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Blutmond und leuchtender Mars

Am Freitagabend gibt es ein astronomisches Highlight. Die Sternwarten sind vorbereitet.

© René Meinig

Von Katalin Valeš

Mit etwas Glück und wolkenfreiem Himmel ist am Freitagabend ein faszinierendes Schauspiel zu beobachten: eine totale Mondfinsternis. „Wenn wir Glück haben, können wir gleich daneben den Mars sehen und mit dem Teleskop auch einen Blick auf Venus und Jupiter werfen,“ sagt Renate Franz, die Leiterin der Sternenwarte Gönnsdorf. Von dort, auf den Höhen des Schönfelder Hochlandes, ist die Sicht auf die Himmelsereignisse besonders gut. Renate Franz hofft gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der Astro-AG auf zahlreiche Gäste. Der 15-jährige Marlon Araque freut sich bereits: „Solche Himmelsereignisse sind wunderschön anzusehen. Wir werden mithilfe der Teleskope sicher auch tolle Fotos machen.“ Besucher der Sternenwarte haben die Möglichkeit, die verschiedenen Teleskope auszuprobieren. Der Eintritt ist frei.

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„Wenn wir den Mond sehen werden, wird er schon etwas in den Erdschatten eingetreten sein. Die Mondfinsternis beginnt zwar schon gegen 20.30 Uhr, ist aber erst ab 21 Uhr auch bei uns gut zu beobachten,“ erklärt Franz. Bevor das Spektakel losgeht und um das Warten zu verkürzen, hält Dr. Frank Bok, passend zum Abend einen Mondvortrag. „Wer den nicht hören möchte, ist ab 21 Uhr willkommen,“ sagt Renate Franz.

Gegen 22.22 Uhr wird es richtig dunkel sein. Dann ist die maximale Finsternis erreicht und Mars und Mond werden rötlich leuchten. Gegen 23.13 ist das wieder vorbei. „Nach Mitternacht wird die Mondfinsternis richtig beendet sein. Der Mars ist aber die ganze Nacht zu sehen, ganz in der Nähe des Mondes“ so Renate Franz.

Auch wenn sie es lieber hätte, dass möglichst viele die Chance nutzen, den ‚astronomischen Sommernachtstraum’ in ihrer Sternenwarte zu erleben, hat sie ein paar Tipps für jene, die nicht kommen können: „Die Mondfinsternis lässt sich mit bloßem Auge wahrscheinlich auch gut beobachten, mit einem Fernglas wird sie noch besser zu sehen sein. Am besten ist die Sicht von einer Stelle, die nicht verbaut ist und von der aus man eine möglichst weite, freie Sicht auf den Mond hat.“ Wer Glück hat und ein Fenster in südöstlicher Richtung, kann das Spektakel auch vom Schlafzimmerfenster aus erleben. Allerdings sollten dann möglichst wenig künstliche Lichtquellen den Blick in den Himmel stören.

Sternwarte Gönnsdorf: Weißiger Landstraße 6, 01328 Dresden, www.sternwarte-goennsdorf.de