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Neukirch: Skaterbahn mutwillig beschädigt

Erst in der vergangenen Woche wurde die Anlage repariert. Doch schon wenige Stunden später haben sich dort Randalierer ausgetobt.

Carolin Griesch vom Verein Valtenbergwichtel hat die Skaterbahn in Neukirch mit ihren Kollegen repariert. Doch wenige Stunden später gab es schon wieder die ersten Schäden.
Carolin Griesch vom Verein Valtenbergwichtel hat die Skaterbahn in Neukirch mit ihren Kollegen repariert. Doch wenige Stunden später gab es schon wieder die ersten Schäden. © Steffen Unger

Neukirch/Lausitz. Der Skatepark zwischen Kirche und Rittergut in Neukirch ist ein beliebter Treffpunkt für Kinder und Jugendliche. Freilich geht da hin und wieder auch mal etwas kaputt. Doch, was jetzt passierte, ist besonders ärgerlich: Schon wenige Stunden nach einer planmäßigen Reparatur gibt's wieder Schäden.

Der Verein Valtenbergwichtel, der sich um die Anlage kümmert, hatte in der vorigen Woche einen Arbeitseinsatz. "Die Platten hatten Löcher durch die Abnutzung und wurden ausgetauscht", erklärt Carolin Griesch vom Verein. Doch bereits am Abend nach Beendigung der Arbeiten wurden offensichtlich ein paar Bretter mutwillig herausgerissen.

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Bei der Reparatur der Skaterbahn sind auch diese Bretter frisch gestrichen worden. Doch einige wurden kurz darauf offensichtlich mutwillig herausgerissen.
Bei der Reparatur der Skaterbahn sind auch diese Bretter frisch gestrichen worden. Doch einige wurden kurz darauf offensichtlich mutwillig herausgerissen. © Steffen Unger

Wer dafür verantwortlich ist, glauben ein paar beim Besuch von Sächsische.de anwesende Hobby-Skater zu wissen. Sie sprechen von mehreren Schülern der Oberschule, die namentlich auch bei den Valtenbergwichteln bekannt sind und am Abend des Vorfalls vor Ort gewesen sein sollen.

"Überprüfen können wir das nur schwer, und auch eine Anzeige würde ins Leere laufen", sagt Griesch. Dennoch werde man der Sache nachgehen und die Jugendlichen zur Rede stellen.

Immerhin habe man an zwei Vormittagen mit insgesamt vier Personen alles dafür gegeben, dass die Skaterbahn nun wieder in einem guten Zustand ist. Normalerweise hätte man die Jugendlichen selbst an den Arbeiten beteiligt, doch war das wegen der Kontaktbeschränkungen nicht möglich.

Jugendliche sollen künftig wieder selbst mitarbeiten

"Wenn Kinder und Jugendliche dort selbst mitarbeiten, machen sie viel seltener etwas kaputt, weil sie den Aufwand einer Reparatur kennen", betont Griesch und hofft, dass man bald wieder gemeinsam Hand anlegen kann.

Die umfangreiche Reparatur der Anlage war eigentlich in den Osterferien eingeplant, fand nun aber etwas verspätet statt. "Zu Ostern machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, und wir hatten etwas bei der Skaterbahn in Wilthen zu tun", erklärt Carolin Griesch.

"Jetzt haben wir hier unter anderem die Verkleidung von Rampen neu gestrichen und die Bretter enger zusammengeschraubt, damit man dahinter schwerer Müll entsorgen kann", betont sie. Doch Letzteres sei wegen der Zerstörung nun wieder ohne Probleme möglich.

Zwar ist dadurch der Betrieb der Skaterbahn an sich nicht beeinträchtigt, die Valtenbergwichtel müssen allerdings in der nächsten Zeit erneut anrücken und den Schaden beheben. Geld fürs Bauen und Instandsetzen solcher Projekte gibt's meist aus Fördertöpfen oder direkt von den Kommunen. "Es gibt einen Fonds, woher das Geld auch für Reparaturen kommt", betont Griesch. Doch sei der auch nicht unendlich groß.

Rampen aus Beton sind keine Option

Eine dauerhafte Lösung des Problems wäre, die Sprungrampen aus Holz durch welche aus Beton zu ersetzen. Doch habe man sich absichtlich für das leichtere Material entschieden. "Damit kann man die einzelnen Elemente einfacher verschieben, und im Sommer werden sie nicht so schnell heiß", sagt Griesch.

Es komme schon mal vor, dass einzelne Elemente von den Kindern und Jugendlichen ein Stück verrückt werden, um einfacher ein paar neue Tricks auszuprobieren. Und wenn viel Betrieb herrscht, brauche es manchmal ein bisschen mehr Platz. Gerade in den heißen Monaten sei das der Fall. Es keine Seltenheit, dass dann 20 oder 30 Jugendliche zusammenkommen. Bereits jetzt sehe man, dass der Andrang immer größer wird. "Vielleicht sehnen sich die Jugendlichen gerade in der aktuellen Situation nach draußen", vermutet Carolin Griesch.

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