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So will Rammenau mehr Touristen locken

Die Gemeinde plant eine Ladestation für E-Bikes und einen Parkplatz für Wohnmobile. Doch das ist noch nicht alles.

Die Gemeinde Rammenau hofft, durch neue Bauvorhaben noch mehr Touristen ins Dorf zu locken.
Die Gemeinde Rammenau hofft, durch neue Bauvorhaben noch mehr Touristen ins Dorf zu locken. © Archivfoto: Steffen Unger

Rammenau. Eines der schönsten Dörfer Deutschlands, wie sich Rammenau selbst nennt, lockt jährlich zahlreiche Touristen an. Zwar sind die Hoffnungen auf gefüllte Pensionen groß, doch wann es wirklich wieder losgeht, kann aktuell noch niemand sagen. Dennoch sollen mehrere Projekte dafür sorgen, dass noch mehr Besucher den Weg in das Geburtsdorf von Johann Gottlieb Fichte finden.

Für Radfahrer, die in den letzten Jahren laut Bürgermeister Andreas Langhammer stetig zugenommen haben, soll es schon bald einen neuen Stellplatz geben. Genauer gesagt für jene Besucher, die mit einem Elektrofahrrad anreisen. "Gerade für ältere Personen machen E-Bikes das Leben leichter", sagt der Bürgermeister gegenüber Sächsische.de. Doch wenn der Akku erstmal leer ist, wird das Fahren schwierig.

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Gepäckaufbewahrung wird geschaffen

Deshalb hat der Gemeinderat unlängst beschlossen, dass eine Ladestation aufgestellt werden soll. "Die Beauftragung der Ladestation für Räder erfolgte unter der Prämisse, dass die Räder nicht nur geladen werden, sondern ebenso, dass das Gepäck abgelegt und verstaut werden kann und dass die Ladestation durch Photovoltaik-Zellen ihren Strom selber produziert", erklärt Langhammer.

Somit können die Besucher auch ihre Sachen vor Ort lassen, während sie sich im Dorf umsehen oder eine Gaststätte aufsuchen. Damit das auch möglich ist, musste ein geeigneter Standort gefunden werden - der Dorfplatz im Zentrum der Gemeinde. Eine Firma aus Großharthau wurde beauftragt, die Elektroladesäule aufzustellen, damit keiner mehr mit einem leeren E-Bike-Akku dastehen muss.

Audiotour führt zu Sehenswürdigkeiten

Während das Fahrrad am Kabel hängt, sollen die Touristen ab kommendem Jahr mit einer Audiotour durch das Dorf geführt werden. Die "Lauschtour" soll entlang der wichtigsten Sehenswürdigkeiten führen, beispielsweise vorbei am Geburtshaus von Johann Gottlieb Fichte und natürlich zum Barockschloss.

Damit auch mehr Reisende mit einem Wohnmobil nach Rammenau kommen, soll es für sie schon bald einen großen eigenen Parkplatz geben. Dafür laufe laut Informationen des Bürgermeisters aktuell die Suche nach einem geeigneten Standort.

Damit man die Gemeinde generell besser erreicht, ist im vergangenen Jahr bereits ein Kreisverkehr an der Stelle, wo sich aus Richtung Bischofswerda die Straßen zum Autobahnanschluss Burkau und ins Rödertal gabeln, geschaffen worden. Da die gleich danebenliegende Brücke bisher noch nicht fertig fertiggestellt wurde, gibt es aktuell noch eine kleine Umgehung.

Doch auch die kann bereits im Frühling verschwinden, denn die Bauarbeiten an der Brücke gehen laut Landratsamt Bautzen bereits am 15. März nach der geplanten Winterpause weiter. Die Fertigstellung des Projekts ist laut Landesamt für Straßenbau und Verkehr für das dritte Quartal dieses Jahres geplant. (SZ/rw)

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