schmiedefelder das Vorhaben als Vorbereitung auf das Jubiläumsjahr 2021 angehen wollten. Dann feiert der Ort nämlich seinen 800. Geburtstag. Bis dahin sollte die Platzgestaltung abgeschlossen sein. „Das haben wir in unserer Argumentation gegenüber den Ämtern so auch immer erklärt.“ 

Selbst dem sächsischen Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Martin Dulig, stellten die Schmiedefelder bei der Suche nach einer Finanzierung ihre Idee vor. Denn komplett aus der eigenen Tasche konnte die Gemeinde Großharthau das Projekt nicht bezahlen. Deshalb mussten Fördermittel her. Die Leader-Region Westlausitz bezuschusste das vom Radeberger Planungsbüro Schubert aufs Papier gebrachte Projekt schließlich. 

Ideengeber erlebt Einweihung nicht mehr

Im Frühjahr dieses Jahres begann die Gestaltung des Platzes, die gut vier Monate dauerte. Andreas Winkler erlebte die Umsetzung seines Traumes leider nicht mehr. Bei dem 63-Jährigen, der als Eventmanager beim Show Express Könnern arbeitete und den Schmiedefeldern auch als langjähriger DJ der Sandokan-Diskothek bestens bekannt war, wurde Ende 2019 Krebs diagnostiziert, erzählt sein Vereinskollege Christan Schöne. Nach den ersten Chemotherapien habe er sich wieder ganz gut gefühlt. „Als ich mit ihm telefonierte, hat er mir gesagt, dass er auf jeden Fall wieder mitmachen will.“

Doch es sollte anders kommen. Nach einem Treppensturz musste der Schmiedefelder ins Krankenhaus, und kurze Zeit später starb er. „Andreas fehlt uns sehr.“ Denn er habe sich unablässig für den Ort engagiert. „Er hat immer gesagt: Wir müssen etwas für unser Dorf tun. Wenn wir es nicht machen, macht es keiner“, erinnert sich Christian Schöne. Deshalb habe er auch vorgeschlagen, den Dorfplatz Andreas Winkler zu widmen. Bei der Übergabe am Sonntag wird eine entsprechende Gedenktafel angebracht.    

Sonntag, 13. September, ab 16 Uhr: Einweihung des Schmiedefelder Dorfplatzes mit Musik, Speisen und Getränken. Der Kultur- und Sportverein hat zudem einige Überraschungen vorbereitet.

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