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Bischofswerda: So geht's weiter mit dem Jugendhaus

Aus dem Treff an der Belmsdorfer Straße soll ein Haus für alle Generationen werden. Doch der Umbau hat sich verzögert. Jetzt gibt es einen neuen Plan.

Robin Stachowski, Robert Geburek und Patrick Wolf ( v.l.) gehören zum Vorstand des Regenbogen-Vereins in Bischofswerda. Ihr Vereinssitz an der Belmsdorfer Straße wird umgebaut, allerdings später als geplant.
Robin Stachowski, Robert Geburek und Patrick Wolf ( v.l.) gehören zum Vorstand des Regenbogen-Vereins in Bischofswerda. Ihr Vereinssitz an der Belmsdorfer Straße wird umgebaut, allerdings später als geplant. © SZ/Uwe Soeder

Bischofswerda. Wenn alles nach Plan läuft, wird an der Belmsdorfer Straße 28 in Bischofswerda ab dem kommenden Frühjahr gebaut. Bäume müssen dann gefällt, die Tischtennisplatte muss umgesetzt werden, erklären Robin Stachowski, Robert Geburek und Patrick Wolf vom Vorstand des Vereins Regenbogen, der das städtische Gebäude betreibt. Früher war hier mal der Kindergarten des Betriebs Dresdner Herrenmode untergebracht. Und Kinder sowie Jugendliche spielen auch in den aktuellen Planungen für das Haus eine entscheidende Rolle. 

Dem Regenbogen-Verein wurde die Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Bischofswerda vor einigen Jahren übertragen. Das rund 50 Meter lange T-förmige Gebäude an der Belmsdorfer Straße nutzt er unter anderem für seinen offenen Treff „B28“. Zudem befindet sich darin das Büro für die sozialpädagogischen Hilfsmaßnahmen wie den Erziehungsbeistand, die Straffälligenhilfe für Jugendliche und junge Erwachsene und die Familienhilfe. Auch die Verwaltung des Vereins sitzt hier. Zudem ist der Regenbogen-Verein an insgesamt fünf Einrichtungen in Bischofswerda und dem Ortsteil Goldbach in der Schulsozialarbeit tätig.

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Baustart im Frühjahr 2021

Doch ab Frühjahr 2021 soll das gesamte Gebäude an der Belmsdorfer umgebaut und saniert werden. Am hinteren Ende soll ein Anbau für einen künftigen Jugendklub und ein weiterer, barrierefreier Eingang entstehen, erklärt Patrick Wolf, der stellvertretende Vereinsvorsitzende. „Jugendliche, die jetzt zum offenen Treff kommen, könnten später, wenn sie volljährig sind, in den Jugendklub kommen.“

Die Bauarbeiten sind unumgänglich, sagt Vereinsvorsitzender Robert Geburek. „Um einen offenen Treff der Generationen nach dem aktuellen Bedarf anzubieten, muss umgebaut werden.“ Auf der Internetseite des Vereins heißt es, das Haus soll „nicht nur Angebote für Kinder und Jugendliche bereithalten, sondern auch für Familien, Alleinerziehende, Migranten, Menschen mit Behinderung, um so ein Haus der Generationen zu werden“. Gefördert werde dies durch den Europäischen Sozialfond (ESF).

Offen auch für andere Vereine

Auf dem Bauprogramm steht die Erneuerung der Sanitäranlagen. Der offene Treff im vorderen Teil des Gebäudes soll eine neue Küche bekommen. Und in der Mitte wird es künftig einen über 140 Quadratmeter großen Mehrzweckraum geben.

Laut Schatzmeister Robin Stachowski soll jeder Verein der Stadt die Möglichkeit bekommen, hier Angebote zu unterbreiten. Das könnten etwa Kurse der Volkshochschule oder Lesungen sein. Wer den Saal nutze, müsse dann auch die Betriebskosten zahlen.

Dass der Umbau kommt, steht schon längst fest. Bereits in der Stadtratssitzung Ende Juni vorigen Jahres wurde beschlossen, das Gebäude „Belmsdorfer Straße 28 mit Auszahlungen in Höhe von 1.500.000 Euro“ umzubauen. Dass bisher noch nicht gebaut wurde, hängt mit der erneuten Vergabe der Planungen zusammen, sagen die drei Männer vom Vereinsvorstand.

Bauende im Frühsommer 2022

Vergangene Woche wurde nun der aktuelle Planungsstand den Mitgliedern des Stadtratsausschusses für Technik und Wirtschaft präsentiert. Als nächstes müsse ein Bauantrag gestellt werden, damit die Arbeiten dann auch im Frühjahr 2021 starten können, während die Angebote des Hauses weiter laufen, sagt Robert Geburek. Die Arbeiten sollen im hinteren Bereich starten. In einem zweiten Bauabschnitt soll dann der vordere Teil des Hauses an die Reihe kommen. Die Bauzeit werde etwa ein Jahr betragen. 

Architektin Ingrid Rappl von der Stadtentwicklungsgesellschaft Dresden/Sachsen ist als Planerin für den Umbau zuständig. „Unser Ziel ist es, bis zum späten Frühjahr oder frühen Sommer 2022 fertig zu sein.“ Die Vorstände vom Verein Regenbogen sind zufrieden mit der Zusammenarbeit. Ihre Wünsche und Vorschläge würden berücksichtigt. Neben Büros, Küche, Duschen, Toiletten und dem großen Saal werde es künftig auch Kreativ- und Aufenthaltsräume geben. Der Keller werde als Abstellraum genutzt.

Draußen sollen sich ebenfalls ein paar Dinge verändern. Patrick Wolf etwa kann sich vorstellen, das Graffiti-Projekt fortzuführen und dafür extra Wände neben dem Gebäude aufzustellen. 

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