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Wolf reißt Schafe in Burkau

Im Ortsteil Jiedlitz wurden zwei Tiere getötet und eins schwer verletzt. Der Besitzer hat jetzt vor allem einen Wunsch.

Einem Wolfsangriff in Burkau sind drei Schafe zum Opfer gefallen.
Einem Wolfsangriff in Burkau sind drei Schafe zum Opfer gefallen. © Symbolfoto: dpa

Burkau. Im Burkauer Ortsteil Jiedlitz hat es offenbar mehrere Wolfsrisse gegeben. Betroffen waren drei Schafe. Wie die Fachstelle Wolf des Freistaates Sachsen bestätigt, habe die Rissbegutachtung am Montagnachmittag ergeben, dass „der Wolf mit hinreichender Sicherheit als Verursacher festgestellt“ werden kann. 

Vorgefundene Merkmale und Spurenabdrücke würden diese Bewertung zulassen. „Zu den Merkmalen gehören unter anderen die Kehlbisse, welche alle drei Tiere hatten und welche mit hoher Kraft ausgeübt wurden“, erklärte Sprecherin Vanessa Ludwig auf Anfrage von Sächsische.de.

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Von dem Vorfall in Jiedlitz „waren drei Schafe betroffen, von denen zwei beim Fund bereits tot waren. Ein weiteres war schwer verletzt und wurde notgetötet.“ Ob ein Wolf oder mehrere beteiligt waren, könne die Fachstelle aufgrund mangelnder Hinweise nicht sagen.

Weide war den Vorschriften entsprechend gesichert

Schafbesitzer Frank Sturm sagt, dass er seine Tiere am Montagmorgen gefunden habe. Eines der getöteten Schafe sei fast komplett aufgefressen worden. Dabei handelt es sich um ein weibliches Schaf von knapp einem Jahr. Genauso alt sei das schwer verletzte männliche Tier gewesen, dass notgetötet werden musste. „Es hatte einen Kehlbiss“, sagt Frank Sturm.

Bei dem zweiten toten Tier handele es sich laut Vanessa Ludwig um ein trächtiges Mutterschaf im Alter von etwa drei Jahren. Insgesamt hätten zehn Schafe auf der eingezäunten Weide gestanden, erklärt deren Besitzer. Die Fläche sei ordentlich gesichert und der Zaun etwa 1,60 Meter hoch.

Wie die Fachstelle Wolf am Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie mitteilt, „wurde eine Unterwühlstelle unter dem Maschendrahtzaun gefunden. Hier hat sich der Wolf offensichtlich Zugang verschafft.“ Die Koppel sei durch Mauern, Hauswände und Maschendraht-Tore begrenzt und entspreche den in Sachsen definierten Mindestschutzkriterien.

Frank Sturm hoffe deshalb auf Entschädigung. Die Fachstelle erklärt aber auch, dass Festzäune, die nicht elektrifiziert seien, nicht empfohlen würden, „weil sie von Wölfen zum Beispiel leicht untergraben werden können.“ 

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