Von Sylvia Jentzsch
Hartha. Mit Engelszungen überredeten einige Abiturientinnen Sportlehrer André Glauch zur Teilnahme an der Blutspendeaktion. Als erster Lehrer wollte er bei der Spendenaktion, die die Abiturienten organisierten, teilnehmen. Doch der gute Wille reicht manchmal nicht. Man muss auch ein gültiges Dokument dabei haben. Das konnte der Sportlehrer nicht nachweisen. Doch das war für ihn kein Grund, sich von der Aktion zu drücken. Er fuhr nach Hause und holte die entsprechenden Papiere. Dafür zollten die Abiturienten großen Respekt. Als zweite Lehrerin ließ sich Susann Höhme Blut abnehmen.


kurz vor Ende der Aktion zählten die Organisatoren fast 30 Spender. Dabei hatten sie viel mehr erwartet, denn der Zuspruch war groß – allerdings meist nur mit Worten. Die Abiturienten hatten die Aktion gemeinsam mit dem Blutspendedienst Haema organisiert, um Geld für ihren Abschluss zu sammeln. Denn dafür wird einiges zur Finanzierung der Abschlussfeier auf dem Schulhof, für das Bedrucken der T-Shirts oder für die Geschenke für die Lehrer benötigt. Um Pauline Schmid hat sich ein Team gebildet, das für die Finanzen zuständig ist. Die Abiturienten wollen nicht auf Sponsorensuche gehen, sondern das Geld durch Aktionen zusammenbringen. Und so gibt es am 16. Dezember eine Abifinanzierungsfeier im Check Point in Massanei. Auch die Organisation des Absolvententreffens im März haben die Zwölftklässler übernommen.
Während die Schüler für die Spender Kuchen, belegte Brötchen und Kaffee zur Verfügung stellten, hatte das Haema-Team die Liegen im Gymnastikraum der Hartarena aufgestellt. „Wir sind mit viel Personal da. Da bei einer solchen Aktion viele Erstspender dabei sind, deren Aufnahme länger dauerte, sind wir mit einem großen Team vor Ort“, so Dana Mäding, Zentrumsmanager der Haema. Zuerst wurden die Spender in eine Kartei aufgenommen und ihnen ein vierseitiger Fragebogen übergeben. Anschließend untersuchte eine Ärztin die Eignung und klärte Fragen ab. War alles in Ordnung, wurde der Spender zugelassen. Beim Verein für Knochenmark- und Stammzellspenden konnte man sich als potenzieller Stammzellspender registrieren lassen.