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Steinigtwolmsdorf: Warten auf die Bürgermeisterin

Bereits vor drei Monaten hat Kathrin Gessel die Wahl gewonnen, trotzdem ist sie immer noch nicht im Amt. Doch jetzt kommt Bewegung in die Sache.

Kathrin Gessel ist die neue Bürgermeisterin in Steinigtwolmsdorf. Wann sie ihr Amt antritt, ist noch unklar.
Kathrin Gessel ist die neue Bürgermeisterin in Steinigtwolmsdorf. Wann sie ihr Amt antritt, ist noch unklar. © Archiv SZ/Uwe Soeder

Steinigtwolmsdorf. Der Gemeinderat in Steinigtwolmsdorf hat jetzt Amtsverweser Guntram Steglich einstimmig abberufen. „Ich wünsche dem Gemeinderat und meiner Nachfolgerin alles Gute“, sagte Steglich nach der Abstimmung. Er leitete die Gemeinde, seit der zuletzt amtierende Bürgermeister Lutz Förster (Bürgerbewegung) nach einem Schlaganfall seinen Rücktritt eingereicht hatte.

In der jüngsten Sitzung am Dienstagabend hatte Gemeinderat Frank König (CDU) die Beschlussvorlage verlesen und sich im Namen der Gemeinde bei Guntram Steglich für dessen Arbeit bedankt. Die Tätigkeit des Amtsverwesers endet zum 31. Januar.

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Frank König hat bis auf Weiteres als dessen Stellvertreter die Amtsgeschäfte der Gemeinde übernommen. Da Guntram Steglich noch Resturlaub und anteiliger Urlaub für 2021 zustehe, war bereits am Mittwoch sein letzter Arbeitstag.

Amtsantritt hängt von Kathrin Gessel ab

Wann die neue Bürgermeisterin ihr Amt antritt, ist dagegen weiter unklar. Kathrin Gessel (CDU/Bürgerbündnis) hatte die Bürgermeister-Wahl am 11. Oktober im zweiten Wahlgang mit 16 Stimmen Vorsprung gegen David Wolf (Verein Dorfkultur) gewonnen. Einwohner der Gemeinde hatten allerdings einen Wahleinspruch eingelegt. Dieser wurde vom Landratsamt Bautzen am 8. Dezember zurückgewiesen.

Innerhalb der Frist bis zum 11. Januar seien dagegen keine Rechtsmittel eingelegt worden, teilt Sabine Rötschke, Sprecherin des Landratsamtes, jetzt auf Anfrage von Sächsische.de mit. Der Antritt der Wahlsiegerin sei nun von deren Erklärung abhängig, „zu welchem Zeitpunkt sie ihre Amtstätigkeit aufnehmen kann“, fügt Sabine Rötschke hinzu. Wenn es nach dem Amtsende des Amtsverwesers zu keinem nahtlosen Übergang komme, müsse dessen ehrenamtlicher Stellvertreter seine Aufgaben übernehmen.

Neues Gemeinderatsmitglied muss nachrücken

Kathrin Gessel konnte am Dienstagabend gegenüber Sächsische.de noch keinen Termin für ihren Amtsantritt nennen. Unabhängig davon, wann das passiert, müsse sie aber ihr Amt als Gemeinderätin abgeben. „Für diesen Fall sieht die Gemeindeordnung vor, dass der als nächste Ersatzperson festgestellte Bewerber nachrückt“, erklärt die Sprecherin des Landratsamtes.

Die Gemeinde rechne damit, dass der Stellvertreter mindestens bis Ende Februar die Leitung übernimmt. „Frau Gessel muss in einer öffentlichen Sitzung des Gemeinderates berufen werden“, sagt Sindy Wockatz, Hauptamtsleiterin der Gemeinde Steinigtwolmsdorf. Zudem sei in der Verwaltung noch kein Bescheid zum nun offiziellen Wahlergebnis eingegangen.

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