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Seeligstädter retten alten Wegestein

Viele Jahre war das Denkmal halb verschüttet. Jetzt steht es wieder am richtigen Fleck - in neuem Glanz.

Martin Fauck vom Natur- und Heimatverein hat den Wegestein restauriert, der jetzt wieder am Ortsausgang Seeligstadt steht.
Martin Fauck vom Natur- und Heimatverein hat den Wegestein restauriert, der jetzt wieder am Ortsausgang Seeligstadt steht. © SZ/Uwe Soeder

Seeligstadt. Für Martin Fauck ist die sanierte Straße von Seeligstadt nach Arnsdorf eine ganz besondere. Er freut sich über den Fußweg, neue Stützmauern und intakte Grundstückseinfahrten. Und außerdem gibt es da noch ein besonderes Prunkstück, erzählt der Seeligstädter vom Natur- und Heimatverein, der etwa heimatkundliche Objekte sichert.

Denn der Verein hat „einen wiedergefundenen Ortseingangsstein restauriert und auf der Ortsgrenze aufstellen lassen“, sagt Martin Fauck. Der Stein markiert die Stelle, an der Seeligstadt beginnt. Ohne die Unterstützung durch die Firma Bistra Bau wäre das allerdings nicht möglich gewesen.

Zudem stehe der Stein jetzt nicht mehr auf der falschen Straßenseite, wo er gefunden wurde, sondern auf richtigen, also der rechten, wenn man von Arnsdorf kommt, fügt Martin Fauck hinzu.

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Stein lag jahrzehntelang am Straßenrand

So lag der Stein am Straßenrand: beschädigt und halb verschüttet.
So lag der Stein am Straßenrand: beschädigt und halb verschüttet. © Reiner Teichler

Dass der Stein wieder dort steht, wo er hingehört, sei nicht selbstverständlich. Ein Vereinsmitglied habe ihn Anfang der 1990er-Jahre bei Erdarbeiten entdeckt. „Es war ein Glücksfall, dass er diesen Stein und seinen historischen Wert erkannte“, erklärt Martin Fauck.

Auch dass der Finder ihn von allen Seiten fotografierte, habe sehr bei der späteren Restaurierung geholfen. Bis es dazu kam, habe der Stein allerdings mehr als 20 Jahre am Straßenrand gestanden - halb aufgerichtet, halb verschüttet. Schließlich wurde er in die Werkstatt von Martin Fauck transportiert.

Fauck und der Heimatverein gehen davon aus, dass der Ortsstein einst über 100 Jahre an seiner Stelle gestanden haben muss. „Dann wurde er vermutlich noch zu DDR-Zeiten vom Schneepflug oder bei Bauarbeiten umgefahren und stark beschädigt.“ So sei die Restaurierung, an der sich die Nachbargemeinde Arnsdorf finanziell beteiligt habe, eine große Herausforderung gewesen, erzählt der Seeligstädter rückblickend.

Fehlende Teile wurden nachgestaltet

Seit Kurzem steht der Wegestein wieder dort, wo er nach Ansicht des Natur- und Heimatvereins Seeligstadt auch hingehört: am Ortseingang aus Richtung Arnsdorf.
Seit Kurzem steht der Wegestein wieder dort, wo er nach Ansicht des Natur- und Heimatvereins Seeligstadt auch hingehört: am Ortseingang aus Richtung Arnsdorf. © SZ/Uwe Soeder

Als der Stein gefunden wurde, habe dessen rundes Kopfteil gefehlt. „Das Schriftbild von Seeligstadt war immer noch teilweise zu erkennen“, beschreibt Martin Fauck die Situation. Der Stein sei gesäubert und für den Aufbau vorbereitet worden.

Anschließend seien die fehlenden Teile nach denkmalpflegerischen Richtlinien ergänzt und die Oberfläche dem Original nachgestaltet worden. „Das ganze Schriftbild wurde rund sechs Millimeter tief nachgemeißelt und mit schwarzer Farbe ausgelegt“, erklärt Martin Fauck. „Dieses Kleindenkmal steht nun wieder als ein Stück Heimatgeschichte für unseren Ort Seeligstadt.“

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