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Uhr der Autobahnkirche Uhyst ist nun wieder komplett

Das Gotteshaus an der A 4 wird schon seit drei Jahren saniert. Jetzt wurden auch die lange fehlenden Zeiger der Turmuhr montiert. Etwas fehlt aber noch.

Marko Mitzscherling, Pfarrer der Kirchgemeinde Uhyst a.T., hält hier den Minutenzeiger der Turmuhr noch in der Hand. Inzwischen wurde er montiert.
Marko Mitzscherling, Pfarrer der Kirchgemeinde Uhyst a.T., hält hier den Minutenzeiger der Turmuhr noch in der Hand. Inzwischen wurde er montiert. © SZ/Uwe Soeder

Uhyst am Taucher. Schon seit drei Jahren laufen die umfangreichen Umbaumaßnahmen in der Autobahnkirche Uhyst. Doch nun ist ein Ende in Sicht. Viele handwerklich aufwendige Arbeiten sind bereits erledigt. Unter anderem wurden die Fenster erneuert, auch jene am Turm, die laut Auskunft von Pfarrer Marko Mitzscherling fast schon auseinandergefallen wären. "Der Kirchturm ist auch von außen in Ordnung gebracht worden", erzählt er im Gespräch mit Sächsische.de.

Nun fehle noch das Leuchtkreuz auf der Kirchenspitze, bei dem es in Uhyst eine Besonderheit gebe, die vom Landratsamt Bautzen bewilligt werden müsse. "Das hängt zusammen mit der Vodafone-Antenne, weswegen wir kein Metallkreuz aufhängen dürfen, sondern eines aus glasfaserverstärktem Kunststoff", sagt Mitzscherling.

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Im Innenraum fehlen an der Orgel noch die Geländer, und die Kapelle für Verkehrsopfer aus Ostsachsen soll laut Pfarrer bald wieder mit dem dazugehörigen Fenster und dem traditionellen Buch zum Einschreiben ausgestattet werden.

Alter Granitboden ist wieder sichtbar

Am meisten fiel beim Vorbeifahren allerdings Eines auf: Zwar hatte die Uhr am Kirchturm vor gut drei Wochen wieder ihr Ziffernblatt erhalten, von den Zeigern fehlte allerdings jede Spur. "Die Zeiger sind da und liegen im Pfarrhaus, aber der Mann, der sich darum kümmert, hat so viele Aufträge, dass er nicht dazu kommt, sie wieder zu befestigen", bedauerte der Pfarrer noch vor wenigen Tagen. Doch jetzt hat er es geschafft.

Am 3. September wurden Uhr und Ziffernblätter wieder angebracht. Doch die Zeiger fehlen noch.
Am 3. September wurden Uhr und Ziffernblätter wieder angebracht. Doch die Zeiger fehlen noch. © SZ/Uwe Soeder

Wer die Autobahnkirche betritt, entdeckt aber noch mehr Neues. Auf dem Weg in den Innenraum laufen Besucher nun nicht mehr über die rund 30 Jahre alten Kokosmatten, die nicht mehr nutzbar waren, sondern über den darunter befindlichen, wieder aufgearbeiteten Granitboden. Die Kirche hat 24 Stunden am Tag geöffnet, Menschen können jederzeit zum Gebet und zum Gedenken hereinkommen.

Sitzheizung macht den Kirchenbesuch angenehmer

Gerade, wer in der Nacht oder im Winter etwas länger verweilt, wird sich über eine weitere Neuerung freuen. Die Kirchenbänke haben jetzt eine Sitzheizung. "Der Kirchenvorstand wollte insgesamt keine Heizung haben, weil die Kirche sehr hoch ist und das dadurch sehr viel Strom fressen würde", erklärt Mitzscherling. Eine Infrarotheizung unter den Sitzkissen bietet nun allerdings eine praktikable Lösung. Denn sie wird durch einen Knopfdruck aktiviert und schaltet sich nach 30 Minuten selbstständig wieder aus.

Ausgegeben werden für die Bauarbeiten am Ende laut Aussage des Pfarrers eine knappe Viertelmillion Euro. "Hauptsächlich haben die Fenster sehr viel Geld gekostet, weil sie genauso aussehen mussten wie die alten", betont Mitzscherling. Finanziert werden die Kosten über die Leader-Region "Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft", die Kirchgemeinde und die Landeskirche.

Der Text wurde am 29. September 2021, 20.15 Uhr, aktualisiert. In einer früheren Version hieß es, dass die Zeiger der Kirchturmuhr noch nicht montiert wurden.

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