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Steinigtwolmsdorf: Bürgermeisterin legt los

Turbulente Monate liegen hinter Kathrin Gessel, die im Oktober die Wahl gewann. Nun startet sie im Amt.

Kathrin Gessel tritt ihr Amt als Bürgermeisterin von Steinigtwolmsdorf am 1. April an.
Kathrin Gessel tritt ihr Amt als Bürgermeisterin von Steinigtwolmsdorf am 1. April an. © Archivfoto: SZ/Uwe Soeder

Steinigtwolmsdorf. Als sich Kathrin Gessel (CDU/Bürgerbündnis) am 11. Oktober 2020 im zweiten Wahlgang gegen ihren Konkurrenten David Wolf (Verein Dorfkultur) durchsetzte, war klar, dass Steinigtwolmsdorf eine neue Bürgermeisterin bekommt. Doch bis sie ihr Amt tatsächlich antreten würde, sollten noch etliche Monate vergehen. Denn Einwohner der Gemeinde legten Einspruch gegen das Wahlergebnis ein.

Zum Grund des Einspruchs sagte Mandy Noack vom Landratsamt Bautzen damals gegenüber Sächsische.de, „dass es im Rahmen des Wahlkampfes zu Verletzungen der Neutralitätspflicht gekommen sein soll und dies Einfluss auf das Wahlergebnis gehabt haben kann“.

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Denn der Ausgang des zweiten Wahlgangs war extrem knapp. Kathrin Gessel hatte sich zwar mit 837 zu 821 Stimmen gegen David Wolf durchgesetzt, doch es lag eben nur ein geringer Unterschied von nur 16 Stimmen zwischen den Beiden.

Amtsantritt am Gründonnerstag

Es dauerte danach knapp zwei Monate, bis Gewissheit über die künftige Besetzung des Bürgermeisterpostens herrschte. Laut Sabine Rötschke vom Landratsamt wurde „der Wahleinspruch mit Bescheid vom 8. Dezember zurückgewiesen“.

„Ich habe mich natürlich sehr gefreut, dass nun endlich hier die Entscheidung getroffen wurde und die Vorwürfe als haltlos und ungerechtfertigt bewertet wurden. Ich habe nicht daran gezweifelt“, erklärte Kathrin Gessel Mitte Dezember gegenüber Sächsische.de.

Somit konnte sie, die bislang als Gebietsleiterin bei der Melle Gallhöfer Dach GmbH tätig war, mit ihrem Arbeitgeber abklären, wann sie ihr Amt als Bürgermeisterin antritt. Sie entschied sich für den 1. April. Ein früherer Zeitpunkt sei aus beruflichen Gründen nicht möglich gewesen.

Wenn es am Gründonnerstag nun für sie losgeht, steht eines fest: "Es geht in allererster Linie darum, wieder Harmonie und eine Einheit in der Gemeinde herzustellen. Die Gemeindeverwaltung, der Gemeinderat, die Ortschaftsräte und ich als Bürgermeisterin müssen unbedingt auf Augenhöhe und respektvoll miteinander arbeiten", betonte sie im Interview mit Sächsische.de. (SZ/rw)

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