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„Blümel-Beben“ bleibt aus

Andre Schollbach und Jens Matthis sind wieder Spitzenkandidaten. An ihrer Seite starten viele junge Leute.

Von Julia Vollmer

Die Linken ziehen mit jungen und frischen Spitzenkandidaten in die Stadtratswahlen im Mai 2019. Am Samstag nominierten die Parteimitglieder im Dresdner Rathaus insgesamt 16 Kandidaten für die Listenplätze 1 und 2 in den Wahlkreisen.

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Am Anfang stehen die drei Buchstaben T U N", sagt eine der beiden Gewinnerinnen des Sächsischen Gründerinnenpreises 2019. Jetzt noch für 2020 bewerben.

Ähnlich wie bei der SPD am vergangenen Wochenende eroberten auch bei den Linken neue und teilweise unbekannte Gesichter die vorderen Plätze. So bewerben sich mit Ines Finkenwirth, Annegret Gieland, Katharina Hanser, Anne Holowenko und Caroline Lentz gleich fünf neue Frauen um ein Mandat.

Wieder auf aussichtsreiche Plätze für das Stadtparlament wählten die Mitglieder aber auch die aktuellen Stadträtinnen Anja Apel, Pia Barkow und Margot Gaitzsch. Nicht mehr angetreten um einen Spitzenplatz sind Jaqueline Muth, Cornelia Eichner, Rica Gottwald und Manuela Sägner. Muth begründete ihre Entscheidung damit, dass sie in die Parteiarbeit sehr eingebunden sei und sich wieder mehr um ihren Beruf als Künstlerin kümmern wolle. Kerstin Wagner kandidierte zwar um einen vorderen Platz, wurde aber nicht gewählt.

Anders als bei der SPD gab es kein „Blümel-Beben“. Die Sozialdemokraten hatten ihren aktuellen Fraktionsgeschäftsführer Thomas Blümel nicht wieder auf einen vorderen Listenplatz gewählt. Das stand bei den Linken nicht zu befürchten. Sowohl Parteichef Jens Matthis als auch Fraktionsvorsitzender Andre Schollbach bekamen von den Genossen wieder das Vertrauen für einen ersten Platz. Schollbach betonte, vor allem gegen einen Rechtsruck in der Stadt kämpfen zu wollen. Bei den Männern wurden neben den beiden Chefs sowohl die aktuellen Stadträte Tilo Kießling, Tilo Wirtz und Norbert Engemeier gewählt als auch die „Newcomer“ Florian Berndt, Christopher Colditz und Magnus Hecht. Hecht ist kein Unbekannter. Vor allem die Neustädter kennen ihn als umtriebigen Engagierten für die Scheune und die Bunte Republik Neustadt (BRN). Parteichef Jens Matthis zeigte sich erfreut über die zahlreichen Kandidaturen. „Die Fraktion hat in den letzten Jahren eine gute Arbeit vorgelegt und dies macht offensichtlich Lust, selbst auch gestalten zu wollen.“