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Boitano outet sich

Der Eiskunstlauf-Olympiasieger ist einer von drei Homosexuellen in der USA-Delegation für Sotschi.

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© dpa

Boston. Eiskunstlauf-Olympiasieger Brian Boitano hat sich erstmals öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt. Der Amerikaner ging zwei Tage nach seiner Berufung in die US-Delegation für die Winterspiele in Sotschi (7. bis 23. Februar) an die Öffentlichkeit. Bislang hatte der Goldmedaillen-Gewinner der Winterspiele 1988 in Calgary sich immer geweigert, öffentlich über seine Sexualität zu sprechen.

„Ich bin ein Sohn, ein Bruder, ein Onkel, ein Freund, ein Sportler, ein Koch, ein Autor. Und schwul zu sein ist nur ein weiterer Teil von mir“, heißt es in einer von USA Today veröffentlichten Stellungnahme des 50-Jährigen.

US-Präsident Barack Obama hatte neben Boitano auch die homosexuellen Sportstars Billie Jean King (Tennis) sowie Caitlin Cahow (Eishockey) in die Olympia-Delegation berufen und mit der Nominierung ein Zeichen für Toleranz und gegen Diskriminierung in Russland gesetzt. Die 28-jährige Cahow bekennt sich seit Jahren offen zu ihrer Homosexualität. Die Besetzung könnte als Protest gegen das Anti-Homosexuellen-Gesetz in Russland gewertet werden. „Ich bin ein amerikanischer Sportler und stolz darauf, in einem Land zu leben, dass sich für Vielfalt, Offenheit und Toleranz engagiert“, teilte Boitano mit. Auskunft über sein Privatleben werde er aber weiterhin nur Familie und Freunden geben. (sid/dpa)