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Bombardier-Pläne bleiben

Dass der Werksleiter geht, sorgt für Unsicherheit. Aber an den Plänen für das Görlitzer Bombardier-Werk soll sich nichts ändern, sagt Martin Dulig.

© Pawel Sosnowski/pawelsosnowski.c

Die Nachricht, dass der Görlitzer Werksleiter von Bombardier seinen Posten räumt, hat für viel Unsicherheit in Görlitz gesorgt. Auch deshalb, weil bis jetzt über die Gründe, warum, Mike Vetter das Görlitzer Werk verlässt, nichts bekannt ist. Er kenne die Hintergründe nicht, sagte Martin Dulig bei seinem Besuch in Görlitz, „deshalb kann ich das auch nicht bewerten.“

Angesprochen hatte das Thema Martin Vitz, Inhaber des Hotels Tuchmacher, eine der Stationen bei der Tour des sächsischen Wirtschaftsministers. In der Altstadt ging es eigentlich um die Entwicklung des Filmdrehortes Görlitz sowie seine Auswirkungen auf den Tourismus. In diesem Zusammenhang sprach Martin Vitz an, wie wichtig auch die großen Unternehmen für die Entwicklung von Görlitz und die Hotels sind. Als vergangenes Jahr zunächst die Schließungspläne für den Bombardier-Standort wie auch für Siemens in Görlitz die Runde machten, habe das durchaus auf die Buchungszahlen in den Hotels Auswirkungen gezeigt. Damit habe es eben auch gezeigt, wie wichtig die Unternehmen für eine ganzjährige, stabile Gästezahl sind.

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Die Oberlausitz soll Industrieregion bleiben, „das ist das Ziel“, sagt Martin Dulig. In den sozialen Netzwerken geht es häufig um die Frage, inwieweit der Erhalt von Siemens und Bombardier als Erfolg zu werten sei – weil eben doch Umstrukturierungen und weniger Arbeitsplätze damit verbunden sein werden. „Man muss dabei aber auch den Ausgangspunkt sehen“, so Dulig. Und der habe voriges Jahr gelautet, dass beide Werke schließen. Dass beide bleiben, sieht er doch als Erfolg, den Gewerkschaften, Betriebsräte, Mitarbeiter und Politiker erzielt haben. Gerade als es um Siemens ging, sei er vom Kampfesmut der Görlitzer beeindruckt gewesen. Er sehe die Entwicklungen bei Bombardier und Siemens auch nicht unkritisch, „aber ich war in Berlin mit dabei und stehe mit Herrn Forer (Deutschland-Chef von Bombardier, Anm. d. Red.) in regelmäßigem Austausch“ so Dulig.

Seinen Informationen nach ändert sich an den gefassten Plänen nichts. Er geht davon aus, dass die von Bombardier für Görlitz gegebenen Zusagen eingehalten werden. (SZ/sdn)