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BMX-Startrampe bleibt länger gesperrt

Die Brandserie in Weinhübel hat auch die BMX-Anlage getroffen. Für die Schäden kommt keine Versicherung auf. Die Stadt plant trotzdem eine Reparatur.

© nikolaischmidt.de

Von Ingo Kramer

Lange sah es nach einem richtig guten Jahr für die Görlitzer BMX-Fahrer aus. Mit Fördermitteln ist im Weinhübler Kühlhaus eine Skatehalle entstanden, auf der sie ihrem Hobby nun endlich auch bei schlechtem Wetter nachgehen können. Doch nun sind sie Opfer der Brandserie in Weinhübel geworden, denn die hölzerne Startrampe der Dirt-Bahn hinter dem Kaufland-Center in Weinhübel wurde am frühen Morgen des 16. Juli angezündet. Zuvor seien bei mehreren Bränden „nur“ Reifenstapel angezündet und gleichzeitig einzelne Bäume und Sträucher in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Name Dirt bedeutet Schmutz – gemeint ist also die Bahn, die aus Erdhügeln besteht und deshalb auch mal pampig werden kann. „Ohne die Rampe aber bekommt man keinen Schwung, da funktionieren die Hügel nicht“, sagt André Schubert vom Adrenalin-Verein, in dem viele BMXer organisiert sind. Deshalb sei das Dirtfahren momentan einfach nicht möglich. Auch beim für Ende September geplanten Do it Jam, dem jährlichen Wettbewerb auf dem Gelände, muss der Dirt-Wettkampf deshalb diesmal ausfallen.

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„Das ist wirklich ärgerlich, denn bisher gab es mit der Rampe nie irgendwelche Probleme“, sagt André Schubert. Gebaut wurde sie von der Firma Künstlerische Holgestaltung aus Zentendorf, vermutlich um 2006/07. Bauherr sei die Stadt gewesen, sie habe die Rampe auch bezahlt: „Unseren Verein gab es damals noch gar nicht.“

Auch die Stadt ist über die Brandserie sehr verärgert, zumal die Polizei noch immer keine Täter ermittelt hat. „Welche Teile der vom Brand betroffenen Startrampe noch erhalten werden können, muss erst im Detail ermittelt werden“, sagt Bauamtsleiter Torsten Tschage. Der Deckbelag sei in diesem Teil der Startrampe jedenfalls komplett zerstört. Zur Schadenshöhe könne er momentan noch nichts Genaues sagen. „Sie beläuft sich aber auf jeden Fall auf einen vierstelligen Eurobetrag“, sagt Tschage. Die Startrampe befinde sich auf städtischem Grund und in städtischem Eigentum. Eine Versicherung gebe es für den Schaden nicht. Und auch noch keinen Zeitplan für eine Reparatur. „Ziel ist es aber, die Startrampe komplett wiederherzustellen und funktionsfähig zu machen“, versichert der Bauamtsleiter. Zu den Schäden der anderen Brände auf dem Gelände könne die Stadt aktuell noch nichts sagen, weil der zuständige Mitarbeiter im Urlaub ist.