merken

Blockhaus soll 2022 als Archiv öffnen

Kunstmäzen Egidio Marzona hat den Staatlichen Kunstsammlungen das Archiv der Avantgarden übertragen. Das zieht in den prägnanten Bau ein.

© Nieto Sobejano Arquitectos

Dresden. Ein schwebender Kubus soll künftig das Innere des Blockhauses bestimmen. Darin werden auf drei Ebenen Exponate aus der umfangreichen Sammlung Egidio Marzonas aufbewahrt. Wissenschaftler wie Kunst-Interessierte können sich künftig über die Werke und ihre Geschichte informieren.

Anzeige
Symbolbild Anzeige

DREWAG als Teil des Projektes MAtchUP 

DREWAG-Maßnahmen als Teil des europäischen Forschungsprojektes MAtchUP vorgestellt

So sieht es derzeit im Blockhaus aus

Bis Ende 2022 will der Freistaat Sachsen unter Regie des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement das Blockhaus im Innern umgebaut haben. Neben dem Archiv sollen darin auch Veranstaltungsflächen für Vorträge und Workshops entstehen, außerdem eine Cafeteria und Büroräume für Mitarbeiter der Staatlichen Kunstsammlungen.

„Durch die Sammlung von Egidio Marzona haben wir auch das Blockhaus sozusagen geschenkt bekommen, das vorher nie für eine Nutzung durch die Staatlichen Kunstsammlungen zur Debatte stand“, sagte Sachsens Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD). Mehr als 20 Millionen Euro werden in den Umbau investiert. Dazu gehört auch der Hochwasserschutz, für den das Blockhaus eine sogenannte weiße Wanne erhält, die das Untergeschoss abdichtet.

Kunstsammler Egidio Marzano hat den Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) weitere 200 000 Objekte für das Archiv der Avantgarden geschenkt, das im Blockhaus untergebracht werden soll. Das gab am Freitag die Generaldirektorin der SKD, Marion Ackermann, bekannt.

Darunter ist eine Plakatsammlung von Marcel Duchamp und herausragende Architekturzeichnungen, unter anderem von Hans Scharoun. Der Wert der weiteren Schenkung liegt bei rund 19 Millionen Euro. Bereits 2016 übergab Marzano den SKD eine erste Sammlung mit 1,5 Millionen Objekten.(SZ/kh)