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Neukirch: Neue Pächterin für die Valtenbergbaude

Die Gemeinde hat entschieden: Eine Frau wird die Gaststätte künftig führen. Von dem Wechsel sind allerdings nicht alle überzeugt.

Ab dem 1. Januar 2022 gibt es eine neue Pächterin für die Gaststätte auf dem Valtenberg in Neukirch.
Ab dem 1. Januar 2022 gibt es eine neue Pächterin für die Gaststätte auf dem Valtenberg in Neukirch. © - keine Angabe im huGO-Archivsys

Neukirch/Lausitz. Die Gaststätte auf dem Valtenberg bekommt eine neue Pächterin. So hat es der Neukircher Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung entschieden. Demnach wird Sandra Kirsch aus Neustadt den Betrieb der Baude zum 1. Januar 2022 übernehmen.

Die 37-Jährige ist aktuell in der Gastronomie angestellt, teilt die Gemeindeverwaltung mit. Viel mehr ist über die neue Pächterin auf Neukirchs Hausberg und Wahrzeichen noch nicht bekannt. Den bestehenden Vertrag mit Wirt Andreas Hübner kündigt die Gemeinde zum 31. Dezember 2021.

Mit Sandra Kirsch soll bis zum 15. Dezember das neue Pachtverhältnis geschlossen werden. Die zweite Bewerbung von Irina und Michael Melcher, Betreiber der Valtentalseebaude, konnte offenbar nicht ausreichend überzeugen.

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Bürgermeister Jens Zeiler (CDU) sieht in dem Konzept von Sandra Kirsch die beste Option für eine „hoffentlich langfristige und partnerschaftliche Zusammenarbeit“. In der Gemeindeverwaltung habe man die möglichen Vor- und Nachteile sehr gründlich abgewogen.

Noch ist Andreas Hübner der Pächter der Valtenberggaststätte. An der Ausschreibung der Gemeinde hatte er sich nicht beteiligt.
Noch ist Andreas Hübner der Pächter der Valtenberggaststätte. An der Ausschreibung der Gemeinde hatte er sich nicht beteiligt. © Archiv/Steffen Unger

Geteilte Meinung unter den Gemeinderäten

Die Gemeinde hatte die Pacht zum 1. Januar 2022 neu ausgeschrieben, um einen "qualifizierten und hoch engagierten" Pächter zu finden. Der Markt sollte sondiert werden, „um möglicherweise neue Konzepte zur Betreibung vorgeschlagen zu bekommen“, hieß es in der Begründung der Beschlussvorlage. Zwischen den Zeilen lässt sich herauslesen, dass der derzeitige Pächter Andreas Hübner den Ansprüchen der Gemeinde offenbar nicht mehr gerecht wird. Er hatte sich auf die Ausschreibung hin auch nicht beworben.

Dass es unter den Gemeinderäten nicht nur Befürworter für den Pächterwechsel gibt, zeigten die Diskussion in der jüngsten Sitzung und das Abstimmungsverhältnis. Andreas Hultsch (CDU) etwa plädierte dafür, „dass derzeitige Pachtverhältnis fortzusetzen“. Die Gastronomie sei gut, und die Gemeinde wisse nicht genau, was sie mit der neuen Pächterin erwarte. „Das Konzept von Frau Kirsch hat mich nicht vollständig überzeugt. Ich sehe da zu viele Fragezeichen.“

Pacht kostet künftig 50 Euro mehr

Bert Thomas (Neukirch braucht Zukunft) dagegen erklärte, dass die Gemeinde touristisch vorankommen wolle. Die Küche sieht auch er nicht als Problem, sondern dass der derzeitige Pächter nicht in den Gemeinderat komme oder neue Ideen vorbringe. Aber auch er hält fest: „Wir wissen nicht, ob es mit der neuen Pächterin klappt. Das ist das Risiko.“

Edgar Lehmann (Neukirch braucht Zukunft) sieht verschiedene Gründe für die Neuverpachtung. „Andreas Hübner hat sich nicht beteiligt und hier auch nicht vorgesprochen.“ Zudem arbeite er nicht mit anderen Tourismus-Anbietern wie den Betreibern der Monsterroller zusammen. „Ich bezweifle, dass Herr Hübner bei einer touristischen Erweiterung mitzieht, und würde der neuen Pächterin eine Chance geben.“

Da die Entscheidung so wichtig sei, beantragte Johannes Hummel (AfD) eine namentliche Abstimmung, der stattgegeben wurde. Am Ende stimmten Bürgermeister Jens Zeiler sowie sechs Gemeinderäte für den Pächterwechsel. Die restlichen sechs Räte enthielten sich.

Neben dem Wechsel beschlossen die Gemeinderäte auch mehrheitlich, den Pachtzins für die Gaststätte zu erhöhen. Die Kosten für den Pächter steigen damit monatlich um 50 auf 480 Euro - und zwar bereits ab 1. Januar 2021.

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