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Schiebock kassiert Heimniederlage

Zorbau gewinnt eine Woche nach dem Sieg in Bautzen auch beim Bischofswerdaer FV 08. Budissa lässt indes Leipzig keine Chance.

Von Jürgen Schwarz
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Der Zorbauer Torschütze Jihad-Tarek Aljindo (rechts) im Zweikampf mit Tom Grellmann vom BFV.
Der Zorbauer Torschütze Jihad-Tarek Aljindo (rechts) im Zweikampf mit Tom Grellmann vom BFV. © Rocci Klein

Bischofswerda. Am 28. Spieltag der Fußball-Oberliga Süd hat Budissa Bautzen einmal mehr seine Auswärtsstärke bestätigt. Mit 4:0 (1:0) setzte sich der Staffelvierte im Torgauer Hafenstadion gegen Gastgeber FC International Leipzig durch. Der erhoffte Sprung auf den bronzenen Podestplatz gelang aber nicht, weil der VfB 1921 Krieschow (3.) in Neugersdorf groß aufspielte und 5:0 gewann. Für die Gastgeber endete damit eine Erfolgsserie (fünf Siege, zwei Remis). Auch der Bischofswerdaer FV blieb trotz Heimvorteil ohne Punktezuwachs. Blau-Weiß Zorbau, eine Woche zuvor 3:1-Sieger in Bautzen, nahm aus der Volksbank-Arena die drei Zähler mit, gewann mit 1:0.

Spitzenreiter FC Rot-Weiß Erfurt steht als Staffelsieger bereits fest und kann für die Regionalliga Nordost. Die Blumenstädter gewannen zu Hause gegen Einheit Wernigerode mit 5:1 und sind von Platz eins nicht mehr zu verdrängen. Für die Thüringer, die bis 2018 noch in der 3. Liga spielten, war es der 15. Sieg infolge. Der Tabellenzweite VFC Plauen unterlag beim FC An der Fahner Höhe nach einer 2:0-Führung mit 2:3 und kann bei vier ausstehenden Spielen nicht mehr an Erfurt vorbeiziehen.

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Für die Schiebocker war es innerhalb von 14 Tagen das fünfte Meisterschaftsspiel. „In der zweiten Halbzeit hat man gesehen, dass einige Jungs auf der letzten Rille fahren“, schätze BFV-Trainer Frank Rietschel ein. „Aber vor der Pause hätten wir in Führung gehen müssen. Schiemann, Zizka oder Sobe verzeichneten hochkarätige Tormöglichkeiten.“ Auch nach dem Seitenwechsel stand Bruno Schiemann unmittelbar vor dem 1:0, hatte bereits Dominic-Rene Heine umspielt, brachte den Ball aber nicht im Netz unter. Zu allem Überfluss machte BFV-Keeper Lukas Kycek in der 83. Minute beim Distanzschuss des Deutsch-Irakers Jihad-Tarek Aljindo keine glückliche Figur – die Spielentscheidung.

Wespe setzt BFV-Torjäger außer Gefecht

Müßig, darüber nachzudenken, ob der Tscheche Jiri Valenta ins Schwarze getroffen hätte. Der 34-Jährige, der bisher zehn Saisontore erzielte, hatte wenige Tage zuvor gegen den FC International Leipzig (3:3) mit zwei späten Treffern die Niederlage der Bischofswerdaer noch abgewendet. Am Samstag stand er nicht zur Verfügung.

„Ein Wespenstich machte uns einen Strich durch die Rechnung. Die Schwellung ließ einen Einsatz nicht zu. Zudem fiel Michal Brandl mit Fieber aus“, so Rietschel. „Natürlich sind wir alle enttäuscht. Ich bin mir sicher, machen wir das 1:0, verlieren wir das Spiel nicht. Aber dafür können wir uns nichts kaufen. Wir haben jetzt eine Woche Zeit, müssen gut regenerieren, um dann beim Derby am Samstag in Bautzen über 90 Minuten mit Power agieren können.“

Bautzner Trainer jammert auf hohem Niveau

Budissa verließ in Torgau im 13. Auswärtsspiel schon zum neunten Mal als Sieger den Platz. Kapitän Tom Hagemann (28., 70.) und Julien Hentsch (57., 69.) trugen sich beim 4:0 gegen den FC International Leipzig in die Torschützenliste ein. Die Chancen auf einen Medaillenplatz in der Endabrechnung bleiben damit intakt. Plauen und Krieschow rangieren nur drei beziehungsweise zwei Zähler vor den Spreestädtern.

Trainer Stefan Richter zum Spiel: „Die Leipziger sind vorn gut besetzt, ihre großgewachsenen Spieler sorgen bei Standards immer wieder für Gefahr. Defensiv hatten sie aber große Probleme. Unserer Pässe in die Tiefe sorgten für viel Unruhe in deren Abwehr.“

Mit der Ausbeute war Richter allerdings nicht zufrieden: „Wir hätten 3:0 oder 4:0 zu Pause führen können, haben aber die Aktionen oft nicht sauber abgeschlossen.“ Angesichts des deutlichen Spielausgangs fügte der Budissa-Coach aber lächelnd an: „Ich weiß, dass wir da auf hohem Niveau jammern. Jetzt freuen wir uns auf das Derby gegen Bischofswerda.“ Sechs Siege und sechs Niederlagen stehen in Budissas Heimbilanz. „Die ist ausbaufähig“, weiß Stefan Richter.

Bischofswerda: Kycek – Fromm, Sobe (56. Zaldovskis), Zizka, Cermak, Wockatz (70. Hahn), Krautschick, Zalaks, Jacob, Grellmann und Schiemann.

Budissa Bautzen: Zoul – Käppler, Patka, Schröder, Baudisch (78. Henzl), Weska (78. Ch. Noack), Jockusch, Hentsch, Rülicke (84. Mo. Noack), Hentschel (84. Lehmann) und Hagemann (71. Voigt).

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