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Blitzereinnahmen steigen deutlich

Die Stadt hat aufgerüstet im Kampf gegen Rotlichtsünder und Raser. Vor allem die stationären Geräte arbeiten sehr erfolgreich.

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© Sven Ellger

Von Christoph Springer

Die Raser-Einnahmen der Stadt sind 2017 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Das ergibt eine erste Übersicht der Stadt über die Strafzahlungen, die im vergangenen Jahr auf dem Rathauskonto eingegangen sind. Allein die 17 stationären Blitzer haben demnach bis Ende November mehr als 1,8 Millionen Euro eingebracht. Sie haben in dieser Zeit fast 72 000 Raser und 520 Autofahrer fotografiert, die Ampelsignale nicht beachtet haben. 2016 registrierte die Stadt reichlich 53 673 solche Verstöße und nahm 1,7 Millionen Euro ein. Die Dezemberzahlen will die Stadtverwaltung bis Ende Januar noch addieren, unterm Strich stehen dann vielleicht sogar fast zwei Millionen Euro.

Auch die mobilen Messgeräte haben 2017 mehr Raser geblitzt als im Jahr davor. Zwar hält die Stadt das Gesamtergebnis für 2017 noch unter Verschluss, die Tendenz aus dem ersten Halbjahr ist aber deutlich. Mehr als 24 800 zu eilige Fahrer rauschten zwischen Januar und Juli 2017 an den Fotofahrzeugen der Stadt vorbei. 2016 waren es in zwölf Monaten 34 229. Auch unterm Strich spiegelt sich diese Tendenz wider. Demnach hat die Stadt in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres bereits 465 000 Euro mit den mobilen Blitzern eingenommen. In ganz 2016 waren es 866 000.

Karl Schuricht, Sprecher der Stadtverwaltung, erklärt, bei der Auswahl der Mess-Standorte gehe es vor allem um die Sicherheit. Es seien insgesamt rund 850 vor allem vor Schulen und Kindergärten, vor Krankenhäusern und an Unfallschwerpunkten. Diese Regel gelte auf die die Standortwahl bei stationären Blitzern. 17 davon gibt es in Dresden, der erfolgreichste steht auf der Waldschlößchenbrücke. Dazu kommen zwei Autos mit mobilen Blitzanlagen.

Diese Autos werden von Mitarbeitern des Ordnungsamtes betrieben. Dafür gibt es sechs Messbedienstete, die im Zweischichtsystem unterwegs sind und dabei von einem Sachbearbeiter und einem Gruppenleiter unterstützt werden.

Bei den stationären Blitzern hat die Stadt erst im vergangenen Jahr kräftig aufgerüstet. Alle Geräte sind seit dem Herbst mit digitaler Aufnahmetechnik ausgestattet. Das verbessert die Bildqualität. Schließlich erwischte die Stadt mit diesen Geräten 2016 zwar mehr als 76 000 Rotlichtsünder und Raser. Aber die Fotoqualität war so schlecht, dass das Rathaus nur rund 54 000 Strafgeldbescheide verschicken konnte.