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Böhmischer Wind bremst den Frühling

Die Sonne gibt sich alle Mühe. Aber sie hat am Wochenende einen mächtigen Gegner.

© Symbolfoto: Friso Gentsch/dpa

Er pfeift durchs Elbtal. Von Böhmen kommend bläst der Wind am Wochenende nach Norden, dabei wirkt die Sächsische Schweiz wie eine Düse. Die Luft wird durchs schmale Elbtal gepresst und nimmt richtig Fahrt auf. In Dresden kommt sie in heftigen Windböen an, die Sommertemperaturen im Frühling verhindern. So erklärt Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig das, was die Dresdner am Wochenende erwartet. „Der Südostwind im Elbtal und anderen ostsächsischen Flusstälern drückt die Temperaturen.“ Die Folge: Sommerwetter, das laut Meteorologen ab 25 Grad beginnt, gibt es in Dresden am Wochenende noch nicht. Anders als etwa in Teilen von Sachsen-Anhalt oder Thüringen, so Engelmann. Aber es wird warm. „Die Temperatur erreicht am Sonnabend die 20-Grad-Marke“, sagt der DWD-Fachmann, am Sonntag kann es sogar noch ein wenig wärmer werden.

Die Meteorologen in der Firma von Jörg Kachelmann sind weniger optimistisch. Sie erwarten am Sonnabend maximal 18 Grad und am Sonntag höchstens 17 Grad. Der Wind fegt dabei mit mehr als 40 Stundenkilometern durch Dresden. Das entspricht Windstärke 6.

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Engelmann erklärt den Ausblick aufs Wochenendwetter mit Hoch Leo und Tief Isabeau. „Leo liegt am Wochenende knapp östlich von uns. An seiner Westflanke entsteht eine südliche Strömung, sie bring warme Luft zu uns.“ Das wird verstärkt durch Tief Isabeau, das bei den britischen Inseln liegt. Beide bestimmen das Wetter auch Anfang der nächsten Woche. Das heißt, es bleibt warm und sonnig, wenigstens bis zum Dienstag. Bis dahin flaut auch der Böhmische Wind ab, sagt Engelmann.

„Das ist schon recht typisch“, ordnet er das aktuelle Wetter ein. „Warme und kalte Luftmassen liegen relativ nah beieinander. Bei einer schnellen Winddrehung sind sie schnell da.“ So entsteht das typische Aprilwetter. Selbst ein Temperatursprung von den kalten Ostertagen zu den 20 Grad an diesem Wochenende sei dabei nicht ungewöhnlich. (SZ/csp)