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Bombardier-Lösung aus Schweden?

Die 1 100 Mitarbeiter sollen in die Stiftung „Waggonbau zu Görlitz“ überführt werden.

Göteborg/Dresden. In der Debatte um die Zukunft des Bombardier-Werks in Görlitz liegt nun ein Stiftungsmodell auf dem Tisch. Von der schwedischen Firma C.I. Pihl mit Sitz in Göteborg erfuhr die Sächsische Zeitung am Montag, man wolle das Schienenfahrzeugwerk mit noch rund 1 100 fest angestellten Mitarbeitern in die Stiftung „Waggonbau zu Görlitz“ überführen. Ziel sei es, mittels dieser Stiftung das Werk zu einem führenden Partner und Zulieferer der Bahnindustrie zu entwickeln. „Der Fokus wird dabei auf Baugruppen aus Stahl und Aluminium liegen“, sagte C.I.-Pihl-Gesellschafter Claus Abraham.

Das Stiftungsmodell soll gemeinsam mit dem kanadischen Bombardier-Konzern, den Gewerkschaften, dem Freistaat Sachsen und der Stadt Görlitz entwickelt werden. Abraham zufolge kann das Werk nur mittels einer Stiftung „stabil ausgerichtet und ohne kurzfristige Gesellschafterinteressen“ geführt werden. Es gehe nicht um einen möglichst hohen Profit aus der Übernahme. Ziel sei es vielmehr, „in Görlitz dauerhaft Komponenten für die Bahnindustrie zu produzieren“. Die vorhandene technologische Kompetenz und die Arbeitsplätze müssten erhalten bleiben. Abraham will deshalb „in den nächsten Tagen“ Kontakt mit der Landesregierung aufnehmen. Im Managementteam der Stiftung säßen „Experten mit langjähriger Erfahrung in der deutschen Bahnindustrie“.

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Der schwedische Manager betonte ausdrücklich, er trete nicht als reiner Finanzinvestor oder Risikokapitalgeber auf. Er selbst habe die im Görlitzer Werk produzierten Doppelstockwagen „erfolgreich bei der schwedischen Staatsbahn platziert“.

C.I. Pihl sieht sich selbst als „Schnittstelle zwischen international tätigen Systemlieferanten und lokalen Produzenten“. In Schweden arbeite man erfolgreich mit der Automobil-, Luftfahrt-, Bahn- und Energieindustrie zusammen, heißt es auf der Internetseite die Firma. In Deutschland ist sie zum Beispiel für den Getriebehersteller Hay in Rheinland-Pfalz tätig. (SZ/uwo)