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Schiebocks Fehler werden eiskalt bestraft

Der Bischofswerdaer FV verliert gegen Einheit Wernigerode 0:2 und bereitet sich nun auf das Pokalspiel gegen Chemnitz vor. Budissa bietet virtuelles Fangespräch an.

Von Jürgen Schwarz
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Bischofswerdaer FV - FC Einheit Wernigerode 0:2 / Bruno Schiemann (BFV), Moritz Singbeil (Einheit)
Foto: RocciPix / Rocci Klein
Bischofswerdaer FV - FC Einheit Wernigerode 0:2 / Bruno Schiemann (BFV), Moritz Singbeil (Einheit) Foto: RocciPix / Rocci Klein © RocciPix / Rocci Klein

Bischofswerda. In der Fußball-Oberliga Süd scheint der FC Rot-Weiß Erfurt auf dem Weg zurück in die Regionalliga nicht aufzuhalten. Der Spitzenreiter gewann in Grimma nach einem souveränen Auftritt mit 4:1 (2:0). Der Tabellenzweite VFC Plauen, vier Punkte zurück, setzte sich im Verfolgerduell mit 3:2 in Sandersdorf durch. Bis zur 88. Minute lagen die Vogtländer mit 1:2 im Hintertreffen.

Enttäuschend verlief der Heimauftritt des Bischofswerdaer FV. Wie schon im Hinspiel mussten sich die Schiebocker dem FC Einheit Wernigerode geschlagen geben (0:2). Es war bereits die siebente Niederlage für den BFV im 16. Saisonspiel.

Das erste Offensivzeichen vor 198 Zuschauern in der Volksbank-Arena setzten die Hausherren, als Jiri Valenta mit einem kapitalen Distanzschuss am tschechischen Gäste-Keeper Ondrej Cap scheiterte (11.). Auf der Gegenseite musste BFV-Schlussmann Lukas Kycek erstmals nach einer Viertelstunde eingreifen, als er einen Schuss von Erik Weinhauer parierte. In Führung gingen die Gäste nach 28 Minuten. Bei einer Flanke von Maximilian Farwig spekulierten die Schiebocker (Grellmann) auf Abseits und Jannis Lisowski köpfte unbedrängt ein.

Nach dem Wechsel verpasste Bruno Schiemann per Kopf die Ausgleichschance (55.). Wesentlich konsequenter im Abschluss agierte weiterhin Wernigerode. In der 68. Minute erhöhte Weinhauer nach einem weiten Abschlag seines Torwarts auf 2:0 und verpasste fünf Minuten später nur knapp das dritte Tor für den Aufsteiger.

Den Null-Achtern fehlt die Überzeugung

„Es war ein gebrauchter Tag“, befand BFV-Trainer Frank Rietschel. „Meinen Spielern fehlte die Überzeugung, zudem haben wir mit groben Fehlern die Gäste zu Toren regelrecht eingeladen. Vor der Pause hatten wir sicher mehr Spielanteile, aber uns fehlte es fast durchgängig an der notwendigen Durchschlagskraft.“ Mit der Einwechslung von Ricards Zaldovskis in der 46. Minute kam etwas mehr Schärfe in die Offensivaktionen. Auch Justin Jacob hatte im zweiten Abschnitt einige gute Szenen im Aufbauspiel, „alles in allem haben wir aber zu wenig unseres Potenzials abgerufen“, meinte Rietschel.

Während der FC Oberlausitz Neugersdorf spielfrei war, wurde die Partie der FSV Budissa Bautzen beim FC An der Fahner Höhe auf den 30. April verlegt. Die Gastgeber hatten den Nordostdeutschen Fußball-Verband aufgrund vieler Corona-Fälle um Verlegung der Begegnung gebeten. Budissa erwartet nun am Samstag Regionalligist BSG Chemie Leipzig zum Viertelfinalspiel um den Landespokal. Gespielt wird ab 14 Uhr im Stadion Müllerwiese.

Im Vorfeld bieten die Spreestädter am Dienstagabend ab 19 Uhr ein virtuelles Fangespräch mit Cheftrainer Stefan Richter und Kapitän Tom Hagemann an. Bautzen hatte auf dem Weg ins Viertelfinale u. a. Titelverteidiger 1. FC Lok Leipzig eliminiert. Die Auslosung der Halbfinalpartien findet am Sonntag in Bischofswerda statt. Die Schiebocker empfangen ab 16 Uhr in der Volksbank-Arena den elffachen Cup-Sieger Chemnitzer FC.

Zudem holt der SV Einheit Kamenz am 26. März ab 14 Uhr seine Achtelfinalpartie gegen Drittligist FSV Zwickau nach. Im letzten Testspiel setzten sich die Lessingstädter beim Dresdner SC aus der Landesklasse Ost mit 5:1 (1:0) durch. Patrick Wocko (45.), Florian Kärger (76.), Franz Häfner (78.) und Miguel Pereira Rodrigues (84.) erzielten die Treffer. Zudem unterlief dem DSC nach einem Kärger-Freistoß noch ein Eigentor (68.).

Bischofswerda: Kycek – Fromm, Cermak, Jacob, Zalaks, Krautschick (79. Günther), Hahn (66. Brandl), Zizka, Valenta, Grellmann (46. Zaldovskis) und Schiemann.