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Blaue Tonne bleibt vorerst stehen

Durch den Bombenfund in Dresden sind die Fahrzeuge des Entsorgers blockiert. Das hat Folgen auf Bischofswerda und umliegende Gemeinden.

© SZ

Bischofswerda. Der Dresdner Bombenfund, durch den ein ganzes Stadtviertel evakuiert und abgesperrt werden musste, hat auch Auswirkungen auf die Abfallentsorgung in der Oberlausitz. Durch die Bergungsarbeiten ist ein Teil des Fuhrparks der Firma Veolia blockiert. Dies betrifft die Fahrzeuge, die die Papierentsorgung sicherstellen. Insbesondere in der Stadt Bischofswerda sowie den Gemeinden Neukirch, Schmölln-Putzkau und Steinigtwolmsdorf kann es zu Verzögerungen, eventuell auch zum Ausfall von Touren kommen, teilte das Landratsamt am Donnerstag auf SZ-Anfrage mit.

Das Entsorgungsunternehmen hatte zuvor die betroffenen Kommunen informiert. So standen zum Beispiel am Donnerstag in Putzkau viele Blaue Tonnen an der Bundesstraße. Nach Angaben der Gemeindeverwaltung Schmölln-Putzkau wolle Veolia am Freitag nach der Neukirch-Tour versuchen, wenigstens einen Teil der Tonnen in Putzkau, Schmölln und Tröbigau zu leeren. Papiertonnen, die am Freitag nicht geleert werden können, sollen entweder am Sonnabend bis 14 Uhr oder am Montag geleert werden. Die Gemeindeverwaltung von Schmölln-Putzkau bittet im letzten Fall darum, auch nicht geleerte Tonnen über das Wochenende wieder aufs Grundstück zu stellen.

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Keinen Einfluss haben die Folgen des Bombenfundes auf die Rest- und Biomüllentsorgung, sagte Peter Stange, Pressesprecher des Landratsamtes. Das mit dieser Leistung beauftragte Unternehmen Nehlsen in Radeberg ist nicht betroffen und fährt seine Touren nach Plan.

Wie lange die Engpässe bei der Entsorgung von Altpapier dauern, ist offen. Es hänge vom Geschehen in Dresden ab, sagte Peter Stange. „Uns ist bewusst, je länger die Bombenentschärfung dauert, um so schwieriger wird es, den entstehenden Rückstand aufzuholen.“ Das Landratsamt empfiehlt den Bürgern, die Papiertonnen erst einmal stehen zu lassen und stattdessen auf die Container auf den Sammelplätzen auszuweichen. (SZ)