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Ringenhain bekommt neuen Spielplatz

Bei der Gestaltung des Geländes werden die Wünsche von Kindern berücksichtigt - aber es ist auch für Erwachsene gedacht.

Ortsvorsteher Henry Urban engagiert sich mit weiteren Einwohnern dafür, dass der in die Jahre gekommenen Spielplatz in Ringenhain noch dieses Jahr komplett erneuert wird.
Ortsvorsteher Henry Urban engagiert sich mit weiteren Einwohnern dafür, dass der in die Jahre gekommenen Spielplatz in Ringenhain noch dieses Jahr komplett erneuert wird. © SZ/Uwe Soeder

Steinigtwolmsdorf. Ein rot-weißes Absperrband soll verhindern, dass Kinder die Baustelle in der Ringenhainer Siedlung betreten. Wo sie bis Anfang 2020 noch spielen konnten, sollen jetzt neue Spielgeräte für mehr Attraktivität sorgen. "Wenn wir nicht wären, wäre der Spielplatz immer noch offen", erzählt Ortsvorsteher Henry Urban. Und das könnte bei den bis zu 40 Jahre alten Spielgeräten gefährlich sein.

Deshalb habe man sich entschieden, den Spielplatz grundlegend zu erneuern. "Ich wurde schon von Eltern angesprochen, dass da mal etwas passieren muss", erzählt er. Doch dürfe nicht einfach irgendein Spielplatz entstehen - die Kinder sollen selbst ihre Ideen einbringen.

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Mädchen und Jungen malen Ideen auf

Über engagierte Eltern, den Kindergarten und die Schule sei es den Kindern möglich, ihre Ideen aufzumalen. "Bisher sind zehn Zeichnungen zusammengekommen, die wir im Ortschaftsrat zusammen mit Eltern und Kindern auswerten", erklärt Henry Urban.

Bereits im vergangenen Jahr wurden Teile der alten Geräte bei der 48-Stunden-Aktion mithilfe des Jugendklubs, der Familien und des Bauhofes entfernt. In diesem Jahr soll es eine ähnliche Aktion für die Entsorgung der alten Betonplatten geben. Denn erst dann können neue Spielgeräte aufgebaut werden.

Obwohl Henry Urban noch nicht verraten kann, welche Ideen von den Kindern aufgemalt wurden, sei eines relativ sicher. "Ich denke, es wird eine Spielburg kommen", sagt er. Dass der Nachwuchs in die Planung integriert werde, habe mehrere Gründe. "Die Kinder haben ganz eigene Vorstellungen, wie sowas aussehen kann", erklärt Urban.

Ein weiterer Punkt setze daran an. "Das gibt den Kindern Wurzeln, sodass ihnen Flügeln wachsen. Vielleicht schlägt auch der ein oder andere sein Zelt wieder in Ringenhain auf", betont Urban und hofft, dass der "Überalterung der Ortes" entgegengewirkt werden kann.

Treffpunkt für Jung und Alt entsteht

Doch auch den älteren Ringenhainern werde der neue Spielplatz zugutekommen. "Unter den Bäumen soll eine überdachte Sitzecke hinkommen, damit die Eltern und Großeltern eine gute Möglichkeit haben, um die Kinder zu beaufsichtigen", betont Urban. Hier könnten zudem Wanderer eine Rast einlegen. "Ideen gibt es auch für den Zaun, eine Wand zum Bemalen, eine Mitteilungstafel oder Schilder über die Geschichte Ringenhains", erzählt er.

Denn der neue Spielplatz soll nicht einfach nur eine Ansammlung von Geräten, sondern ein Treffpunkt für alle werden. Bei der weiteren Umsetzung hofft Urban auch auf Unterstützung durch ansässige Gewerbetreibende. "Ich werde sie fragen, ob sie sich in irgendeiner Weise mit einbringen würden – zum Beispiel mit einer Bank oder einem kleinen Tisch", sagt er.

Eröffnet werden soll der Spielplatz noch in diesem Jahr, bestenfalls im Sommer. Dann soll es ein Fest als Dankeschön für die mitwirkenden Helfer geben. Der Termin hänge nur davon ab, wann die Spielzeuge fertig werden. Denn einfach so könne niemand ein Spielgerät bauen, da alles zertifiziert sein muss.

Tante-Emma-Laden als nächstes Projekt?

Was genau der Ortschaftsrat im nächsten Jahr geplant hat, ist noch offen. Im Kopf von Henry Urban schwirrt allerdings etwas Bestimmtes. "Ein nächstes Projekt wäre beispielsweise ein Tante-Emma-Laden, so ähnlich wie in Weifa mit der Bäckerei Burkhardt", betont er.

Dort gebe es von allem etwas, was für den täglichen Bedarf komplett ausreiche. "Es geht nicht nur ums Einkaufen, sondern auch ums Zwischenmenschliche, denn dort kommen die Leute zusammen", sagt er.

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