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Blockaden gegen Abschiebung

Etwa 30 Menschen haben in der Nacht in Tolkewitz versucht, die Abschiebung einer Familie zu verhindern. Für zwei Blockierer hat das Konsequenzen.

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Abgeschoben mit acht Kindern

Abgeschoben mit acht Kindern

Eine ganze Familie ist aus ihrer Tolkewitzer Wohnung geholt worden. Weil der Vater einen Fehler gemacht hat.

Dresden.Mittwochnacht gegen 23 Uhr: Polizeibeamte klingelten am Reichenauer Weg in Tolkewitz an der Tür einer Familie: Die Frau und ihre acht Kinder sollen in den Kosovo abgeschoben werden.

Nachdem ein Asylantrag abgelehnt worden sei, habe die Familie die Chance zur freiwilligen Ausreise nicht wahrgenommen, sagte ein Sprecher der Landesdirektion. Ihr Flug war gebucht für Donnerstag um 13.55 Uhr ab Frankfurt.

Die Polizei hatte zu dem nächtlichen Termin vorsorglich eine Dolmetscherin sowie einen Seelsorger mitgebracht, wie es im Polizeibericht heißt.

Während die 37-jährige Mutter und ihre Kinder im Alter von zwei bis 17 Jahren ihre Koffer packten, erschienen zunächst rund ein Dutzend Demonstranten vor dem Wohnblock. Sie hätten versucht, die Zugänge zum Haus zu blockieren und so den Abtransport der Familie zu verhindern. Die Polizei forderte daraufhin weitere Beamte zur Unterstützung an.

Als der Polizeikonvoi mit der Familie, die auf mehrere Fahrzeuge verteilt war, losfahren wollte, blockierten rund 25 Demonstranten sitzend die Straße. Da die Blockierer die Straße nicht freiwillig räumten, drängte die Polizei sie ab und bedachte zwei der Demonstranten mit Strafanzeigen, weil sie offenbar zu heftigen Widerstand leisteten.

Letztlich war die Abfahrt der Familie möglich und auch die 50 Beamten sowie vier Wachpolizisten konnten gegen 1.30 Uhr wieder abrücken. (szo/dpa)

Der Wohnblock im Reichenauer Weg, den die Familie in der Nacht verlassen musste.
Der Wohnblock im Reichenauer Weg, den die Familie in der Nacht verlassen musste. © Tino Plunert

Polizeibericht vom 19. 10.

Büroeinbruch

17.10.2017, 15.45 Uhr bis 18.10.2017, 07.15 Uhr / Dresden-Löbtau

An der Reisewitzer Straße öffneten Einbrecher zunächst gewaltsam die Hintertür des Hauses und anschließend die Zugangstür zu einem Firmenbüro auf. Aus den Räumen stahlen sie rund 400 Euro Bargeld.

Beim Aufnehmen der Anzeige stellten die Beamten auch an der Tür eines benachbarten Backshops Einbruchsspuren fest. Den Tätern war es jedoch nicht gelungen, in die Räume zu gelangen. Der entstandene Sachschaden summiert sich auf rund 1500 Euro.

Einbruch in Backshop

17.10.2017, 22.00 Uhr bis 18.10.2017, 05.10 Uhr / Dresden-Seidnitz

In der Nacht zum Mittwoch hebelten Einbrecher ein Fenster zur Filiale einer Bäckerei an der Liebstädter Straße auf. Im Inneren durchsuchten sie die Räume und stahlen 10 Euro Kleingeld.

Tisch mit Kassette gestohlen

17.10.2017, 20.00 Uhr bis 18.10.2017, 05.20 Uhr / Dresden-Seevorstadt

Der Betriebscontainer eines Parkplatzes geriet an der Tiergartenstraße ins Visier von Einbrechern. Die Ganoven zerschlugen eine Fensterscheibe und verschafften sich Zutritt. Aus dem Container stahlen sie einen Tisch, auf dem eine Geldkassette angeschraubt war.

Der Tisch wurde am Morgen unweit entfernt im Großen Garten festgestellt. Die Einbrecher hatten von der Tischplatte die Kassette abgerissen. Ob sich etwas in der dieser befand, ist noch nicht bekannt. Der Sachschaden wurde auf rund 2.000 Euro beziffert.

Flüchtender Ladendieb gestellt

Zeit: 18.10.2017, 17.10 Uhr; Ort: Dresden-Reick

Die Dresdner Polizei ermittelt wegen räuberischen Diebstahls sowie Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz gegen einen 27-jährigen Deutschen. Der Mann hatte in einem Supermarkt an der Niedersedlitzer Straße Lebensmittel im Wert von knapp 30 Euro in seinen Rucksack gesteckt und wollte das Geschäft ohne zu bezahlen verlassen.

Als der Diebstahlsalarm anschlug, sprach ein Kassierer (33) den mutmaßlichen Dieb an und versuchte ihn am Rucksack festzuhalten. Der Dieb schlug ihm ins Gesicht und rannte davon. Der 33-Jährige folgte ihm, konnte ihn einholen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten.

Bei der Durchsuchung des 27-Jährigen fanden die Beamten neben dem Diebesgut auch Betäubungsmitteln, vermutlich Crystal.

Zivilstreife stellte angetrunkene Radfahrer

Zeit: 19.10.2017, gegen 03.00 Uhr; Ort: Dresden-Wilsdruffer Vorstadt

In der Nacht zum Donnerstag haben Dresdner Polizeibeamte zwei betrunkene Radfahrer (31/33) gestellt. Der 31-Jährige wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Einer Zivilstreife waren die beiden Radfahrer auf der Marienbrücke aufgefallen, weil sie in Schlangenlinien fuhren. Zudem hatte nur eines der Räder Beleuchtung. Die Beamten wollten die beiden kontrollieren, die ignorierten die die Aufforderung anzuhalten aber. Die beiden Männer konnten dann an der Könneritzstraße gestoppt werden.

Atemalkoholtests ergaben bei dem 33-Jährigen einen Wert von 2,28 Promille und bei dem 31-Jährigen 1,5 Promille. Blutentnahmen sowie Anzeigen wegen Trunkenheit im Verkehr waren die Folge.

Zudem stellte sich heraus, dass gegen den 31-Jährigen ein Vollstreckungshaftbefehl vorlag. Da er die geforderte Geldstrafe nicht entrichten konnte, wurde er in die Justizvollzugsanstalt gebracht.

Zeugen eines Unfalls gesucht

Zeit: 12.10.2017, 16.40 Uhr; Ort: Dresden-Leipziger Vorstadt

Vor einer Woche kam es an der Kreuzung Hansa-/Fritz-Reuter Straße zu einem Verkehrsunfall, zu dem nun Zeugen gesucht werden. Die Fahrerin (38) eines Skoda fuhr auf der Hansastraße in Richtung Zentrum. Als sie nach links in die Fritz-Reuter-Straße abbog, stieß sie mit einem Smart (Fahrer 41) zusammen, der auf der Hansastraße in Richtung Autobahn fuhr.

Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang und besonders zur Ampelschaltung machen können, sollen sich bitte telefonisch unter 483-2233 bei der Dresdner Polizei melden.

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