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Bob-WM 2020

Bobpilot Walther darf zur Heim-WM

Bei den Ausscheidungsrennen in Altenberg setzt sich der Dresdner souverän durch und beeindruckt dabei auch Bundestrainer René Spies.

Nico Walther gehört nach seinem Trainingssturz wieder fest zum deutschen Bob-Weltcup-Team.
Nico Walther gehört nach seinem Trainingssturz wieder fest zum deutschen Bob-Weltcup-Team. © Robert Michael

Er hat es geschafft: Bobpilot Nico Walther gehört auch in diesem Winter zum Weltcup- und WM-Team. Der Bobpilot vom BSC Sachsen Oberbärenburg setzte sich am Sonn- und Montag in den Selektionsrennen im Zweier und im Vierer auf seiner Heimbahn in Altenberg durch. Damit ist auch die Teilnahme an der WM gesichert, die  vom 17. Februar bis 1. März in Altenberg ausgetragen wird.

Bundestrainer René Spies zeigte sich beeindruckt von der Leistung des 29-Jährigen: „Nico hat sich in beiden Disziplinen souverän durchgesetzt. Das ist auf der einen Seite beeindruckend, weil er aus der Verletzung kommend nur wenig Vorbereitungsläufe hatte. Auf der anderen Seite musste er bei den schnellen Bahnverhältnissen erstmal damit klarkommen, dass er im Oktober in der Passage elf, zwölf diesen Sturz hatte und das jetzt wegstecken. Deshalb war es eine hervorragende Leistung von ihm, und er hat beide Rennen verdient gewonnen.“

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Bei dem Trainingsunfall Ende Oktober war Walther mit seinem Vierer im Kohlgrund  gestürzt und zog sich dabei Verletzungen an der Brustwirbelsäule sowie an der Schulter zu, die ein zweimonatiges Startverbot zur Folge hatten. 

Neben dem gesetzten Doppel-Weltmeister Francesco Friedrich und Walther nominierte Bundestrainer René Spies für den nächsten Weltcup zunächst Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitude). In Winterberg stehen zwei Entscheidungen im Vierer auf dem Programm, und der amtierende Vierer-Europameister fuhr in Altenberg mit einem beherzten zweiten Lauf auf Platz zwei hinter Walther. Schon beim Weltcup in Lake Placid war Lochner aufs Podest gefahren. Eine endgültige Entscheidung über den dritten Startplatz soll zu einem späteren Zeitpunkt getroffen werden. 

"Wir haben einfach fünf Piloten, die auf Weltklasseniveau unterwegs sind", sagte Spies zur Begründung. So habe der Dresdner Richard Oelsner im Zweier "eine sehr starke Leistung gebracht". Der 25-Jährige soll in jedem Fall Berücksichtigung finden. "Aber wir wissen auch, dass er sich als Junior auch noch einen WM-Startplatz über die Junioren-WM erkämpfen kann. Deshalb nehmen wir uns bewusst noch ein paar Tage Zeit, um die hoffentlich richtige Entscheidung für alle Beteiligten zu treffen“, so der Bundestrainer. 

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Bei den Frauen ging der dritte Startplatz an Walthers Vereinskollegin Stephanie Schneider, die sich im Ausscheidungsrennen gegen Kim Kalicki (TuS Eintracht Wiesbaden) durchsetzte und nun neben Mariama Jamanka (BRC Thüringen) und Laura Nolte (BSC Winterberg) an kommenden Wochenende beim dritten Weltcup der Saison in Winterberg an den Start geht.