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Aktion Spätschicht: Betriebe laden ein

Im Juli lassen sich in fünf Städten im Landkreis Bautzen wieder einheimische Unternehmen per Bustour erkunden. Was das den Teilnehmern bringt.

Der Bischofswerdaer Wirtschaftsförderer Manuel Saring lädt zur Spätschicht ein. Bei der Aktion am 9. Juli können Teilnehmer Unternehmen in und um Bischofswerda kennenlernen. Aber auch in anderen Städten im Landkreis Bautzen gibt es diese Aktion.
Der Bischofswerdaer Wirtschaftsförderer Manuel Saring lädt zur Spätschicht ein. Bei der Aktion am 9. Juli können Teilnehmer Unternehmen in und um Bischofswerda kennenlernen. Aber auch in anderen Städten im Landkreis Bautzen gibt es diese Aktion. © SZ/Uwe Soeder

Bischofswerda. Wenn am späten Nachmittag des 9. Juli gleich vier Busse vor dem Bischofswerdaer Rathaus halten und dort zahlreiche Fahrgäste einsteigen, haben diese gleich mehrere Ziele im Blick. Denn bei der dritten Bischofswerdaer Spätschicht geht es nicht einfach nur von A nach B, sondern zu jeweils drei Unternehmen.

"Jede Tour dauert drei bis vier Stunden, da für jedes Unternehmen ein Zeitfenster von rund einer Stunde eingerechnet ist", berichtet Manuel Saring, Wirtschaftsförderer in der Bischofswerdaer Stadtverwaltung, der das Ganze organisiert. Im vergangenen Jahr hätten insgesamt über 90 Personen an den drei Touren teilgenommen. Diese Zahl möchte man in wenigen Wochen noch einmal toppen.

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Auch in anderen Städten wird es diese Aktion geben. In Radeberg und Hoyerswerda ebenfalls am 9. Juli, in Bautzen und Kamenz eine Woche später. Während in Radeberg zwei Touren geplant sind, ist Bautzen mit neun Angeboten dabei. "Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen von insgesamt 25 Unternehmen und erfahren Sie viel Wissenswertes über die Geschichte, Leistungsfähigkeit, Produktion, Ausbildungsmöglichkeiten und offene Stellen", wirbt die Bautzener Stadtverwaltung für die Touren.

Was auf den Touren zu erleben ist

In Bischofswerda wurden die zwölf teilnehmenden Firmen nach Themenschwerpunkten und Lage auf die Touren aufgeteilt. Während die erste Tour beispielsweise ins Gewerbegebiet Nord und nach Wölkau führt, trägt die zweite den Namen "Soziale-und- Pflege-Route". Dort ist unter anderem die Bischofswerdaer Lebenshilfe dabei, die unlängst ihr 30-jähriges Jubiläum feierte.

Warum der Verein, der unter anderem eine Behindertenwerkstatt betreibt und sich um den Bischofswerdaer Tierpark kümmert, teilnimmt, erklärt Geschäftsführer Raimo Henneberg: "Teilhabe am Arbeitsleben stellt für alle Menschen einen bedeutsamen Lebensbereich dar und ist für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf mitunter mit mehr Hürden und Barrieren verbunden."

Das dritte Angebot mit dem Namen "B-98-Tour" führt unter anderem zur Maschinenbau-Firma Fiedler nach Schmölln-Putzkau. "Wir sind als Hersteller für Kommunaltechnik immer auf der Suche nach guten Mitarbeitern zur Erweiterung unserer Fertigung. Dafür nutzen wir verschiedene Plattformen. Die Spätschicht bietet sich für uns an, da wir auch hier unser Werk der Öffentlichkeit zeigen können", sagt Geschäftsführer Stefan Fiedler.

Die Putzkauer Firma Fiedler Maschinenbau war bereits 2019 das erste Mal bei der Spätschicht von Bischofswerda dabei.
Die Putzkauer Firma Fiedler Maschinenbau war bereits 2019 das erste Mal bei der Spätschicht von Bischofswerda dabei. © Stadt Bischofswerda

Einen weiteren Stopp auf dieser Runde gibt es bei Bistra Bau. "Wir möchten zur Bischofswerdaer Spätschicht unser Unternehmen als regionalen und starken Arbeitgeber präsentieren. Gleichzeitig möchten wir dabei um künftige Mitarbeiter werben und über unsere Ausbildungsmöglichkeiten informieren", berichtet Katrin Joswig vom ebenfalls in Schmölln-Putzkau ansässigen Bauunternehmen.

Wer bei den Touren mitfahren kann

Mitfahren kann bei der Spätschicht jeder. "Die Zielgruppe lässt sich von 9 bis 99 Jahre benennen. Jeder, der Interesse hat, hinter sonst verschlossene Türen und Tore zu schauen; der vielleicht einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz sucht oder einmal wissen möchte, was das Unternehmen eigentlich macht, an dem er jeden Tag vorbeifährt oder in dem der Nachbar arbeitet", beschreibt Manuel Saring die Intention der Veranstalter, zu denen neben den beteiligten Städten auch die Industrie- und Handelskammer sowie die Kreishandwerkerschaft gehören.

Und vielleicht erwirbt mancher auf solch einer Tour auch Wissen, mit dem er später angeben kann. "Wussten Sie schon, dass fast jeder Sanitätskasten in deutschen Autos in Bischofswerda bestückt wird oder dass Ihre Steckdosenleiste beziehungsweise der Lichtschalter vermutlich hier produziert wird?", fragt Saring.

Mitkommen ist in Bischofswerda, aber auch in allen anderen Städten, völlig kostenfrei. "Alle Mitfahrer benötigen an diesem Tag nur zwei Dinge - Zeit und Lust", sagt Saring. Und sie müssen sich vorher anmelden.

Anmeldung und alle Informationen zur jeweiligen Spätschicht:

Dieser Artikel wurde am 18.06.2021 um 13.41 Uhr geändert.

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