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Neuer Imbiss fürs Schmöllner Freibad

Die beliebte Badgaststätte gibt es nicht mehr. Auf Pommes, Limo und Eis müssen die Besucher trotzdem nicht verzichten. Dafür packt der Förderverein jetzt an.

Pascal Bamborg-Wünsche (l.) wird den Kiosk im Freibad Schmölln betreiben. Der Förderverein um den Vorsitzenden Karsten Müller will bis zur Saisoneröffnung mit dem Bau fertig sein.
Pascal Bamborg-Wünsche (l.) wird den Kiosk im Freibad Schmölln betreiben. Der Förderverein um den Vorsitzenden Karsten Müller will bis zur Saisoneröffnung mit dem Bau fertig sein. © SZ/Uwe Soeder

Schmölln-Putzkau. Sommer, Sonne, blauer Himmel, viele Besucher und ein neuer Kiosk: So könnte es in wenigen Monaten im Schmöllner Freibad aussehen. Karsten Müller hofft jedenfalls auf eine pünktliche Saisoneröffnung im Mai. Selbst mit Corona-Abstandsregeln wären im Bad 420 Gäste erlaubt.

Der Vorsitzende des Fördervereins des Freibads in der Gemeinde Schmölln-Putzkau und weitere Mitglieder tun sehr viel, um den Besuchern einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen. Dazu gehört vor allem der Bau eines neuen Imbissgebäudes, das bis zur Eröffnung im Mai fertig sein soll.

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Noch 2020 wurden die beiden Fertiggaragen ins Schmöllner Freibad geliefert.
Noch 2020 wurden die beiden Fertiggaragen ins Schmöllner Freibad geliefert. © Förderverein Freibad Schmölln-Putzkau

Zumindest dem ein oder anderen Autobesitzer könnte der dann bekannt vorkommen. „Es sind zwei Fertiggaragen, die nebeneinander stehen, aber ohne Zwischenwand in der Mitte“, erklärt Karsten Müller. Der Verein habe verschiedene Varianten geprüft. „Die Fertiggaragen sind nicht nur am günstigsten, sondern auch am zweckmäßigsten“, fügt der Vorsitzende hinzu.

Die Holzhütte, die in den vergangenen Jahren als Bad-Imbiss gedient hatte, ist damit Geschichte. Sie sei allein schon aus hygienischen Gründen keine Dauerlösung gewesen, sagt Karsten Müller beim Baustellenbesuch von Sächsische.de.

An fast derselben Stelle, wo die Holzhütte stand, entsteht nun der neue Imbiss mit einer Grundfläche von fünf mal fünf Metern. Es ist ein massiver Bau mit Wänden aus Stahlbeton. Davor wird es eine etwa 40 Quadratmeter große Terrasse geben, erklärt Karsten Müller. „Die Bordsteine sind schon gesetzt. Die Terrasse muss aber noch mit Gehwegplatten belegt werden.“ Wenn das Wetter es zulässt, folgen auch bald der Innenausbau und die Wasserzuleitung.

Einen Großteil der bisherigen Arbeiten haben Mitglieder des Fördervereins geleistet, etwa das Fundament gesetzt, den Rohbau gestellt sowie Elektrik und Abwasser verlegt. „Wir decken den Nettobetrag der gesamten Bau- und Anschaffungskosten in Höhe von etwa 20.000 Euro und werden ihn voraussichtlich innerhalb von zwei Jahren an die Gemeinde zurückgezahlt haben“, erklärt Karsten Müller.

Offiziell sei es ein Bauvorhaben der Gemeinde, weil sie das Freibad betreibt, fährt der Vorsitzende des Fördervereins fort. Das bestätigt Bürgermeister Achim Wünsche (parteilos). „Es ist ja schon einiges zu erkennen. Es wurde Zeit, dass aus der Übergangslösung mit der Holzhütte eine Dauerlösung wird.“

Dass die Gemeinde das Freibad betreibt, sei aber auch ein Luxus, den man sich leisten können muss. „Deswegen sind wir auch froh, dass es den Förderverein gibt“, fährt Achim Wünsche fort. Der hätte sich auch vorstellen können, wie vor einigen Jahren Räume in der ehemaligen Badgaststätte zu nutzen.

Neue Angebote wie Crêpes und Hot Dogs

Doch die Gemeinde habe ihr Vorkaufsrecht für das Gebäude nicht genutzt, und so wurde aus der Badgaststätte das neue Vereinsheim für die Billardsportler aus Bischofswerda, berichtet Karsten Müller. „Da sie uns keine Räume vermieten konnten, brauchten wir eine andere Lösung.“

Und diese nimmt immer konkretere Formen an. Eine Sache sei allerdings noch nicht entschieden. „Wie wir das mit dem Fenster machen, wird noch geklärt. Vielleicht installieren wir etwas zum Hochklappen, das gleichzeitig Schatten spenden würde. Auch ein Rollladen wäre eine Möglichkeit“, sagt der Vereinsvorsitzende.

Ein schattenspendendes Vordach könnte sich auch Pascal Bamborg-Wünsche vorstellen. Schließlich wird er hier die Gäste bedienen. Im vergangenen Jahr hatte sich der gelernte Industriekaufmann aus Bischofswerda selbstständig gemacht und den Bad-Imbiss übernommen. Zuvor hatte er bereits für Marko Weinert gearbeitet, der nicht nur für die Gastronomie im Bad gesorgt, sondern auch am Bischofswerdaer Altmarkt einen Imbiss betrieben hatte.

Inneneinrichtung ist komplett

„Es wird auch die gewohnten Angebote wie Pommes, Currywurst oder Eis geben. Dazu kommen wahrscheinlich Crêpes und Hot Dogs“, sagt der Imbissbetreiber. Dass der Imbiss-Betrieb im Bad damit gesichert ist, freut auch die Mitglieder des Fördervereins. „Wir brauchen jemanden, der die Gastro macht, und das ist schwierig. Wir sind froh, dass wir Pascal haben“, erklärt Karsten Müller.

Auch die Inneneinrichtung für den neuen Kiosk sei komplett und müsse nur noch verbaut und verstaut werden. „Wir haben Teile der Kücheneinrichtung der ehemaligen Badgaststätte übernommen und weitere Teile einer ehemaligen Gaststätte aus der Umgebung abgekauft“, fügt der Vorsitzende des Badvereins hinzu.

Der Kiosk ist nicht die einzige Neuerung im Schmöllner Freibad. Für die Beachvolleyballer gibt es jetzt eine überdachte Sitzgelegenheit oberhalb der beiden Spielfelder. Auch die haben die Mitglieder des Fördervereins gebaut, mit den eigenen Händen und auf eigene Kosten. Deshalb freut sich der Verein auch über Spenden.

Spenden an: Förderverein Freibad Schmölln-Putzkau e.V.; IBAN: DE62 8555 0000 1099 9921 05; BIC SOLADES1BAT; Kreissparkasse Bautzen

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