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Blumenball fällt wieder aus

Einen neuen Ball wird es erst 2019 geben. Dann allerdings ohne Blumenmädchen-Wahl und an einem anderen Ort.

© Daniel Schäfer

Von Dirk Schulze

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Sebnitz. Es war bereits abzusehen. Gut sechs Wochen vor dem angekündigten Termin am 14. April gab es weder einen Vorverkauf noch ein Programm für die Wiedergeburt des Sebnitzer Blumenballs. Nachdem die Veranstaltung im vergangenen Jahr mangels Nachfrage abgesagt werden musste – zum ersten Mal nach 20 Jahren –, sollte der Blumenball in diesem Jahr mit neuem Konzept durchstarten. So hat es der Stadtrat im Sommer einstimmig beschlossen und die Verwaltung beziehungsweise die Tourismusabteilung der Stadt damit beauftragt, dieses Konzept zu erstellen.

Am 1. März gibt die Stadt nun per Pressemitteilung bekannt, dass es in diesem Jahr keinen Blumenball geben wird. Die Neuauflage wird auf 2019 vertagt. Die Entscheidung ist bereits in der Stadtratssitzung im Januar gefallen – allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. „Die Verwaltung hat ein Konzept vorgelegt“, erklärt Oberbürgermeister Mike Ruckh (CDU) auf Nachfrage der SZ. Dieses wäre sowohl in der Stadthalle wie bisher, als auch an einem neu ins Spiel gebrachten Veranstaltungsort umsetzbar gewesen. Vollends überzeugt waren die Stadträte von dem Konzept offenbar nicht. Sie votierten für einen kompletten Neustart an neuem Ort. Der steht jedoch erst 2019 zur Verfügung.

Es handelt sich um eine Etage im Sebnitz-Center. Dessen Eigentümer, das Unternehmerehepaar Walldorf, hat die Räume angeboten. Zuletzt fanden dort schon private Feierlichkeiten statt. Die Räumlichkeiten sollen jetzt noch einmal baulich fit gemacht werden für öffentliche Events. Das dauert aber bis Ende 2018.

Die zweite wesentliche Neuerung: Das Blumenmädchen wird künftig nicht mehr auf dem Ball gewählt. Die Wahl soll vorher in kleinem Kreis stattfinden. Das komme auch den Kandidatinnen entgegen, die dadurch weniger mit Lampenfieber zu kämpfen haben. Für die Zweitplatzierten entfällt die unschöne Situation auf der großen Bühne, fürs Publikum das langwierige Wahlprozedere. Es bleibt: „Ein Ball, der kurzweilig unterhalten und in erster Linie Gelegenheit zum ausgelassenen Tanzen bieten soll“, wie es das Stadtmarketing formuliert.